Astronauten-Blick auf die Erde

Passanten in New York können bis Mitte April wie Astronauten auf die Erde blicken. Auf einer runden, sechs Meter hohen LED-Wand zeigt Künstler Sebastian Errazuriz Satellitenaufnahmen der Erde in Echtzeit.

Fotos eines Satelliten der US-Raumfahrtbehörde Nasa werden mit einer Software aneinandergereiht und lassen den Eindruck entstehen, als würden etwa Wolken langsam über den Atlantik ziehen. Die Aufnahmen helfen eigentlich dabei, etwa Veränderungen in Vegetation oder der Ozonschicht zu verfolgen.

Die Installation gilt auch als Hommage an eine der ersten Aufnahmen der Erde aus dem All im Rahmen der Apollo-17-Mission von 1972. 

Erster Ausseneinsatz dieses Jahr

Zwei US-Astronauten sind für Wartungsarbeiten zum ersten Ausseneinsatz des Jahres aus der Internationalen Raumstation ISS ausgestiegen.

Anne McClain und ihr Kollege Nick Hague sollen bei dem 6,5 Stunden dauernden Einsatz ältere Batterien gegen stärkere Lithiumionen-Batterien an der Aussenwand austauschen, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit.

Bereits in der kommenden Woche wird McClain mit ihrer US-Kollegin Christina Koch noch einmal aus der ISS für einen historischen Ausseneinsatz aussteigen. Noch nie zuvor in der 20-jährigen Geschichte der ISS wurde ein Einsatz von zwei Frauen gemeinsam ausgeführt.

Schildkröte in Vietnam einbalsamiert

In Vietnams Hauptstadt Hanoi wird seit wenigen Tagen der einbalsamierte Körper einer vermutlich mehr als hundert Jahre alten Schildkröte ausgestellt.

Das Tier mit dem Namen Cu Rua hatte bis zu seinem Tod im Januar 2016 im Hoan-Kiem-See (auch: Schwertsee) in Hanois Innenstadt gelebt. Es wurde als letzter Nachkomme der Schildkrötengottheit Kim Qui verehrt. «Cu Rua war so wichtig für unsere Kultur, weil sie für den Schutz unseres Landes gegen Angreifer stand», erklärte der Biologe Ha Dinh Duc.

Der Legende nach sollten die Schildkröten am Grund des Hoan-Kiem-Sees ein magisches Schwert bis zu dem Zeitpunkt bewachen, an dem Vietnam erneut verteidigt werden muss.

«Florence» und «Michael» gestrichen

Nach den schweren Hurrikans «Florence» und «Michael» im vergangenen Jahr in den USA dürfen die beiden Namen nicht mehr für neue Wirbelstürme verwendet werden. Das teilte die Weltwetterorganisation WMO in Genf mit.

Die WMO hält jedes Jahr eine Liste mit 21 Namen bereit, nach denen Stürme im atlantischen Becken benannt werden. Es sind abwechselnd Frauen- und Männernamen, in alphabetischer Reihenfolge.

Die Namen werden alle sechs Jahre wieder benutzt, ausser, ein Hurrikan hat hohe Schäden angerichtet – so wie «Florence» und «Michael», die mehr als 100 Menschenleben forderten. Seit Beginn der Namensliste 1953 sind nach Angaben der WMO 88 Namen gestrichen worden.

Deutschlands beliebtester Eisenbahner

Peter Hohmann ist erneut zum beliebtesten Eisenbahner Deutschlands gewählt worden. Der 47-jährige Zugbegleiter aus Fulda hat den bundesweiten Wettbewerb «Eisenbahner mit Herz» gewonnen.

Der Wettbewerb wird von der «Allianz pro Schiene» organisiert. Gezählt werden die Likes auf Facebook. Peter Hohmann zeichne seine freundliche und offene Art sowie seine Hilfsbereitschaft im Umgang mit den Kunden aus, erklärte die «Allianz pro Schiene».

Der Gewinner selbst sagte, eigentlich habe er nicht noch einmal mitmachen wollen. Aber es seien viele Fahrgäste auf ihn zugekommen und hätten ihn motiviert. «Einmal kann man den Titel ja verteidigen», so der Zugbegleiter.

Warnung vor «Prozessionsspinner»

Der Kanton Wallis hat zu Vorsichtsmassnahmen im Zusammenhang mit einer giftigen Raupe aufgerufen. In den nächsten Wochen verlassen die Raupen des «Prozessionsspinners» nach der Überwinterung ihre Nester.

Die Brennhärchen der Raupe könnten bei Mensch und Tier schwere Allergien auslösen, schreiben die Walliser Behörden. Sie empfehlen, die Nähe zu Raupen und Nestern zu meiden und auch Hunde davon fernzuhalten.

Die Raupen des Prozessionsspinners leben in weissen Nestern auf Bäumen, unter anderem auf Föhren. Das Tier kommt vorwiegend im Tessin, im südlichen Wallis und im Genferseegebiet vor.

Wikipedia einen Tag offline

Die deutschsprachige Online-Enzyklopädie Wikipedia ist am Donnerstag für einen Tag abgeschaltet worden.

Wikipedia protestiert gegen die geplante Urheberrechtsreform in der Europäischen Union. Auf der Hauptseite von Wikipedia hiess es, die geplante Reform könnte dazu führen, dass das freie Internet erheblich eingeschränkt werde.

Die komplette Abschaltung ist eine Premiere. Die deutschsprachige Wikipedia-Plattform umfasst nach eigenen Angaben knapp 2,3 Millionen Artikel und wird täglich etwa 30 Millionen Mal aufgerufen. Das EU-Parlament will am kommenden Dienstag über die Urheberrechtsricht-linie abstimmen.

Glücklich, wer eine Finne ist

In Finnland leben laut einem Bericht der UNO die glücklichsten Menschen der Welt. Bereits das zweite Jahr in Folge belegt Finnland im «World Happiness Report» den ersten Platz.

In der Rangliste folgen weitere Länder aus dem Norden, wie Dänemark, Norwegen und Island. Die Schweiz belegt den 6. Rang. Schlusslicht im Weltglücksbericht ist Südsudan, noch hinter der Zentralafrikanischen Republik und Afghanistan.

Für den Bericht befragt die UNO die Einwohner in 156 Ländern zu ihrer Lebensqualität. Massgebend sind unter anderem das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, die soziale Unterstützung und die Lebenserwartung.