Weniger Corona-Todesfälle

In Spanien sind innerhalb von 24 Stunden 605 Patienten an den Folgen der Covid-19-Krankheit gestorben. Das ist die tiefste Zahl seit dem 24. März. Die absteigende Tendenz setze sich fort, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Gesamtzahl belaufe sich nun auf rund 15'800. Am Donnerstag waren noch 683 Tote registriert worden, zeitweise waren mehr als 900 Opfer pro Tag gemeldet worden.

Auch die Zuwachsrate der Neuinfektionen ging weiter zurück: Sie lag nur noch bei 3 Prozent. Die Gesamtzahl der verzeichneten Fälle belief sich auf mehr als 157'000.

Bis mind. am 25. April gelten in Spanien strenge Ausgansbeschränkungen.

«Met» öffnet wohl erst im Juli wieder

Das wegen der Corona-Pandemie derzeit geschlossene Metropolitan Museum in New York wird nach Einschätzung von Direktor Max Hollein wohl frühestens im Sommer wieder öffnen.

Man gehe davon aus, dass das Museum nicht vor Juli öffnen werde, sagte Hollein der Deutschen Presse-Agentur. Wahrscheinlich werde es bei der Anzahl der Besucher in den Gebäuden zunächst Restriktionen geben müssen.

Die «Met» am Central Park gehört zu den renommiertesten Museen der Welt. Anlässlich des 150. Jahrestags seiner Gründung am 13. April war ein umfangreiches Jubiläumsprogramm geplant, aufgrund der Corona-Pandemie hat das Museum aber seit Anfang März zu.

Filmregisseur Francis Reusser gestorben

Der Waadtländer Filmemacher Francis Reusser ist tot. Der Regisseur starb 77-jährig in der Nacht auf Freitag nach langer Krankheit, wie Cinémathèque-Suisse-Direktor Frédéric Maire sagte.

Reusser verfilmte u.a. mehrere Romane des Waadtländer Schriftstellers Charles-Ferdinand Ramuz, darunter etwa «Derborence» und «La Guerre dans le haut Pays».

Reussers Arbeit wurde ausgezeichnet, u.a. 1976 mit dem Goldenen Leoparden in Locarno für «Le Grand Soir» und 1985 mit dem César für «Derborence» als bester französischsprachiger Film. 2019 wurde Reusser mit dem mit 50'000 Franken dotierten grossen Kulturpreis des Kantons Waadt ausgezeichnet.

24'308 bestätigte Corona-Fälle

Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat am Karfreitag 734 neue positive Corona-Tests gemeldet. Das sind etwas weniger als am Donnerstag, aber mehr als am Mittwoch.

Die Gesamtzahl der positiven Corona-Tests beträgt laut dem BAG neu 24'308. Die Zahl der Todesfälle von Infizierten 805. Das sind rund 50 Todesfälle mehr als am Donnerstag.

Die Zahlen beruhen auf Meldungen, die das BAG bis am Karfreitagmorgen früh erhalten hat, entsprechend können sie von den Zahlen abweichen, die die Kantone kommunizieren.

Coiffeurverband stellt Konzept vor

Coiffeusen und Coiffeure sollen unter den ersten sein, die nach der angekündigten Lockerung der Massnahmen gegen das Coronavirus wieder arbeiten dürfen. Der Branchenverband «Coiffure Suisse» hat ein Zwei-Phasen-Konzept erstellt, das eine baldige Wiedereröffnung der Coiffeur-Geschäfte möglich machen soll.

In der ersten Phase soll wegen des Sicherheitsabstandes maximal die Hälfte der Plätze besetzt werden, heisst es auf der Webseite von Coiffure Suisse. Belegschaft und Kundschaft müssten Schutzmasken tragen. Weiter setzt das Konzept auf Einweghandschuhe, Einweg-Schutzumhänge und Desinfektion.

Über die Etappen der Lockerung wird der Bundesrat nächste Woche entscheiden.

Litauen führt Mundschutzpflicht ein

In Litauen müssen die Bürgerinnen und Bürger seit Karfreitag in der Öffentlichkeit Mund und Nase bedecken, um einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus vorzubeugen.

Akzeptiert werden auch selbstgenähte Masken oder ein Schutz aus einem Schal. Bei Verstössen droht eine Busse zwischen 500 und 1500 Euro für Privatpersonen und zwischen 1500 und 6000 Euro für Unternehmen.

Das baltische EU-Land verzeichnete bislang 999 bestätigte Coronavirus-Infektionen und 17 Todesfälle. Zur Eindämmung der Ausbreitung des Virus stellte die Regierung das ganze Land bis zum 27. April unter Quarantäne. Über die Osterfeiertage gilt ein Reiseverbot.

Jemen meldet ersten Coronavirus-Fall

Das Bürgerkriegsland Jemen meldet den ersten Coronavirus-Fall. Der Patient werde medizinisch versorgt, sein Zustand sei stabil, teilt das nationale Notfallkomitee auf Twitter mit.

Am Donnerstag hatte die von Saudi-Arabien angeführte Militärallianz eine vorübergehende Waffenruhe im Kampf gegen die Huthi-Rebellen angekündigt, um die Ausbreitung des Coronavirus in Jemen möglichst zu verhindern.

Die UNO hatte zuvor vor schweren Folgen eines Coronavirus-Ausbruchs im Jemen gewarnt. Millionen Menschen sind in dem Land von Hunger bedroht und mussten vor den Kämpfen fliehen. Jemen zählt zu den ärmsten Ländern der Welt.

Osterstau am Gotthard bleibt aus

Der Appell der Behörden, über die Ostertage nicht in den Süden zu reisen, zeigt Wirkung. Nur vereinzelte Fahrzeuge sind auf der Gotthard-Autobahn unterwegs, wie Webcam-Bilder zeigen. 2019 stauten sich am Karfreitag die Autos vor dem Gotthard auf einer Länge von 15 Kilometern.

Die Behörden rufen dazu auf, über Ostern nicht ins Tessin zu fahren. Die Tessiner Polizei hat einige Ausflugsziele abgesperrt, etwa die Uferpromenaden an den Seen.

Die Kantonspolizei Uri richtete bei Wassen einen Kontrollplatz ein. Dort will sie Reisende über die Corona-Situation im Tessin aufklären und sie von der Weiterreise abbringen.