Tänzerin Alicia Alonso gestorben

Die kubanische Tänzerin Alicia Alonso ist im Alter von 98 Jahren gestorben. Das berichtete die Parteizeitung  «Granma» unter Berufung auf das Nationalballett, das Alonso geleitet hatte.

Nach Studien in ihrer Geburtsstadt   Havanna und an der School of American Ballet in New York hatte Alonsos Profikarriere 1939 in George Balanchines Ensemble «Caravan» begonnen. Ein Jahr später wechselte sie zum American   Ballet Theatre. Nach dem Sieg der Revolution auf Kuba wurde Alonsos Kompanie in Ballet Nacional de Cuba umbenannt. Sie tanzte auch in Paris und Moskau.

2015 widmete sich der Schweizer Dokumentarfilm Horizontes von Eileen Hofer dem Leben von Alicia Alonso.

In ihrer Heimat wurde Alicia Alonso tief verehrt.
Keystone-SDA/Archiv In ihrer Heimat wurde Alicia Alonso tief verehrt.

Alpines Handwerk in Berner Museum

In einer neuen Ausstellung geht das  Alpine Museum der Schweiz in Bern der Frage nach, wie es sich heute in peripheren Regionen in den Alpen vom Handwerk leben lässt.

Handwerkerinnen und Handwerker aus dem Alpenraum beantworten diese Frage laut Museum gleich selbst: Mehrere von ihnen arbeiten während der Ausstellungsdauer in den Museumsräumen und präsentieren ihre Handwerkskunst.

Präsent sein werden etwa eine Bündner Schindelmacherin und ein Waadtländer Skibauer. Vertreten sind auch das Schreinern, der Geigenbau, das Schustern, das Käsen und das Weben. Die  Ausstellung dauert bis zum 27. September 2020.

Museum erklärt Voodoo-Geschichte

Wächterfiguren der Bizango-Geheimgesellschaft
Keystone-SDA Wächterfiguren der Bizango-Geheimgesellschaft

Eine neue Ausstellung zur Voodoo-Religion in Deutschland soll zeigen: Voodoo ist mehr als Nadelpuppen und böser Zauber.

Das Roemer- und Pelizaeus-Museum in Hildesheim stellt rund 1'200 Objekte über Voodoo aus Afrika und Amerika aus. Voodoo sei eine sehr friedfertige Religion, sagte die Museumsleiterin. Ausserdem sei Voodoo stark mit dem Christentum verbunden. Gezeigt werden Objekte unter anderem aus Nigeria, Ghana, Brasilien und Louisiana in den USA.

Einige der Altäre seien geweiht und aktiv, darum könnten auch Gläubige das Museum besuchen, so die Leiterin. Die Ausstellung startet am 19. Oktober.

Pariser Kunstmesse eröffnet

Die Pariser Kunstmesse FIAC hat am Donnerstag mit rund 200 Galeristen ihre Türen geöffnet. Die  Branchenmesse findet im Grand Palais statt und zeigt Stars der zeitgenössischen Kunstszene wie Anish Kapoor, Damien Hirst, Georg Baselitz, Thomas Schütte, Pierre Soulages und Yayoi Kusama.

Unter den Ausstellern befinden sich die wichtigsten Namen der Branche wie Gagosian, Thaddaeus Ropac, Hauser & Wirth und David Zwirner.

Die FIAC gehört neben der Art Basel und der Frieze in London zu den wichtigsten Messen der Branche. Skulpturen und monumentale Installationen werden im Petit Palais gegenüber dem Grand Palais präsentiert.

Poetry-Slam-Meisterschaft in Berlin

Vorhang auf! Die deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam kommen nach Berlin.
Marvin Ruppert Vorhang auf! Die deutschsprachigen Meisterschaften im Poetry Slam kommen nach Berlin.

Deutschsprachige Poetry Slammer wollen ab Samstag wieder ihre Meister der literarischen Bühnenwettbewerbe ermitteln. Dazu werden in Berlin 110 Poetinnen und Poeten aus Deutschland, Österreich, Südtirol und der Schweiz erwartet. 

Bis zum 26. Oktober sind 14 sogenannte Battles mit eigenen Texten vorgesehen. Für die Eröffnungsgala sind Poetry Slammer eingeladen, darunter auch der noch amtierende Titelträger Jean-Philippe Kindler aus Bochum. 

An acht verschiedenen Orten für die Slams erwarten die Veranstalter nach eigenen Angaben bis zu 13'000 Besucher.

Da-Vinci-Werk darf doch nach Paris

Auch auf der italienischen Euro-Münze ist der vitruvianische Mensch zu sehen.
Keystone-SDA/Archiv Auch auf der italienischen Euro-Münze ist der vitruvianische Mensch zu sehen.

Italien kann eines der Hauptwerke von Leonardo da Vinci für eine Ausstellung im Pariser Louvre auszuleihen. Ein Gericht in Venedig hat die Ausfuhrsperre für das Werk «Der vitruvianische Mensch» aufgehoben. Die Ausfuhrsperre hatte es vergangene Woche provisorisch erlassen.

Eine Kulturvereinigung hatte sich gegen die Ausleihung gewandt, weil eines der wichtigsten Renaissance-Werke das Land nicht verlassen dürfe.

Der vitruvianische Mensch stellt einen Mann mit ausgestreckten Armen und Beinen dar, in zwei überlagerten Positionen. Das Motiv ziert unter anderem die italienische Ein-Euro-Münze.

Roman «Tyll» wird für Netflix verfilmt

Der Roman von Kehlmann wird in über 20 Ländern verkauft.
Keystone-SDA Der Roman von Kehlmann wird in über 20 Ländern verkauft.

Der Bestsellerroman «Tyll» von Daniel Kehlmann wird als Serie vom Streamingportal Netflix verfilmt. Dies teilte der Streamingdienst auf der Frankfurter Buchmesse mit.

In «Tyll» von 2017 versetzte Kehlmann die Figur des Till Eulenspiegel in den Dreissigjährigen Krieg. Produziert wird die Serie von Baran Bo Odar und Jantje Friese, die schon die Netflix-Serie «Dark» entwickelt haben.

Neflix hat sich zudem die Rechte an «Folk med ångest» des schwedischen Schriftstellers Fredrik Backman sowie «Die vierzig Geheimnisse der Liebe» der türkischen Schriftstellerin Elif Shafak gesichert.

El-Greco-Werke in Paris ausgestellt

El Greco gehört zu den bedeutendsten Malern der Kunstgeschichte. Im Grand Palais in Paris sind nun über 70 Werke von ihm ausgestellt. Darunter Meisterwerke aus aller Welt sowie bedeutende Leihgaben von Privatsammlern.

Die Ausstellung illustriert die künstlerische Entwicklung des Malers, der im Jahr 1541 auf Kreta geboren wurde und 1614 im spanischen Toledo starb.

El Greco sei ein Erfinder von Formen und Farben gewesen, sagt der Kurator Guillame Kientz. Er habe zahlreiche Künstler der klassischen Moderne inspiriert, darunter Francis Bacon und Pablo Picasso. Die Ausstellung in Paris ist bis am 10. Februar geöffnet. Danach wird sie ab März in Chicago gezeigt.

Mehr als 70 Werke werden bis zum 10. Februar präsentiert.
Keystone-SDA Mehr als 70 Werke werden bis zum 10. Februar präsentiert.