Über 230 Festnahmen bei Protesten

Anhänger der Bewegung «Gilets jaunes» sind in Frankreich erneut auf die Strasse gegangen.

Gegen 41'000 Menschen nahmen laut dem Innenministerium an den Demonstrationen teil, davon etwa 5000 in Paris. Schwere Ausschreitungen blieben aus. Die Polizei habe in ganz Frankreich über 230 Personen festgenommen. 65'000 Polizisten und 30'000 Feuerwehrleute waren in Paris im Einsatz, wie das Innenministerium weiter mitteilte.

Es ist bereits das 19. Wochenende in Folge, an dem die Bewegung gegen die Politik von Präsident Emmanuel Macron demonstriert.

Kundgebung für neue Volksabstimmung

Hunderttausende Menschen haben in London gegen den bevorstehenden Brexit demonstriert. Sie forderten eine weitere Volksabstimmung über den Austritt Grossbritanniens aus der EU.

Die Veranstalter sprachen von mehr als einer Million Teilnehmenden. Die Polizei gab keine Schätzungen ab. Mit dabei waren auch der Londoner Stadtpräsident Sadiq Khan und Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon.

Eigentlich hätte Grossbritannien am 29. März aus der EU austreten sollen, die EU hat jedoch einen Aufschub bis am 22. Mai gewährt. Bedingung ist, dass das Parlament in einer dritten Abstimmung dem mit der EU ausgehandelten Austrittsvertrag zustimmt.

Kundgebungen gegen Urheberrechtsreform

Zehntausende Menschen haben am Samstag europaweit gegen die geplante Reform des EU-Urheberrechts und geplante Einschränkungen im Internet demonstriert.

Die grössten Proteste gab es in Deutschland. Laut der Polizei gingen in München rund 40'000 Menschen auf die Strasse. Sie schwenkten Transparente mit Texten wie «Macht unser Internet nicht kaputt». Kundgebungen fanden auch in vielen anderen Städten statt. Laut dem Veranstalter nahmen in Zürich mehr als tausend Personen teil.

Über die Urheberrechtsreform entscheidet das EU-Parlament am Dienstag. Kritiker befürchten, dass dadurch das freie Internet eingeschränkt werden könnte.

Schiff muss evakuiert werden

Das Kreuzfahrtschiff vor Norwegens Westküste muss evakuiert werden.
Keystone Das Kreuzfahrtschiff vor Norwegens Westküste muss evakuiert werden.

Ein Kreuzfahrtschiff mit 1300 Personen an Bord hat in einem Sturm vor der Westküste Norwegens einen Motorschaden erlitten.

Laut dem Rettungsdienst treibt das Schiff in Richtung Küste. Der Sender NRK zeigte Bilder der «Viking Sky» in starkem Wellengang. Das Kreuzfahrtschiff muss deshalb evakuiert werden.

Die 1300 Menschen würden an Land gebracht, teilte die örtliche Polizei mit. Unterdessen sei ein weiteres Schiff in Seenot geraten, dabei handle es sich um ein Frachter, teilte die zuständige Behörde mit. Das Frachtschiff habe sich auf dem Weg zum Kreuzfahrtschiff befunden, um beim Rettungseinsatz zu helfen.

Papst nimmt Kardinal-Rücktritt an

Nach Vorwürfen in einem Missbrauchs- skandal hat Papst Franziskus den Rücktritt des Erzbischofs von Santiago de Chile angenommen.

Dem 77-jährigen Ricardo Ezzati Andrello wird vorgeworfen, bei der Vertuschung von sexueller Gewalt geholfen zu haben. Der Kardinal ist der höchste katholische Würdenträger in Chile.

Am Freitag hatte ein Berufungsgericht in Chiles Hauptstadt der Staatsanwaltschaft die Erlaubnis gegeben, die Ermittlungen gegen Ezzati weiterzuführen, wie das Vatikan-Nachrichtenportal Vatican News berichtete. Der Kardinal weist die Anschuldigungen gegen ihn zurück.

Angriff in Mali fordert 100 Todesopfer

Bewaffnete haben in Mali ein Dorf überfallen und dabei mindestens 100 Menschen getötet. Nach einer Vielzahl von Angriffen habe diese Attacke am meisten Todesopfer gefordert, erklärten lokale Behörden.

Die UNO-Mission in dem westafrikanischen Staat bestätigte den Angriff, ohne die genaue Zahl der Todesopfer zu nennen.

Seit Jahren kommt es in Mali zu Konflikten mit ethnischem Hintergrund. Zudem verüben islamistische Milizen seit einigen Jahren Anschläge auf Militärstützpunkte.

Zahl der Toten in Südostafrika steigt

Gut eine Woche nach dem Wirbelsturm «Idai» ist die Zahl der Opfer im Südosten Afrikas weiter angestiegen. Mindestens 615 Menschen seien in Mosambik, Malawi und Simbabwe ums Leben gekommen, sagte ein Sprecher des UNO-Nothilfebüros in Genf.

Die UNO geht davon aus, dass in den drei Ländern mindestens 1,8 Millionen Menschen betroffen sind. 600'000 Menschen haben ihre Unterkunft verloren. Wegen des anhaltenden Regens sei erneut mit Überschwemmungen zu rechnen.

Dem Internationalen Roten Kreuz zufolge gab es inzwischen in der schwer betroffenen Hafenstadt Beira in Mosambik erste Fälle von Cholera.

Rom unterstützt Chinas «Seidenstrasse»

Xi Jingping und Giuseppe Conte.
KEY Xi Jingping und Giuseppe Conte.

Italien beteiligt sich am chinesischen Infrastruktur- und Handelsprojekt «Neue Seidenstrasse». Italien ist das erste Mitglied der sieben führenden Industriestaaten, das China eine entsprechende Zusage machte.

Der Beteiligungsvertrag wurde anlässlich des Besuchs des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Rom unterzeichnet. Mit dem Seidenstrassen-Projekt knüpft China an die historische Handelsroute an. Peking plant dabei neue Strassen- und Schienenverbindungen, um den Handel innerhalb Asiens sowie mit Europa und Afrika zu erleichtern.

Kritiker aus dem Westen befürchten, dass China damit seinen Einfluss auf die Weltwirtschaft ausweiten will.