Tanaka-Retrospektive in Locarno

Dem Filmschaffen in Japan wandte sich Locarno bereits in früheren Jahren zu.
Keystone-SDA/Archiv Dem Filmschaffen in Japan wandte sich Locarno bereits in früheren Jahren zu.

Das Filmfestival von Locarno ehrt in diesem Jahr erstmals eine weibliche Filmkünstlerin mit einer Retrospektive: die japanische Regisseurin und Schauspielerin Kinuyo Tanaka (1909–1977).

Tanaka sei eine Diva, deren Wirkungszeit mehr als 50 Jahre umspanne, teilte das Filmfestival mit. Sie habe mit Grossmeistern des Goldenen Zeitalters im japanischen Kino zusammengearbeitet und selbst einen neuen Blick einer weiblichen Cineastin eingebracht.

Es ist das erste Mal in der 73-jährigen Geschichte des Festivals in Locarno, dass dieses die Arbeit einer Regisseurin in seiner Retrospektive zeigt. Das Locarno Film Festival findet vom 5. bis am 15. August 2020 statt.

Besucherrekord im Kunstmuseum

Insgesamt wurden 100 Turner-Bilder gezeigt.
Keystone-SDA/Archiv Insgesamt wurden 100 Turner-Bilder gezeigt.

Im vergangenen Jahr haben mehr als 100'000 Personen das Kunstmuseum in  Luzern besucht.

Diesen Erfolg habe die Ausstellung «Turner. Das Meer und die Alpen» ermöglicht, teilte das Museum mit. Mit ihr wurde der 200. Geburtstag der Kunstgesellschaft Luzern, der Trägerin des  Museums, gefeiert. William Turner hatte sechsmal die Schweiz bereist, um Fels, Eis, Wind und Wetter zu studieren.

Insgesamt haben gemäss Mitteilung 71'496 Personen die Turner-Ausstellung besucht, die von Juli bis Oktober   dauerte. Der Besucherrekord sei ein schönes Geschenk und runde das Jubiläumsjahr erfolgreich ab.

Neue Datenbank für Provenienzforschung

Mit einer neuen Datenbank will das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste die Provenienzforschung erleichtern. Die Proveana genannte Sammlung wurde am Donnerstag online gestellt, wie das Zentrum in Magdeburg mitteilte.

Zunächst seien Ergebnisse der bisherigen Forschungsprojekte sowie Daten zur Provenienzrecherche im Fall Gurlitt recherchierbar.

Proveana wird von einem Redaktionsteam ständig mit neuen Informationen gefüllt und aktualisiert. Das neue Angebot versammelt Forschungsergebnisse über NS-Raubgut, Kriegsverluste, Kulturgutentziehungen in der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR sowie Kultur- und Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten.

Alte und neue Kunst im Kunsthaus

Das Aargauer Kunsthaus in Aarau.
Keystone-SDA/Archiv Das Aargauer Kunsthaus in Aarau.

Das Aargauer Kunsthaus in Aarau stellt ab Samstag in drei neuen Ausstellungen alte und neue Kunst einander gegenüber. Dabei werden auf der einen Seite Werke der jungen Denise Bertschi und Dominic Michel gezeigt.

Auf der anderen Seite öffnet das Kunsthaus den Blick auf Gemälde und andere Kunstobjekte aus einer grossen Sammlung. Die Gemälde, Druckgrafiken und Zeichnungen stammen aus der Sammlung des Kunstsammlers Werner Coninx und wurden, was die Gemälde betrifft, dem Kunsthaus 2016 als Dauerleihgabe übertragen.

Die Sammlung Werner Coninx gilt als eine der umfangreichsten privaten Kunstsammlungen der Schweiz.

Opernfestival von Avenches ist pleite

Opernfestival von Avenches: «La Traviata» im Jahr 2008.
Keystone-SDA/Archiv Opernfestival von Avenches: «La Traviata» im Jahr 2008.

Das Opernfestival im römischen Amphitheater von Avenches/VD wird nicht mehr stattfinden. Das Bezirksgericht der Broye und Nordwaadt hat Mitte Januar den Konkurs über die Stiftung Avenches Opéra verhängt.

Am Mittwoch wurde der Entscheid im Schweizerischen Handelsamtsblatt veröffentlicht. Die Veranstalter hatten über Jahre rote Zahlen geschrieben. Im Sommer 2019 klaffte ein Finanzloch von 200'000 Franken in der Abrechnung der 24. Ausgabe.

In der Folge wurde das diesjährige Opernfestival abgesagt. Es hatte seit 1995 jeden Sommer Zehntausende Zuschauer ins Amphitheater gelockt.

Bratschistin Zimmermann ausgezeichnet

Die Bratschistin Tabea Zimmermann erhält den Ernst von Siemens Musikpreis.
Marco Borggreve Die Bratschistin Tabea Zimmermann erhält den Ernst von Siemens Musikpreis.

Die deutsche Bratschistin Tabea Zimmermann erhält den «Ernst von Siemens Musikpreis». Der Preis ist mit 250'000 Euro dotiert und zählt zu den wichtigsten Musikpreisen der Welt.

Tabea Zimmermann stammt aus Lahr im Schwarzwald. Mit drei Jahren fing sie an, Bratsche zu spielen. Studiert hat Zimmermann in Freiburg/D und Salzburg.

Heute tritt sie häufig mit Kammermusik-Ensembles auf, spielte aber auch mit grossen Orchestern wie etwa den Berliner Philharmonikern. Der Preis soll der 53-jährigen Musikerin am 11. Mai im Münchner verliehen werden, wie die Ernst von Siemens Musikstiftung mitteilte.

55. Solothurner Filmtage eröffnet

Bundesrat Alain Berset spricht bei der Eröffnung der 55. Solothurner Filmtage.
Keystone-SDA Bundesrat Alain Berset spricht bei der Eröffnung der 55. Solothurner Filmtage.

Die 55. Solothurner Filmtage sind eröffnet worden. Bis am 29. Januar werden insgesamt 178 Werke gezeigt.

Bundesrat Alain Berset bezeichnete in seiner Eröffnungsrede das Festival als Ort, an dem immer besonders genau angeschaut worden sei, was unter den Teppich gekehrt zu werden drohe.

Eröffnet wurden die Filmtage mit dem Film «Moskau einfach», der an den Fichenskandal vor 30 Jahren erinnert. Auch heute verstöre diese Geschichte noch, sagte Berset und erwähnte die heute noch viel zahlreicheren Möglichkeiten der Überwachung.

Monty-Python-Mitglied Jones gestorben

Monty-Python-Mitglied Terry Jones ist tot.
Keystone-SDA/Archiv Monty-Python-Mitglied Terry Jones ist tot.

Terry Jones, ein Mitglied der legendären Comedy-Truppe Monty Python, ist im Alter von 77 Jahren gestorben.

Nach einem langen Kampf, den er immer sehr tapfer und mit viel Humor geführt habe, sei Jones am Dienstagabend an einer seltenen Form von Demenz gestorben, teilte seine Familie mit. Seine Arbeit mit Monty Python, seine Bücher, Filme, Fernsehprogramme, Gedichte und andere Werke würden für immer weiterleben.

Zusammen mit seinen Monty-Python-Kollegen Eric Idle, Johne Cleese, Michael Palin, Graham Chapman und Terry Gilliam revolutionierte Jones das britische Comedy-Genre. Zu den beliebtesten Werken gehört «Das Leben des Brian».