Efta und Mercosur

Die Efta-Länder, darunter die Schweiz, haben sich mit dem südamerikanischen Handelsblock Mercosur über ein Freihandelsabkommen geeinigt.

Dies gab Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro am Freitag im Kurznachrichtendienst Twitter bekannt."Ein weiterer grosser Sieg für unsere Diplomatie zur Öffnung des Handels", schrieb Bolsonaro zur Einigung. Details waren zunächst nicht bekannt. Im Rahmen des Abkommens sollen auch Schweizer Firmen gegenüber der EU-Konkurrenz nicht mehr benachteiligt werden.

Mit dem Abkommen wollten die vier Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay Zölle auf Industriegüter teils oder ganz abbauen.

Dortmund dreht Spiel in Köln

Jubel beim BVB
imago Jubel beim BVB

Borussia Dortmund hat bei Aufsteiger Köln Moral bewiesen. Bis zur 70. Minute lag das Favre-Team 0:1 zurück, drehte die Partie aber noch zum 3:1.

Das Heimteam verteidigte das 1:0, das Drexler nach einer halben Stunde nach einem Corner erzielt hatte, bis 20  Minuten vor Schluss relativ souverän.

Dann agierten BVB-Youngster Sancho mit einem satten Schuss aus rund 16 Metern und der eingewechselte Hakimi per Kopf nach sehenswerter Ballstafette innerhalb einer Viertelstunde als Stimmungskiller in Köln. Alcacer setzte in der 94. Minute den Schlusspunkt zum 3:1.

US-Verbände gegen China-Abzug

US-Wirtschaftsverbände haben auf die Anordnung von Präsident Donald Trump, sich aus China zurückzuziehen, negativ reagiert.

Die US-Handelskammer forderte stattdessen konstruktive Schritte, um eine weitere Verschlechterung der US-chinesischen Handelsbeziehungen zu verhindern. Der Verband der Detailhändler erinnerte daran, dass 95 Prozent der Konsumentinnen und Konsumenten ausserhalb der USA wohnten. 

Der Chef des Autoindustrieverbands «Global Automakers» erklärte, durch die gegenseitigen Zölle würden Arbeitsplätze in den USA gefährdet. Nach der Ankündigung verlor der Dow Jones Aktienindex zeitweise über 2,3 Prozent.

Richterin Ginsburg in Krebsbehandlung

Ruth Bader Ginsburg gilt in den USA als Justiz-Ikone.
Keystone-sda Ruth Bader Ginsburg gilt in den USA als Justiz-Ikone.

Die Justiz-Ikone und Richterin am obersten US-Gericht, Ruth Bader Ginsburg, ist wegen eines bösartigen Tumors in der Bauchspeicheldrüse behandelt worden.

Zu diesem Zeitpunkt sei keine weitere Behandlung erforderlich, hiess es in einer Mitteilung des Gerichts. Die Anomalie sei bei einem routinemässigen Bluttest im Juli entdeckt worden und eine Biopsie habe bestätigt, dass es sich um einen bösartigen Tumor handele.

Ginsburg ist die älteste Richterin an dem politisch wichtigen Supreme Court. Die zierliche Frau gilt als Vorreiterin für Frauenrechte und ist bekannt für ihre scharfe Argumentationsweise.

Exploit von Mujinga Kambundji

Mujinga Kambundji
key Mujinga Kambundji

Mujinga Kambundji hat an den Schweizer Meisterschaften in Basel mit einer tollen Zeit überzeugt. Die Bernerin holte sich den Titel über 100 m in 11,00   Sekunden. Es ist die zweitbeste Zeit in der Karriere der 27-Jährigen.

"Ich fühle mich mega gut", sagte Kambundji. "Ich wäre jedoch gerne unter elf Sekunden geblieben."

Auch bei den Männern siegte über 100 m der Favorit: Alex Wilson setzte sich in 10,26 Sekunden durch. Gleich zwei Goldmedaillen sicherte sich Gregori Ott. Der 25-jährige Baselbieter gewann im Kugelstossen und mit dem Diskus.

Keine Neuverhandlung des Atomabkommens

Der iranische Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif will keine Neuverhandlungen.
Keystone-sda Der iranische Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif will keine Neuverhandlungen.

Der iranische Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif hat bei einem Treffen mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron nach Medienberichten einer Neuverhandlung des Atomabkommens eine Absage erteilt.

«Wir werden den diplomatischen Kanal mit unseren Vertragspartnern weiterhin offen halten, aber für uns ist das Wiener Atomabkommen nicht neu verhandelbar», sagte Sarif in Paris.

Das G7-Gipfeltreffen sei eine Gelegenheit für Frankreich und die anderen Vertragspartner, das Thema nochmals zu besprechen, sagte Sarif. Falls es bis September keinen Durchbruch geben sollte, werde Iran die dritte Phase seines Teilausstiegs aus dem Deal beginnen.

Erstes schwimmendes Atomkraftwerk

Das erste schwimmende Atomkraftwerk machte sich am Freitag auf den Weg zu seinem Zielhafen Pewek im äussersten Nordosten Russlands.

Schlepper zogen das umstrittene Kraftwerk aus dem Hafen in Murmansk im Nordwesten Russlands, unweit der Grenze zu Norwegen. Es soll in den nächsten zwei Monaten rund 4700 Kilometer zurücklegen, wie der russische Atomkonzern Rosatom mitteilte.

Das schwimmende AKW mit zwei Druckwasserreaktoren soll ab Jahresende die schwer zugängliche Region mit Strom und Wärme versorgen. Zudem soll die Anlage mit insgesamt 70 Megawatt Leistung Energie für die Gas- und Ölbohrinseln liefern.

Ermittlungen zu Epstein eingeleitet

Im Zusammenhang mit den Missbrauchsvorwürfen gegen den verstorbenen US-Financier Jeffrey Epstein hat die französische Justiz Ermittlungen eingeleitet.

Dabei sollen mögliche Vergehen gegen teils minderjährige Mädchen untersucht werden, teilte die Pariser Staatsanwaltschaft mit. Neben möglichen französischen Opfern konzentrierten sich die Ermittlungen aber auch auf Verdächtige, die französische Staatsbürger seien, sagte ein Staatsanwalt.

Epstein, der nach Angaben des US-Justizministeriums vor zwei Wochen Suizid beging, hatte zahlreiche Verbindungen nach Frankreich. Er besass auch ein Luxusapartment nahe den Champs-Elysées.