Tödliche Schüsse an Schule

Ein Schütze hat an einer High School im kalifornischen Santa Clarita das Feuer eröffnet und mindestens eine Schülerin getötet. Zwei weitere Menschen schwebten laut örtlichem Krankenhaus noch in Lebensgefahr.

Der mutmassliche Täter sei gefasst worden und werde ebenfalls in einem Krankenhaus behandelt, teilte das Büro des Sheriffs in Santa Clarita mit. Weitere Einzelheiten zum Täter oder zu dessen Motiv waren zunächst nicht bekannt.

Erst im vergangenen August hatte ein Schütze in einem Einkaufszentrum in den USA zahlreiche Menschen getötet. Doch trotz wiederkehrender Vorfälle gibt es im Land erbitterten Widerstand gegen schärfere Waffengesetze.

China will wieder Geflügel aus den USA

Künftig will China wieder Geflügelfleisch aus den USA importieren. Ein Importverbot von 2015 wegen der Vogelgrippe werde aufgehoben, berichteten die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua und das Büro des US-Handelsbeauftragten.

Die USA und China verhandeln derzeit über eine Lösung für ihren Handelskonflikt. In China herrscht derzeit Mangel an Fleisch. Wegen der afrikanischen Schweinegrippe mussten dort mehr als eine Million Tiere getötet und das Fleisch vernichtet werden.

Die US-Fleischindustrie rechnet damit, dass China nun Geflügelfleisch aus den USA im Wert von rund einer Milliarde Dollar pro Jahr kaufen wird.

Notstand für Venedig ausgerufen

Die italienische Regierung hat wegen des Hochwassers den Notstand für die Stadt Venedig beschlossen.

Damit würden 20 Millionen Euro an Soforthilfen für die Lagunenstadt und deren Bevölkerung freigegeben, schrieb Regierungschef Giuseppe Conte auf dem Kurznachrichtendienst Twitter.

Venedig wurde in dieser Woche vom schwersten Hochwasser seit Jahrzehnten heimgesucht. Am Dienstagabend erreichte der Wasserpegel mit 1,87 Metern den höchsten Stand seit 1966. Weite Teile der Stadt stehen unter Wasser, die Schäden an der Bausubstanz sind laut Fachleuten noch nicht abzusehen.

Ermittlungen gegen Burma eingeleitet

Der Internationale Strafgerichtshof ICC hat wegen der Verfolgung und Vertreibung der muslimischen Minderheit der Rohingya Ermittlungen gegen Burma eingeleitet. Die Chefanklägerin des ICC erhielt dazu die Bewilligung.

Die vorliegenden Informationen böten Grund zur Annahme, dass gegen die Rohingya aufgrund ihrer Religion und ethnischen Zugehörigkeit systematisch Gewaltakte verübt worden seien. Das könne als Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingestuft werden, so die ICC-Richter.

Seit 2017 sind rund 700'000 Rohingya nach Bangladesch geflüchtet. In ihrer Heimat wurden sie systematisch verfolgt. Sie gelten nicht als burmesische Staatsangehörige.

Bessere Lebensbedingungen für Frauen

Die Lebensbedingungen von Frauen sollen weltweit verbessert werden. Das wollen die Teilnehmenden der UNO-Weltbevölkerungskonferenz in Nairobi/Kenia.

Zwar habe es in den vergangenen 25 Jahren Fortschritte gegeben, aber diese müssten beschleunigt werden, sagte der Kommunikationschef des UNO-Bevölkerungsfonds, Arthur Erken. 1994 starben demnach etwa 1600 Frauen pro Tag durch Komplikationen während der Schwangerschaft oder bei der Geburt, heute sind es noch 800.

Zudem hatten Frauen damals in den weniger entwickelten Staaten gemäss UNO im Durchschnitt sechs Kinder. Heute seien es weniger als vier.

Deutsche Bauern protestieren

Bauern aus ganz Norddeutschland haben in Hamburg mit 3500 Traktoren gegen neue Umweltvorschriften protestiert.

In einer Resolution fordert das Aktionsbündnis aus Bauern, Schäfern und Jägern die Politiker auf, nicht in erster Linie auf Verbote zu setzen, sondern auf Zusammenarbeit und Freiwilligkeit.

Besonders die Vorschriften zum Schutz des Grundwassers, zum Insektenschutz und zum Einsatz von Unkrautvernichtungsmitteln stossen auf Kritik. Die norddeutschen Bauern sehen sich in ihrer Existenz bedroht. Die Natur sei zwar ihre Grundlage, es dürfe aber nicht über ihre Köpfe hinweg entschieden werden.

Noch keine Zustimmung für Várhelyi

Der Ungare Olivér Várhelyi hat vom EU-Parlament vorerst kein grünes Licht bekommen für seine Berufung in die neue EU-Kommission. Der zuständige Ausschuss hat beschlossen, weitere schriftliche Fragen an den designierten EU-Erweiterungskommissar zu richten. Danach könnte eine weitere Anhörung folgen.

Sollte Varhelyi in dem Verfahren durchfallen, müsste Ungarn erneut einen neuen Kandidaten für die EU-Kommission vorschlagen. Schon die erste Nominierung aus Budapest war am Widerstand des Parlaments gescheitert.

Bedenken gegen Varhelyis Ernennung zum neuen EU-Erweiterungskommissar gibt es vor allem wegen seiner Nähe zu Ungarns Regierungschef Viktor Orban. 

Vier Tote durch Tränengasgranaten

Bei den Protesten in Irak sind erneut vier Demonstranten durch Tränengas- granaten getötet worden. Sicherheitskräfte hätten die Granaten abgefeuert, berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Ärztekreise. Seit Beginn der Proteste Anfang Oktober wurden laut UNO-Angaben etwa 20 Menschen durch Tränengasgranaten getötet.