Wiedergefundenes Klimt-Gemälde ist echt

Das Gemälde «Bildnis einer Frau» ist im Dezember wieder aufgetaucht.
Key Das Gemälde «Bildnis einer Frau» ist im Dezember wieder aufgetaucht.

Ein vor kurzem wieder entdecktes Gemälde des österreichischen Malers Gustav Klimt ist echt. Gutachter hätten die Echtheit bestätigt, gaben Ermittler und Fachleute an einer Medienkonferenz im italienischen Piacenza bekannt.

Das Gemälde «Bildnis einer Frau» war 1997 aus einem Museum in Piacenza verschwunden. Im vergangenen Dezember fanden Gärtner das Bild im Garten des Museums wieder. Es befand sich in einem Abfallsack verpackt in einem Verliess der Hofmauer.

Klimt soll das Gemälde in einer Serie von Damenporträts vor rund 100 Jahren gemalt haben.

Mitte-Fraktion hat eine Chefin

Die Luzerner CVP-Ständerätin Andrea Gmür.
Key Die Luzerner CVP-Ständerätin Andrea Gmür.

Die Luzerner CVP-Ständerätin Andrea Gmür übernimmt die Leitung der Mitte-Fraktion in den Eidgenössischen Räten.

Die 55-jährige Politikerin sei als Nachfolgerin von Filippo Lombardi gewählt worden, teilte die CVP mit. Der Mitte-Fraktion gehören neben der CVP auch die EVP und die BDP an.

Als die grossen Herausforderungen für die Schweiz bezeichnete Gmür in einer Stellungnahme die Sicherung der Sozialwerke, die steigenden Gesundheitskosten, das EU-Dossier sowie die Klimapolitik. Diese wolle sie als Teamplayerin mit der vereinten Mitte-Fraktion angehen.

Gegen «Sauf-Tourismus»

All-Inclusive-Hotels in bestimmten Gebieten dürfen nicht mehr unbegrenzt gratis Alkohol anbieten.
Keystone-SDA/Archiv All-Inclusive-Hotels in bestimmten Gebieten dürfen nicht mehr unbegrenzt gratis Alkohol anbieten.

Mit neuen Regelungen will die Regionalregierung der Balearen gegen sogenannten Sauf-Tourismus auf Mallorca und Ibiza vorgehen.

Am Freitag wurde ein Erlass verabschiedet, wonach All-Inclusive-Hotels etwa an der Playa de Palma ab Februar nicht mehr unbegrenzt kostenfreien Alkohol anbieten dürfen.

Das neue Gesetz gilt nicht für ganz Mallorca, sondern nur für zwei als problematisch geltende Gebiete der spanischen Insel: für die Playa, den sogenannte Ballermann, und die im Südwesten liegende britische Urlauberhochburg Magaluf. Ausserdem ist die Region Sant Antoni de Portmany auf Ibiza betroffen.

«Tolkien ist ein Monster geworden»

Der britische Autor und Sprachwissenschaftler John Ronald Reuel Tolkien (1892–1973) schuf die Fantasy-Welterfolge «Der Hobbit» und «Der Herr der Ringe». Die Geschichten aus dem fiktiven Mittelerde wurden von Regisseur Peter Jackson verfilmt und spielten annähernd sechs Milliarden US-Dollar ein.

Tolkiens Sohn konnte sich mit dem Erfolg lange nicht anfreunden: «Tolkien ist ein Monster geworden, das von seiner eigenen Popularität verschlungen wird,» urteilte Christopher Tolkien in der französischen Zeitung «Le Monde» fast 40 Jahre nach dem Tod des Vaters.

«Die Kommerzialisierung hat die ästhetische und philosophische Wirkung der Schöpfung auf ein Nichts reduziert.»

Kartograf von Mittelerde gestorben

Der jüngste Sohn und Nachlassverwalter des «Herr der Ringe»-Autors J. R. R. Tolkien (1892 bis 1973), Christoper Tolkien, ist am Mittwoch im Alter von 95 Jahren im französischen Draguignan gestorben. Dies teilte die Tolkien-Gesellschaft mit.

Christopher zeichnete die Karte des fiktiven Kontinents «Mittelerde» im Hauptwerk seines Vaters und gab posthum Werke wie «Das Silmarillion» heraus. Christopher Tolkien unterrichtete wie sein Vater an der britischen Universität Oxford.

Zudem sorgte er für die Veröffentlichung der «Nachrichten aus Mittelerde», der zwölfbändigen «History of Middle-earth» und von «Die Kinder Hurins».

Rod für 4 Spiele gesperrt

Genf-Servette muss für 4 Spiele auf Noah Rod verzichten. Der Captain wurde wegen eines Checks gegen den Kopf von Luganos Alessio Bertaggia im Meisterschaftsspiel vom Dienstag (0:2) gesperrt und mit 6400 Franken gebüsst.

Maltas Polizeichef tritt zurück

Lawrence Cutajar.
Keystone-SDA/Archiv Lawrence Cutajar.

Der maltesische Polizeichef Lawrence Cutajar ist zurückgetreten. Cutajar wolle damit den Weg für eine umfassende Polizeireform freimachen, teilte der neue Regierungschef Maltas, Robert Abela, vor den Medien mit.

Nach dem Mord an der Journalistin Daphne Caruana Galizia mit einer Autobombe wurde auch Kritik am Polizeichef laut. Er habe Korruptionsvorwürfe gegen Regierungsmitglieder nicht untersuchen lassen. Cutajar war seit August 2016 im Amt.

Die Journalistin hatte über Korruption zwischen der Geschäftswelt und der maltesischen Regierung recherchiert.

WHO warnt

Die Entwicklung neuer wirksamer Antibiotika verläuft nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO bedrohlich langsam.

Investitionen würden zurückgehen, und ein Mangel an echten Innovationen würde die Bemühungen zur Bekämpfung multiresistenter Infektionen untergraben, teilte die WHO in Genf angesichts zwei neuer Berichte mit.

Derzeit werden 60 neue antibiotische Mittel an Menschen erprobt. Diese brächten aber gegenüber bestehenden Behandlungen wenig zusätzlichen Nutzen. Zudem würden nur wenige Mittel auf die wichtigsten resistenten Bakterien abzielen, so die WHO weiter.