Peter Handke verteidigt sich

Vor der Übergabe des Literatur-Nobelpreises hat sich Schriftsteller Peter Handke in Stockholm zu Kritik an seiner Person geäussert.

Der Österreicher hatte sich im Zusammenhang mit den Balkan-Kriegen lautstark auf die Seite Serbiens gestellt. Kritiker sagen, er habe Kriegsverbrechen bagatellisiert oder geleugnet.

Vor Journalisten sagte Handke nun, er habe niemals eine Meinung gehabt. Er möge Literatur, nicht Meinungen. Er glaube jedoch nicht, dass ein Dialog mit Kritikern möglich sei. Zur Nobelpreisvergabe am Dienstag in Stockholm sind Proteste gegen Handke angekündigt worden.

Coninx-Werke werden in Chur ausgestellt

Das Bündner Kunstmuseum zeigt Werke der Werner Coninx Stiftung. Der 1980 verstorbene Coninx entstammte der gleichnamigen Zürcher Verlegerfamilie. Er war Kunstmaler und -sammler.

Die Stiftung übergab letztes Jahr dem Kunstmuseum in Chur grosse Teile der Grafiksammlung mit fast 1000 Werken als Dauerleihgabe. Dem Bündner Kunstmuseums zufolge handelt es sich um eine der bisher wichtigsten Erweiterungen der hauseigenen Sammlung.

Auch andere Museen in der Schweiz erhielten Dauerleihgaben aus der Coninx-Sammlung, darunter das Aargauer Kunsthaus, das Kunstmuseum Winterthur, das Musée Jenisch in Vevey und das Kunsthaus Zürich.

Ob- und Nidwalden vergeben Förderpreis

Die in Sarnen/OW lebende Sitara Abuzar Ghaznawi wird von den Kantonen Ob- und Nidwalden mit dem Werkbeitrag 2019 ausgezeichnet. Die 24-Jährige erhält den mit 10'000 Franken dotierten Förderpreis für ihr Projekt «Von der Fläche zum Raum».

Abuzar Ghaznawi ist im Mittelland aufgewachsen und lebt seit 2014 in Sarnen, wie Obwalden am Freitag mitteilte. Ihre Werke wurden nicht nur in Schweizer Städten wie Basel, Zürich oder Lausanne gezeigt, sondern auch in Metropolen wie Wien, Paris oder Mexiko-Stadt.

Ihr aktuellstes Werk ist gegenwärtig in der Gruppenausstellung «A Home is not a House» in der Kunsthalle Freiburg zu sehen.

Bilder aus der Nacht in Winterthur

Mit der Ausstellung «Because the Night» richtet das Fotomuseum Winterthur vom Samstag bis am 16. Februar den Blick auf nächtliche Motive. Fünf Fotoprojekte erzählen vom Leben im Schutz der Dunkelheit.

Wenn der Grossteil der Menschen schläft, erwacht die Nacht für andere zum Leben. Sei dies in Kiew, London oder Paris. Dieses Leben, geschützt durch die Dunkelheit der Nacht, bleibt für viele Menschen aber unsichtbar. Fotografinnen und Fotografen haben sich aufgemacht, diese Welt zu erforschen.

Das Fotomuseum zeigt Werke von Bieke Depoorter, Georg Gatsas, Thembinkosi Hlatshwayo, Tobias Zielony sowie Bárbara Wagner und Benjamin de Burca.

LSO mit Rekord-Zuhörerzahlen

Dem Luzerner Sinfonieorchester LSO haben in der vergangenen Saison so viele Menschen zugehört wie noch nie. Die Schweizer Konzerte seien von 67'814 Zuhörerinnen und Zuhörern besucht worden, teilte das Orchester mit. Das sei ein Plus von 5,1 Prozent.

Die Zahl der Billette im Einzelverkauf ging etwas zurück. Hingegen verkaufte das LSO mehr Abonnemente. Die Auslastung der Sinfoniekonzerte im KKL Luzern sank in der Saison 2018/2019 von 88,6 Prozent auf 86,8 Prozent.

Das LSO weist einen Gewinn von 37'430 Franken aus. Es wird jährlich mit rund drei Millionen Franken von der öffentlichen Hand unterstützt.

300 Bushido-Videos bei Youtube gesperrt

Über 300 Videos des Rappers Bushido sind in Deutschland nicht mehr via Youtube abrufbar. Betroffen sind Aufnahmen vom Album «Sonny Black». 

Die Sperrung erfolgte auf Druck der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein. Weil das Album als jugendgefährdend indiziert sei, dürfe es weder an Kinder und Jugendliche verkauft werden, noch für sie im Internet frei zugänglich sein, teilte die Medienanstalt mit. 

Die Beiträge seien für Nutzer in Deutschland nun nicht mehr aufzurufen.  Die Medienanstalt verwies darauf, dass das Album von Bushido unter anderem Frauen und Homosexuelle herabwürdige und Gewalt verherrliche.

Grosse Resonanz für Zwingli-Aktion

In der Stadt Zürich sind Passanten dem Reformator Huldrych Zwingli in den vergangenen Monaten auf Schritt und Tritt begegnet. Insgesamt 15 Figuren wurden in der ganzen Stadt aufgestellt.

In den Quartieren traf man Zwingli etwa als Moslem, als Bischof oder «schräger Vogel». Die Figuren sollten nicht nur optisch auffallen, sondern auch zur Diskussion anregen: Sie konfrontierten die Zürcherinnen und Zürcher mit aktuellen Problemen: Klimaschutz, Wohnungsnot oder Integration.

Zum Abschluss der Aktion «Zwingli-Stadt 2019» wird am Freitag ein Teil der Figuren versteigert. Die organisierenden Kirchgemeinden der Stadt sind mit der Resonanz ihrer Aktion zufrieden.

Statue des Heiligen Mauritius enthüllt

Der Kopf der Statue des heiligen Mauritius, respektive deren Kopie.
Keystone-SDA Der Kopf der Statue des heiligen Mauritius, respektive deren Kopie.

Die mittelalterliche Statue des Heiligen Mauritius im Magdeburger Dom gilt als älteste Skulptur eines Afrikaners in Europa nördlich der Alpen. Nun wurde das schwer mitgenommene Kunstwerk aus dem 13. Jahrhundert originalgetreu kopiert und ergänzt, wie es vermutlich einmal ausgesehen hat. Seit Donnerstag ist die Plastik im örtlichen Dommuseum zu sehen.

Das jetzt kopierte Original hat keine Beine mehr und verfügt nur noch über Reste der ursprünglichen Farben.

Der Heilige Mauritius lebte im dritten Jahrhundert. Er weigerte sich, mit seiner Legion gegen eine andere christliche Armee zu kämpfen und wurde daraufhin hingerichtet.