UK testet Jet-Suit für Rettungskräfte

Mit einem speziellen Anzug, der mit Triebwerken ausgestattet ist, sollen Rettungseinsätze an schwer zugänglichen Orten einfacher werden. Britische Ingenieure und Sanitäter haben nach eigenen Angaben einen solchen Jet-Suit erfolgreich getestet.

Vom Boden eines Tals aus zu einem simulierten Notfall benötigte der Tester statt 25 Minuten zu Fuss nur 90 Sekunden mit dem Jet-Suit, wie der beteiligte Rettungsdienst berichtete.

Im Test habe sich der Anzug als «wirklich toll» bewiesen, sagte der Einsatzchef. Mit der Technologie könne man Patienten in schwierigem Gelände schneller erreichen und somit unter Umständen Leben retten.

Sängerin Helen Reddy stirbt 78-jährig

Die australische Sängerin Helen Reddy ist im Alter von 78 Jahren gestorben. Das teilte ihre Familie am Mittwoch mit. Reddy war bekannt für ihre feministische Hymne «I am Woman» aus dem Jahr 1971.

Unter den Künstlerinnen und Künstlern aus Australien war sie die erste, die in den USA einen Grammy-Musikpreis gewann und mit «I am Woman» an die Spitze der Charts kam.

Die ersten Worte von «I am Woman» lauten «Ich bin eine Frau, hör mich brüllen». In den 1970er-Jahren wurden sie von Feministinnen auf Demonstrationen oft als eine Art Motto skandiert. Reddy war auch als Aktivistin und Schauspielerin aktiv.

Helen Reddy war Sängerin, Schauspielerin und Aktivistin.
Keystone/Archiv Helen Reddy war Sängerin, Schauspielerin und Aktivistin.

Kleinere Städte profitieren

Diesen Sommer kamen wegen Corona viel weniger Touristen in die Schweiz. Vor allem die grossen Städte haben darunter gelitten. Anders sieht es jedoch bei den kleinen und mittelgrossen Städten aus, dort gab es zum Teil sogar mehr Gäste als in anderen Jahren.

Solothurn, Ascona und Neuenburg ziehen beispielsweise eine positive Bilanz. Sie alle seien diesen Sommer für Schweizer Gäste besonders attraktiv gewesen, sagt André Aschwanden von Schweiz Tourismus zu Radio SRF.

«Es kamen sogar mehr Gäste als letztes Jahr, vor allem auch von jenseits der Sprachgrenzen», so Aschwanden. Dies zeigten die Rückmeldungen von Touristikerinnen und Touristikern.

Einschätzung des SRF-Korrespondenten

Präsident Donald Trump hätte inhaltlich seine Positionen noch besser vertreten können, findet Peter Düggeli, SRF-Korrespondent in den USA. «Er war ein bisschen matt heute. Er hat nicht mal das rohe Fleisch für seine Basis hingeworfen, was er normalerweise macht.»

Joe Biden habe derweil das gemacht, was er machen musste, so Düggeli. «Er war nicht überragend, aber er war solid.» Biden habe ruhig auf Trumps Attacken reagiert.

Viele würden Joe Biden wohl als Sieger sehen nach dieser Debatte, sagt Düggeli. «Das war nicht der grosse Befreiungsschlag für Präsident Trump.» Das Rennen werde sich aufgrund der ersten TV-Debatte wohl kaum wesentlich ändern.

Zitate aus dem TV-Duell

«Ich bin der Moderator der Debatte, und ich möchte, dass Sie mir erlauben, meine Frage zu stellen.»                          Moderator Chris Wallace zu Trump

«Er hat gewartet, gewartet und gewartet. Er hat noch immer keinen Plan.»      Joe Biden über Trumps Corona-Politik

«Er tritt mit der grössten Maske auf, die ich je gesehen habe.»                              Donald Trump über Biden

«Es ist schwer, bei diesem Clown überhaupt zu Wort zu kommen.»                                 Joe Biden über Trump

«Ich habe Millionen Dollar an Steuern bezahlt.»                                Donald Trump zu seiner Steuerrechnung

Uneinigkeit über Corona-Strategie

US-Präsident Donald Trump habe sich in der Coronakrise «völlig unverantwortlich» verhalten und so tausende Menschenleben gefährdet, sagte Joe Biden. «Er will einen Shutdown dieses Landes, und ich will es offen halten», entgegnete Trump.

Trump betonte, er trage eine Maske, wenn das notwendig sei. «Ich habe eine Maske hier.» Biden antwortete, die Verwendung eines Mund-Nasen-Schutzes mache einen grossen Unterschied. Wenn die Regierung früher darauf bestanden hätte, «hätten wir wahrscheinlich Tausende von Menschenleben gerettet».

Die Corona-Pandemie hat in den USA bislang mehr als 200'000 Menschen das Leben gekostet.

Debatte zu Nachfolge am Supreme Court

Donald Trump und Joe Biden stehen sich gegenüber im TV-Duell.
Reuters Donald Trump und Joe Biden stehen sich gegenüber im TV-Duell.

Zu Beginn der Debatte fand zunächst ein lebhafter Schlagabtausch über die Neubesetzung einer freien Stelle am Obersten Gericht der USA statt. «Wir haben die Wahl gewonnen und deswegen haben wir das Recht, sie auszuwählen», sagte Amtsinhaber Donald Trump zu seiner Nominierung der konservativen Richterin Amy Coney Barrett.

Herausforderer Joe Biden forderte hingegen, mit der Besetzung der Stelle bis Februar 2021 zu warten, «weil wir mitten in einer Wahl sind, die bereits begonnen hat».

Beide Kandidaten stritten daraufhin über Themen, die schon bald dem Supreme Court zur Entscheidung vorgelegt werden könnten.

1. TV-Duell zwischen Trump und Biden

Joe Biden wurde mehrmals von US-Präsident Trump unterbrochen.
Reuters Joe Biden wurde mehrmals von US-Präsident Trump unterbrochen.

Rund 30 Tage vor den Präsidentenwahlen in den USA sind sich US-Präsident Donald Trump und sein demokratischer Herausforderer Joe Biden erstmals in einer Fernsehdebatte gegenüber gestanden.

Die beiden Kandidaten debattierten während 90 Minuten zu sechs grösseren Themen, darunter etwa dem Zustand der US-Wirtschaft oder der Corona-Pandemie.

Oftmals rutschte das Streitgespräch in ein chaotisches Wortgefecht ab, in dem Trump und Biden durcheinander sprachen. Insbesondere fiel der Präsident seinem Herausforderer ins Wort. Der US-Präsident wird am 3. November gewählt. Insgesamt sind drei Fernsehdebatten zwischen Trump und Biden geplant.