Zürich: Sechs Verletzte bei WM-Feiern

Nach dem Schweizer Sieg an der Fussball-WM über Serbien erlebte Zürich eine turbulente Nacht. Sechs Menschen wurden verletzt, wobei zwei mit Kopfverletzungen ins Spital mussten. Dazu kamen illegale Partys und zahlreiche Lärmklagen. Wegen der Feiernden und des hohen Verkehrsaufkommens war die Langstrasse von 21.45 bis 04.45 Uhr am Samstagmorgen gesperrt.

Ja zu Sozialversicherungsdetektiven

SVP-Präsident Albert Rösti hat vor den Delegierten in Les Bugnenets (NE) für die Selbstbestimmungs-Initiative geworben. Das Parlament empfiehlt die im November zur Abstimmung gelangende Vorlage zur Ablehnung.

Die Vorlage sei ein Ja zur direkten Demokratie und keine Gefahr für die Menschenrechte, sagte Rösti. Denn das zwingende Völkerrecht sei davon nicht betroffen. Auch seien die 600 internationalen Verträge nicht gefährdet.

Die Delegierten stellten sich zudem einstimmig hinter das neue Gesetz zur Überwachung von Sozialversicherten. Versicherungen und Sozialdienste können damit ohne Gerichtsentscheid Detektive engagieren.

SP-Chef verteidigt Steuer-Kompromiss

Die SP wird über ein Referendum zur Steuerreform «aller Wahrscheinlichkeit nach» an einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung Ende September befinden. Das sagte Präsident Christian Levrat vor den Delegierten in Lausanne.

Falls nötig oder gewünscht werde es eine Urabstimmung geben. Levrat zog zugleich eine positive Zwischenbilanz zum Konzept des Ständerats mit der Verbindung von Steuerreform und AHV.

Es sei ein «ein unbestreitbares Resultat» der Abstimmung über die USR III, dass eine Unternehmenssteuerreform nicht ohne soziale Kompensation auskomme. Die Vorlage bringe der AHV Jahr für Jahr zwei Milliarden Franken.

Chefin für Davis-Cup-Team

Als erste Frau übernimmt Amélie Mauresmo das Captain-Amt bei Frankreichs Davis-Cup-Team. Die ehemalige Nummer 1 folgt im kommenden Jahr auf Yannick Noah. Die 38-jährige Mauresmo hatte von 2012 bis 2016 bereits Frankreichs Fed-Cup-Equipe geleitet. Das Frauen- Team übernimmt ab kommendem Jahr Julien Benneteau, der nach den US Open 2017 zurückgetreten ist.

FDP-Delegierte sitzen zu Europapolitik

FDP-Präsidentin Petra Gössi hat vor den Delegierten in Airolo für Erfolg bringende Beziehungen zu den Nachbarländern plädiert, von denen alle Seiten profitierten.

Bei neuen Herausforderungen könne man sich ins «Réduit» verkriechen oder der Zukunft stellen, so Gössi. Mit der Annahme einer Resolution «Marktzugang dank Personenfreizügigkeit» stellten sich die Delegierten klar gegen die SVP-Initiative für eine Begrenzung der Zuwanderung.

Aussenminister Ignazio Cassis äusserte die Hoffnung auf einen Abschluss des institutionellen Rahmenabkommens mit der EU bis im Oktober. Der Bundesrat wolle so den bilateralen Weg stärken.

Leuthard sieht Beitrag zur Entkrampfung

Das neue Mediengesetz mit einer Expertenkommission zur Konzessionsvergabe und Überwachung der elektronischen Medien weckt auch bei Medienministerin Doris Leuthard gewisse Bedenken.

So habe die Kommission sehr viel Macht, und auch die Besetzung des fünf- bis siebenköpfigen Gremiums werde nicht einfach in der kleinen Schweiz, sagte sie in der «Samstagsrundschau» von SRF. Wenn es aber helfe, zur entkrampften Diskussion über die Medienpolitik zurückzukehren, sei es ein gangbarer Weg.

Das neue Bundesgesetz über elektronische Medien (BGeM) mit der geplanten Kommission für elektronische Medien (Komem) ist bis Mitte Oktober in der Vernehmlassung.

Federer in Halle im Final

Roger Federer
Freshfocus Roger Federer

Roger Federer (ATP 1) greift am Sonntag in seinem 12. Halle-Final nach dem 10. Titel beim Rasen-Turnier in Westfalen.

Der Rekordchampion setzte sich im Halbfinal gegen den amerikanischen Qualifikanten Denis Kudla (ATP 109) mit 7:6 (7:1), 7:5 durch. Nach 2 frühen Breaks im Startsatz brachten die beiden Spieler ihre Aufschlagspiele jeweils durch. Bis zum 11. Game im 2. Satz, als Federer das vorentscheidende Break gelang.

Für Federer war es der 20. Sieg in Folge auf Rasen. Im Final trifft er auf Borna Coric (ATP 34), von Roberto Bautista Aguts Aufgabe profitierte.

Premier entgeht Anschlag unverletzt

Bei einem Anschlag auf eine Kundgebung zugunsten von Premier Abiy Ahmed ist am Samstag in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba ein Mensch getötet worden. 132 Menschen wurden verletzt, wie der Gesundheitsminister bekanntgab.

Stabschef Fitsum Arega sprach von einem Angriff mit einer Granate. Die Detonation erfolgte Minuten nach der Rede des Premiers, der unverletzt blieb.

Laut den Organisatoren der Kundgebung hatte jemand versucht, eine Granate auf die Tribüne zu werfen. Zur den mutmasslichen Urhebern sagte Arega nichts. Zehntausende hatten sich am Morgen auf dem Maskal-Platz im Zentrum der Hauptstadt versammelt, um den reformorientierten Ahmed zu unterstützen.