Dokumentenmissbrauch bei Airbus?

Der Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus hat nach eigenen Angaben die deutschen Behörden über einen möglicherweise rechtswidrigen Umgang von Mitarbeitenden mit Kundendokumenten informiert.

Diese stünden im Zusammenhang mit zwei künftigen deutschen Beschaffungsprojekten, teilte das Unternehmen mit. Der Konzern soll demnach in den Besitz geheimer Akten der deutschen Bundeswehr gekommen sein.

Ein Sprecher des deutschen Verteidigungsministeriums sagte auf Anfrage, man sei von Airbus über den Vorfall informiert worden. Die Rechtsabteilung habe Untersuchungen eingeleitet.

USA und Saudi-Arabien zu Drohnenangriff

Nach den Drohnenangriffen auf saudi-arabische Öl-Anlagen wollen die USA und Saudi-Arabien international abgestimmt gegen Iran vorgehen.

US-Aussenminister Mike Pompeo und der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman hätten darin übereingestimmt, «dass das iranische Regime für sein anhaltend aggressives, rücksichtsloses und bedrohliches Verhalten verantwortlich gemacht werden muss», sagte Pompeo nach einem Treffen der beiden.

Zuvor hatte Pompeo angekündigt, sowohl die USA als auch Saudi-Arabien würden die Angriffe bei der Generaldebatte der UNO-Vollversammlung nächste Woche ansprechen. Iran hat am Mittwoch erneut die Verantwortung von sich gewiesen.

70 Migranten im Mittelmeer gerettet

Das Rettungsschiff Ocean Viking hat im Mittelmeer vor der libyschen Küste über 70 weitere Migranten aufgenommen. Sie sassen in einem winzigen, überfüllten Schlauchboot, wie SOS Méditerranée mitteilte.

Damit befänden sich nun insgesamt über 180 Gerettete an Bord des Rettungsschiffs. «Sie müssen schnellstmöglich an einem sicheren Ort an Land gehen können», schrieb die Organisation auf Twitter.

Am Dienstag hatte das Schiff 109 Bootsflüchtlinge gerettet. Die Ocean Viking wird von SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen betrieben.

UNO und IKRK zu Idlib und Tripolis

Die UNO und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz IKRK haben ein Ende der Luftangriffe auf die Städte Idlib in Syrien und Tripolis in Libyen gefordert.

Beide Städte durchlitten unermessliches Leid und Zerstörung, erklärten UNO-Generalsekretär Antonio Guterres und IKRK-Präsident Peter Maurer in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Sie forderten die Konfliktparteien in beiden Staaten auf, Explosionswaffen mit hoher Reichweite in besiedelten Gebieten nicht einzusetzen. Das verstosse gegen das humanitäre Völkerrecht. In den beiden Städten wurden in den letzten Monaten hunderte Menschen getötet, Hunderttausende wurden vertrieben.

Kündigung für 1200 GM-Mitarbeiter

1200 Mitarbeitern des Autoherstellers General Motors (GM) ist in Kanada vorübergehend gekündigt worden. Der US-Konzern begründet die Kündigungen mit einem Streik in den USA.

Im Werk im kanadischen Oshawa seien am Dienstag die Teile für die Weiterverarbeitung ausgegangen, sagte ein GM-Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters. Daher könne dort nicht weiter produziert werden.

In den USA streiken etwa 48'000 Mitarbeiter von General Motors. Sie verlangen höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Experten schätzen, dass für das Unternehmen aufgrund von Produktionsausfällen tägliche Kosten von bis zu 50 Millionen Dollar entstehen könnten.

Mehr Geld für Forschung und Erasmus

Die Forschung und Studierende erhalten in Europa mehr Geld. Das EU-Parlament hat einer Aufstockung der Programme «Horizon» und «Erasmus» um insgesamt 100 Millionen Euro zugestimmt.

614 Abgeordnete stimmten dafür, 69 sprachen sich dagegen aus. Insgesamt gibt die EU damit im laufenden Jahr rund 9,5 Milliarden Euro für Forschung und Studienaustausch aus.

Mit «Horizon» werden europäische Forschungsprojekte finanziert. «Erasmus» ermöglicht unter anderem den Austausch von Studierenden in Europa, im Rahmen von Auslandsemestern. Die Schweiz ist an beide Abkommen angeschlossen.

Remis bei Atletico-Juventus

Atletico Madrid und Juventus Turin, die beiden Topfavoriten in der Gruppe D, haben sich zum Auftakt mit einem 2:2-Remis getrennt. Die Italiener lagen dabei nach 65 Minuten und Toren von Cuadrado und Matuidi mit 2:0 vorne. Doch Savic und Herrera sorgten in der Schlussphase noch für den Ausgleich.

Überraschender Leader nach dem 1. Spieltag ist damit Lokomotive Moskau, das sich bei Bayer Leverkusen 2:1 durchsetzte. Krychowiak in der 16.  und Barinow in der 37. Minute trafen für die Moskowiter, Leverkusen kam zwischendurch dank einem Eigentor von Höwedes (25.) zum Ausgleich.

ManCity startet mit Sieg

In der Gruppe C ist Manchester City mit einem 3:0-Auswärtssieg bei Schachtar Donezk zum nächsten Versuch gestartet, doch noch die Champions League zu gewinnen. Mahrez nach 24, Gündogan nach 38 und Jesus nach 76 Minuten trafen für das Guardiola-Team in der Ukraine.

Erster Leader in Gruppe C ist jedoch Dinamo Zagreb, das mit einem 4:0 gegen Atalanta Bergamo für den höchsten Sieg des zweiten Spieltags sorgte. Leovac sowie drei Mal Orsic trafen für die Kroaten, bei denen Gavranovic nach 83 Minuten eingewechselt wurde. Bei den Italienern wurde Freuler zur Pause ausgewechselt.