Schweiz kritisiert US-Nahost-Politik

Der Kurswechsel der USA gegenüber der israelischen Siedlungspolitik hat internationale Kritik ausgelöst, auch aus der Schweiz.

Das Eidgenössische Aussendepartement EDA teilte mit, die israelischen Siedlungen in den besetzten Gebieten verstiessen gegen das internationale Recht, insbesondere gegen die Genfer Konventionen. Sie stellten auch ein beträchtliches Hindernis für einen Frieden und eine Zwei-Staaten-Lösung dar.

Die Schweiz fordere die israelischen Behörden regelmässig auf, ihre Siedlungstätigkeiten als Besatzungsmacht einzustellen, hiess es.

Ueli Maurer trifft Wladimir Putin

Bundespräsident Ueli Maurer reist nach Russland und wird am Donnerstag den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen. Geplant sind Gespräche über die Lage in der Ostukraine, in Syrien und im Südkaukasus, wie Maurers Finanzdepartement mitteilt.

Diskutiert werden soll mit Putin auch das friedenspolitische Engagement der Schweiz. Die Schweiz übt seit 2009 ein Schutzmandat für Russland in Georgien und für Georgien in Russland aus. Zur Sprache kommen soll in Moskau auch die Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen.

Von Moskau aus wird Maurer weiter in den Kaukasus reisen.

Jährlich 184 Tote beim Sport

Jedes Jahr sterben in der Schweiz im Schnitt 184 Menschen beim Sport. Jedes dritte Opfer ist ein ausländischer Tourist, wie eine Erhebung der Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU zeigt. Sie hat alle bekannten Sportunfälle von 2000 bis 2018 analysiert.

Die meisten Menschen kamen in den Bergen ums Leben. Beim Wandern, Bergsteigen und Skifahren starben im Schnitt 120 Menschen pro Jahr.

Die absolute Zahl der Toten sagt laut BFU jedoch nichts über die Gefährlichkeit einer Sportart aus. Dazu müsste man berücksichtigen, wie viele Menschen dieser nachgehen würden. Bei vielen Sportarten seien dazu jedoch keine genauen Zahlen bekannt.

Haushalte nehmen pro Monat 7000 Fr. ein

Die Schweizer Haushalte haben im Jahr 2017 im Durchschnitt ein Einkommen von knapp 7000 Franken pro Monat erzielt. Das zeigen die jüngsten Zahlen des Bundesamts für Statistik.

Knapp ein Drittel des Einkommens mussten die Haushalte gleich wieder für obligatorische Ausgaben wie Steuern, AHV-Beiträge und Krankenkassenprämien abgeben.

Über die Hälfte des Bruttoeinkommens investierten die Haushalte in den Konsum. Dazu gehören etwa Kosten für Wohnen und Energie sowie Freizeitbeschäftigungen. Für Lebensmittel gaben die Haushalte 2017 im Schnitt 636 Franken pro Monat aus.

Im Jahr 2018 mehr Güter transportiert

Der Anteil des Schienenverkehrs betrug 37 Prozent.
Keystone-SDA/Archiv Der Anteil des Schienenverkehrs betrug 37 Prozent.

Auch letztes Jahr sind auf Schweizer Strassen und Schienen mehr Güter transportiert worden. Das Plus betrug im Vergleich zum Vorjahr rund 2 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik mitteilt.

Besonders der Transport von Gütern innerhalb der Schweiz legte zu. Das führt der Bund auf die gute wirtschaftliche Lage zurück. Das grösste Wachstum gab es bei schweren Lastwagen auf der Strasse, und zwar solchen, die nur innerhalb der Schweiz verkehren.

Alles in allem blieb der Anteil der Güter, die mit der Bahn transportiert wurden, letztes Jahr unverändert: Der Anteil des Schienenverkehrs betrug 37 Prozent.

Anstieg der Gesundheitskosten erwartet

Die Gesundheitskosten in der Schweiz steigen weiter. Im nächsten Jahr werden sie voraussichtlich um 3,3 Prozent wachsen, im Jahr darauf sogar um 3,6 Prozent. Das zeigt eine Prognose der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich.

In den kommenden Jahren werde vor allem der ambulante Bereich teurer, schreiben die Forscher. Dort würden die Kosten stärker steigen als bei den Spitalaufenthalten.

Jede Person in der Schweiz verursacht nächstes Jahr im Schnitt rund 10'500 Franken Gesundheitskosten, wie die Prognose weiter voraussagt.

Bürgerliche Allianz stärker

Im ersten Wahlgang der Aargauer Ständeratswahlen haben die Lager SVP/FDP und SP/Grüne gemäss einer Nachbefragung jeweils ihre Kandidierenden unterstützt. Weil die Allianz SVP/FDP stärker war, lag das Duo Thierry Burkart/FDP und Hansjörg Knecht/SVP vorne.

Das geht aus der am Dienstag veröffentlichten Nachbefragung des Zentrums für Demokratie im Auftrag des Kantons hervor. Befragt wurden 2132 repräsentativ ausgewählte Personen.

Am Sonntag findet die Stichwahl für die beiden freien Sitze im Ständerat statt. In der Favoritenrolle sind Burkart und Knecht. Die in den Nationalrat gewählte Marianne Binder-Keller/CVP und Ruth Müri/Grüne fordern sie heraus.

Schaffhausen senkt Steuern

Das Schaffhauser Kantonsparlament will die Steuern im kommenden Jahr um fünf Prozentpunkte senken. Gleichzeitig erhalten die Kantonsangestellten knapp drei Prozent mehr Lohn.

Die Steuersenkung fällt somit höher aus, als von der Kantonsregierung ursprünglich beantragt worden ist. Im Budget ergibt sich dadurch ein Minus von zwei Millionen Franken.

Die Lohnerhöhung der Kantonsangestellten wurde von den meisten Fraktionen unterstützt. In der Debatte wurde argumentiert, der Kanton Schaffhausen sei unter anderem für Lehrpersonen wie auch Polizeibeamte zu wenig attraktiv.