USA und Saudi-Arabien zu Drohnenangriff

Nach den Drohnenangriffen auf saudi-arabische Öl-Anlagen wollen die USA und Saudi-Arabien international abgestimmt gegen Iran vorgehen.

US-Aussenminister Mike Pompeo und der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman hätten darin übereingestimmt, «dass das iranische Regime für sein anhaltend aggressives, rücksichtsloses und bedrohliches Verhalten verantwortlich gemacht werden muss», sagte Pompeo nach einem Treffen der beiden.

Zuvor hatte Pompeo angekündigt, sowohl die USA als auch Saudi-Arabien würden die Angriffe bei der Generaldebatte der UNO-Vollversammlung nächste Woche ansprechen. Iran hat am Mittwoch erneut die Verantwortung von sich gewiesen.

70 Migranten im Mittelmeer gerettet

Das Rettungsschiff Ocean Viking hat im Mittelmeer vor der libyschen Küste über 70 weitere Migranten aufgenommen. Sie sassen in einem winzigen, überfüllten Schlauchboot, wie SOS Méditerranée mitteilte.

Damit befänden sich nun insgesamt über 180 Gerettete an Bord des Rettungsschiffs. «Sie müssen schnellstmöglich an einem sicheren Ort an Land gehen können», schrieb die Organisation auf Twitter.

Am Dienstag hatte das Schiff 109 Bootsflüchtlinge gerettet. Die Ocean Viking wird von SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen betrieben.

UNO und IKRK zu Idlib und Tripolis

Die UNO und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz IKRK haben ein Ende der Luftangriffe auf die Städte Idlib in Syrien und Tripolis in Libyen gefordert.

Beide Städte durchlitten unermessliches Leid und Zerstörung, erklärten UNO-Generalsekretär Antonio Guterres und IKRK-Präsident Peter Maurer in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Sie forderten die Konfliktparteien in beiden Staaten auf, Explosionswaffen mit hoher Reichweite in besiedelten Gebieten nicht einzusetzen. Das verstosse gegen das humanitäre Völkerrecht. In den beiden Städten wurden in den letzten Monaten hunderte Menschen getötet, Hunderttausende wurden vertrieben.

Mehr Geld für Forschung und Erasmus

Die Forschung und Studierende erhalten in Europa mehr Geld. Das EU-Parlament hat einer Aufstockung der Programme «Horizon» und «Erasmus» um insgesamt 100 Millionen Euro zugestimmt.

614 Abgeordnete stimmten dafür, 69 sprachen sich dagegen aus. Insgesamt gibt die EU damit im laufenden Jahr rund 9,5 Milliarden Euro für Forschung und Studienaustausch aus.

Mit «Horizon» werden europäische Forschungsprojekte finanziert. «Erasmus» ermöglicht unter anderem den Austausch von Studierenden in Europa, im Rahmen von Auslandsemestern. Die Schweiz ist an beide Abkommen angeschlossen.

Auszählung dauert länger als üblich

Die offizielle Mitteilung des Wahlresultats durch den israelischen Wahlausschuss dauert wegen besonderer Sorgfalt bei der Auszählung länger als üblich.

Danach kam Blau-Weiss nach der Auszählung von 63,1 Prozent der Stimmen auf 25,7, der Likud auf 25 Prozent. Der Wahlausschuss teilt die Ergebnisse stets in Prozent mit, während die Medien die Ergebnisse direkt in Mandate umrechnen.

Ein Teil der Stimmen, unter anderen die der Soldaten, wird erst am Donnerstag ausgezählt. Ein endgültiges Ergebnis soll aber erst in der kommenden Woche vorliegen.

Patt nach Parlamentswahl in Israel

Nach der Parlamentswahl in Israel führt das oppositionelle Mitte-Bündnis Blau-Weiss knapp vor der Likud-Partei des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu.

Weder das rechts-religiöse noch das Links-Mitte-Lager haben jedoch eine Mehrheit zur Regierungsbildung. Nach Auszählung von rund 90% der Stimmen kommt Blau-Weiss von Ex-Militärchef Benny Gantz auf 32 Mandate, der Likud auf 31. Darum hatten sich Gantz sowie Netanjahus Rivale Avigdor Lieberman, der bei der Wahl als Königsmacher gilt, noch in der Wahlnacht für die Bildung einer grossen Koalition ausgesprochen.

Diese würde aus Likud, Blau-Weiss und Liebermans Israel Beitenu bestehen.

Kritik für russische Justiz nach Demos

Zahlreiche Kulturschaffende, mehrere Medien und Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche kritisieren die russische Justiz. Sie werfen ihr politische Urteile im Zusammenhang mit den Bürgerprotesten letzten Monat vor.

Damals waren Tausende auf die Strassen gegangen, um gegen den Ausschluss von Oppositionspolitikern von den Gemeindewahlen in Russland zu demonstrieren.

Inzwischen haben russische Gerichte mehrere Teilnehmer der damaligen Demonstrationen zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Gerichte seien nicht dazu da, Andersdenkende zu unterdrücken, heisst es nun in einer Mitteilung, die von orthodoxen Priestern unterzeichnet ist.

Kongo-Kinshasa: Rebellenchef erschossen

Das Militär hat in Kongo-Kinshasa einen vom internationalen Strafgerichtshof gesuchten Hutu-Rebellen-Kommandanten getötet. Sylvestre Mudacumura sei bei einem nächtlichen Einsatz im Norden des Landes erschossen worden, heisst es in einer Erklärung der Armee.

Mudacumura wird für Kriegsverbrechen am kongolesischen Volk verantwortlich gemacht, darunter Vergewaltigungen, Verstümmelungen, Folter und Plünderungen. Menschenrechtsaktivisten machen die von ihm geführte Gruppe für mehr als 700 getötete Zivilisten verantwortlich.

Die Rebellengruppe kämpft sowohl gegen die Armee Kongo-Kinshasas als auch gegen jene des Nachbarlands Ruanda.