Pro Helvetia stärkt Dialog mit Ausland

Die Kulturförderstelle des Bundes, Pro Helvetia, baut den kulturellen Dialog mit dem Ausland aus. So werde 2021 eine Aussenstelle in Südamerika eröffnet mit Sitz in Chile und weiteren lokalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Argentinien, Brasilien und Kolumbien.

Diese sollen mit ihren lokalen Beziehungen Schweizer Künstlerinnen und Künstlern helfen, Partnerschaften in Südamerika zu finden.

Pro Helvetia verwendet rund zwei Drittel des Budgets für die Förderung von Schweizer Kunst und Kultur im Ausland. Sie betreibt unter anderem Aussenstellen in Kairo, Johannesburg, Moskau, Neu Delhi, Shanghai und Paris.

Phil Collins pfeift Trump zurück

Die britische Musiklegende Phil Collins will US-Präsident Donald Trump untersagen, seinen Hit-Song "In The Air Tonight" im Wahlkampf einzusetzen. Das teilte das Management von Collins mit.

Collins sei einer von vielen Künstlern, die sich dagegen wehrten, dass Trump zu seinem politischen Vorteil ihre Musik benutze, hiess es in der Mitteilung. Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Übertragung sei es zudem "höchst unsensibel", dieses Lied zu verwenden.

Trump hält seine Kundgebungen häufig vor Versammlungen ab, bei denen viele Menschen keine Masken zum Schutz vor einer Virusansteckung tragen.

Berner Museen kritisieren Schliessung

Die Museen im Kanton Bern üben scharfe Kritik am Regierungsrat: Die Schliessung der über 130 Museen im Kanton sei eine «unverhältnismässige Massnahme».

Die Museen hätten seit der Wiedereröffnung im Mai bewiesen, dass sie über funktionierende Schutzkonzepte verfügten. Ansteckungen im Museumsbereich seien keine bekannt, heisst es in einem gemeinsamen Communiqué des kantonalen und des Stadtberner Museumvereins, welche die Interessen der gut 130 Institutionen vertreten.

Museumsbesuche verursachten zudem keine Massenansammlungen. Ausserdem gebe es in allen Schutzkonzepten eine Begrenzung der Besucherzahl.

Dirigent Muti appelliert an Regierung

Der Dirigent Riccardo Muti hat an die italienische Regierung appelliert, ihre Entscheidung zur Schliessung von Theatern, Kinos und Konzerthallen wegen der Corona-Pandemie zu überdenken.

In einem am Montag in der Zeitung «Corriere della Sera» veröffentlichten Brief an Regierungschef Giuseppe Conte schrieb der 79-jährige Italiener, die Gesellschaft brauche «geistige Nahrung» von Musik und Theater, sonst werde sie «hässlich».

Muti betonte, dass Musik- und Theateraufführungen nicht «überflüssig» seien, wie es Regierungsmitglieder gesagt hätten. Eine solche Behauptung bedeute «Ignoranz, Mangel an Kultur und mangelnde Sensibilität».

Migros unterstützt Sängerinnen

Das Migros-Kulturprozent unterstützt sieben junge Sängerinnen und Sänger mit insgesamt 100'800 Franken.

Die Schweizer Nachwuchstalente wurden im Rahmen des Gesangswettbewerbs 2020 ausgewählt. Die einzelnen Studienpreise sind demnach mit 14'400 Franken dotiert.

Zum ersten Mal ausgezeichnet wurden der Bariton Christoph Engel, der Bariton Sascha Litschi, die Sopranstin Ekaterina Ostroumova, die Sopranistin Daria Rybak, sowie die Sopranistin Chelsea Marylin Zurflüh. Die Auszeichnung bereits zum zweiten Mal erhalten die Mezzosopranistin Céline Akçag und der Bariton Joël Terrin.

Violinist Garrett 2022 in Zürich

Der Violinist David Garrett blickt optimistisch ins Jahr 2022. Er plant eine Tournee durch grosse Hallen und Stadien mit tausenden von Zuschauern.

«Irgendwann wird der Tag kommen, an dem wir uns wiedersehen können», sagte der 40-Jährige anlässlich der Bekanntgabe seiner «Alive»-Tour. Nach dem Start am 6. Januar 2022 in Schwerin sind neun weitere Konzerte mit einer Mischung aus Klassik und Pop geplant. Unter anderem wird der Stargeiger in Köln, Stuttgart, München, Leipzig, Hamburg und Zürich auftreten.

Der Vorverkauf soll am 28. Oktober starten.

Scarlett Johansson als «Monster»

US-Schauspielerin Scarlett Johansson wird im Science-Fiction-Drama «Bride» die Hauptrolle spielen und zugleich als Produzentin mitwirken.

Der chilenische Oscar-Preisträger Sebastián Lelio soll den Film für den Streamingdienst Apple TV+ inszenieren, wie die Branchenblätter «Variety» und «Hollywood Reporter» berichteten.

«Bride» ist die Geschichte einer Kreatur, die von einem besessenen Unternehmer als ideale Ehefrau geschaffen wurde. Sie flüchtet aber vor ihrem Schöpfer und muss sich dann in einer Welt durchschlagen, in der sie als Monster angesehen wird. Vorlage ist der Horror-Klassiker «Bride of Frankenstein».

Erneut Kunst in Berlin beschädigt

Auf der Berliner Museumsinsel ist es erneut zu einem Fall von Vandalismus gekommen. Dabei wurde eine grosse Granitschale im Lustgarten vor dem Alten Museum beschmiert, wie die Stiftung Preussischer Kulturbesitz mitteilte.

Die Kultur werde angegriffen, sagte Stiftungspräsident Hartmut Parzinger der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Die markante und weltberühmte Granitschale vor dem Alten Museum ist auf fürchterliche Weise beschmiert worden.»

Erst am Mittwoch war bekannt geworden, dass Unbekannte am 3. Oktober in drei Museen mehr als 60 Objekte mit einer Flüssigkeit beschädigt hatten. Betroffen waren das Neue Museum, das Pergamonmuseum und die Alte Nationalgalerie.