14,6 Millionen chinesische Babys

Die chinesische Regierung wirbt für mehr Nachwuchs.
Keystone-SDA/Archiv Die chinesische Regierung wirbt für mehr Nachwuchs.

Die Geburtenrate in China ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 70 Jahren gesunken.

Auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner seien 10,48 Geburten gekommen, teilte das nationale Statistikamt mit. Demnach wurden 2019 14,6 Millionen Kinder geboren. Das waren 500'000 weniger als im Vorjahr.

Seit der Abschaffung der Ein-Kind-Politik wirbt die chinesische Regierung für mehr Nachwuchs. Doch viele Chinesinnen und Chinesen verzichten unter anderem wegen der hohen Ausbildungskosten auf ein zweites Kind. Mit der Ein-Kind-Politik wollte China das Bevölkerungswachstum kontrollieren. Sie galt von 1980 bis Ende 2015.

Maltas Polizeichef tritt zurück

Lawrence Cutajar.
Keystone-SDA/Archiv Lawrence Cutajar.

Der maltesische Polizeichef Lawrence Cutajar ist zurückgetreten. Cutajar wolle damit den Weg für eine umfassende Polizeireform freimachen, teilte der neue Regierungschef Maltas, Robert Abela, vor den Medien mit.

Nach dem Mord an der Journalistin Daphne Caruana Galizia mit einer Autobombe wurde auch Kritik am Polizeichef laut. Er habe Korruptionsvorwürfe gegen Regierungsmitglieder nicht untersuchen lassen. Cutajar war seit August 2016 im Amt.

Die Journalistin hatte über Korruption zwischen der Geschäftswelt und der maltesischen Regierung recherchiert.

WHO warnt

Die Entwicklung neuer wirksamer Antibiotika verläuft nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO bedrohlich langsam.

Investitionen würden zurückgehen, und ein Mangel an echten Innovationen würde die Bemühungen zur Bekämpfung multiresistenter Infektionen untergraben, teilte die WHO in Genf angesichts zwei neuer Berichte mit.

Derzeit werden 60 neue antibiotische Mittel an Menschen erprobt. Diese brächten aber gegenüber bestehenden Behandlungen wenig zusätzlichen Nutzen. Zudem würden nur wenige Mittel auf die wichtigsten resistenten Bakterien abzielen, so die WHO weiter.

Mehr illegale Grenzübertritte

Frontex ist für die Überwachung der EU-Aussengrenze zuständig.
Key Frontex ist für die Überwachung der EU-Aussengrenze zuständig.

Die Zahl unerlaubter Grenzübertritte in die EU über das östliche Mittelmeer ist 2019 um fast die Hälfte gestiegen. Auf dieser Route gab es letztes Jahr laut der EU-Grenzschutzbehörde Frontex 82'564 illegale Übertritte. Das ist eine Zunahme von 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies habe vor allem mit der instabilen Lage in Syrien und Afghanistan zu tun.

Auf griechischen Inseln leben derzeit nach offiziellen Angaben mindestens 42'000 Flüchtlinge und Migranten.

Über die ganze EU gesehen gab es jedoch so wenig illegale Übertritte wie seit 2013 nicht mehr. Das zeigen Zahlen, die letzte Woche veröffentlicht wurden.

Vergewaltiger nicht begnadigt

Mehr als sieben Jahre nach der tödlichen Gruppenvergewaltigung einer Studentin in einem Bus in Indien hat der indische Präsident Ram Nath Kovind ein Gnadengesuch eines Täters zurückgewiesen. Dies gab ein Sprecher des indischen Justizministeriums bekannt.

Sechs Männer hatten im Dezember 2012 die damals 23-jährige Studentin in einem Bus in Neu Delhi vergewaltigt. Die Frau Starb später an ihren schweren Verletzungen im Spital.

Vier Männer wurden wegen dieser Tat zum Tod verurteilt. Die Urteile sollen nächste Woche vollzogen werden. Nach der Tat gab es grosse Proteste und Forderungen nach mehr Sicherheit für Frauen in Indien.

Chamenei ruft zur Einheit auf

Chamenei ruft zur nationalen Einheit auf.
Keystone-SDA Chamenei ruft zur nationalen Einheit auf.

In Iran hat Revolutionsführer Ali Chamenei die Bevölkerung zur Einheit aufgerufen. Feinde des Irans versuchten, das Unglück mit dem ukrainischen Passagierflugzeug auszunutzen, sagte der Ayatollah vor Zehntausenden Menschen in Teheran.

In seiner ersten Freitagspredigt seit acht Jahren stellte sich der mächtigste Mann der islamischen Republik zudem ausdrücklich hinter die Revolutionsgarden, welche die Boeing 737 mit 176 Menschen an Bord irrtümlich abgeschossen hatten.

Die iranische Führung hatte den Abschuss tagelang abgestritten, was Proteste in der Bevölkerung auslöste.

Regierungschef tritt zurück

Ukraine: Alexej Gontscharuk tritt als Regierungschef zurück.
Reuters/Archiv Ukraine: Alexej Gontscharuk tritt als Regierungschef zurück.

Der ukrainische Regierungschef Alexej Gontscharuk hat nach kritischen Äusserungen über Präsident Wolodymyr Selenskyj seinen Rücktritt eingereicht. Zuvor war ein Video an die Öffentlichkeit gelangt, das zeigte, wie der 35-jährige Regierungschef über Selenskyj unter anderem sagte, er habe eine sehr «primitive Vorstellung» von Wirtschaft und «Nebel im Kopf».

Präsident Selenskyj habe das Recht auf ein loyales Team, schreibt der abtretende Regierungschef auf Facebook als Begründung für seinen Rücktritt.

Selenskyjs Büro teilte mit, dass das Rücktrittsschreiben geprüft werde. Der Präsident muss das Gesuch noch dem Parlament zur Abstimmung vorlegen.

Migranten als Kämpfer rekrutiert

Im Libyen-Krieg werden Migranten von beiden Konfliktparteien als Kämpfer rekrutiert, wie das UNO-Flüchtlingskommissariat UNHCR berichtet.

In den Internierungslagern würden die Migranten vor die Wahl gestellt, für unbestimmte Zeit im Lager zu bleiben oder an der Front zu kämpfen. Das würden Menschen erzählen, die in den Internierungslagern gewesen seien, sagte der Sonderbeauftragte des UNHCR. Um wie viele Menschen es sich dabei handle, könne er nicht sagen.

Das UNHCR ist als eine von wenigen internationalen Organisationen in Libyen präsent und erhält auch gelegentlich Zugang zu Internierungslagern.