Bodyguard vergisst Waffe in Flugzeug

Ein Bodyguard des britischen Aussenministers Dominic Raab hat nach einem Transatlantik-Flug eine geladene Waffe auf seinem Flugzeugsitz liegen gelassen. Der Mann ist nun offenbar aus dem aktiven Dienst entfernt worden.

Die Maschine mit dem Minister und seinem Bewacher an Bord landete am Freitag aus Washington kommend auf dem Flughafen London-Heathrow. Eine Reinigungskraft entdeckte die geladene Pistole in einem Holster und rief die Polizei, wie die Zeitung «The Sun» berichtete.

Vergangenen Februar gab es schon einmal einen ähnlichen Fall: Damals vergass ein Bodyguard des früheren Premierministers David Cameron eine Waffe in der Toilette eines Flugzeugs.

Kane Tanaka: 117 Jahre und 261 Tage alt

Der laut Guinnessbuch älteste lebende Mensch der Welt, Kane Tanaka, hat einen weiteren Rekord in ihrem Heimatland Japan geknackt: Die Seniorin gilt dort seit Samstag mit 117 Jahren und 261 Tagen als ältester in Japan bekannter Mensch, wie lokale Medien berichteten.

Tanaka, die in einem Seniorenheim in der südwestlichen Stadt Fukuoka lebt, übertraf mit 117 Jahren und 261 Tagen die bisherige Rekordhalterin Nabi Tajima. Diese starb Unterlagen des Gesundheitsministeriums zufolge 2018 im Alter von 117 Jahren und 260 Tagen.

Bereits seit März 2019 wird Tanaka vom Guinnessbuch der Rekorde als ältester lebender Mensch der Welt geführt.

«Ozapft» auf der Nicht-Wiesn

Das Oktoberfest fällt aus, gefeiert wurde am Samstag in München trotzdem.

Um 12.00 Uhr – dem Zeitpunkt, zu dem traditionellerweise das erste Fass vom Oberbürgermeister angestochen wird – blieb es am Samstag auf der Theresienwiese bis auf wenige Besucher in Tracht ruhig. Dafür wurde in zahlreichen Gaststätten gefeiert. Unter anderem stach der ehemalige Münchner Oberbürgermeister Christian Ude (SPD), seinerzeit Anzapfkönig, im Schillerbräu im Bahnhofsviertel an – mit zwei Schlägen – und noch «einer Handvoll weiterer», wie er sagte.

Wegen der Corona-Krise findet das grösste Volksfest der Welt in diesem Jahr nicht statt.

Corona-Krise setzt der Krawatte zu

Ausgefallene Familienfeste und der Trend zu mehr Homeoffice in der Corona-Krise setzen Krawattenherstellern zu. Dies zeigt ein Blick auf die Branche in Deutschland.

Krawatten wurden zuletzt immer weniger verkauft, wie der BTE Handelsverband Textil mitteilt. Die ersten Monate der Krise seien "extrem problematisch" gewesen, sagt auch die Geschäftsleiterin des Traditionsunternehmens Ascot. Der Online-Handel habe den Absatzverlust nicht ansatzweise auffangen können.

Homeoffice, virtuelle Konferenzen und die Absage grosser Feste wie Hochzeiten und Konfirmationen, zu denen man sich schick anzieht, werden als Gründe für die «Krawatten-Krise» genannt.

Zahnarzt behandelt Frau auf Hoverboard

Ein US-amerikanischer Zahnarzt ist zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden, weil er eine Patientin auf einem Hoverboard stehend behandelte, einer Art Stehroller ohne Lenker.

Der Zahnarzt hatte sich selbst dabei gefilmt, wie er einer anästhesierten Frau einen Zahn zog. Zur Feier der «erfolgreichen» Behandlung rollte er mit dem Hoverboard durch den Gang der Zahnartpraxis und streckte jubelnd die Arme in die Luft.

Die medizinische Heldentat fand beim Gericht im US-Bundesstaat Alaska keinen Anklang: Der Mann habe das Leben der Frau gefährdet, urteilte das Gericht. Dazu wurde ihm Krankenversicherungsbetrug vorgeworfen.

Harvey Weinstein verliert Orden

Harvey Weinstein verliert seinen britischen Ritterorden.
Keystone-SDA Harvey Weinstein verliert seinen britischen Ritterorden.

Die britische Königin Elizabeth II. hat dem verurteilten Vergewaltiger und früheren Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein seinen Ritterorden aberkannt. Das geht aus einem am Freitag in London veröffentlichten Gesetzesblatt hervor.

Die Auszeichnung war Weinstein im Jahr 2004 wegen seiner Verdienste für die britische Filmindustrie verliehen worden.

Hunderte Frauen haben Weinstein sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Er wurde Ende Februar in New York von einer Jury für schuldig befunden und im März zu 23 Jahren Haft verurteilt. Er sitzt diese Strafe derzeit in einem Gefängnis im Bundesstaat New York ab.

Tesla mit 140 unterwegs: Fahrer schläft

Auf einer Autobahn in Kanada hat die Polizei einen 20 Jahre alten Fahrer gestoppt, der sich bei hohem Tempo in einem Tesla schlafen gelegt haben soll.

Das Elektroauto sei bei mehr als 140 Kilometern pro Stunde anscheinend im Fahrassistenzprogramm unterwegs gewesen, teilte die Polizei mit. Sowohl der Sitz des Fahrers als auch der des Beifahrers seien komplett zurückgelehnt gewesen, und beide Insassen schienen zu schlafen.

Als die Polizei das Blaulicht eingeschaltet habe, habe das Auto automatisch auf 150 km/h beschleunigt. Erlaubt waren an der Stelle 110 km/h.

US-Nationalpark zu

Der beliebte Yosemite-Nationalpark im kalifornischen Sierra-Nevada-Gebirge wird wegen Rauchs von Waldbränden in der Umgebung dicht gemacht.

Die Parkregion werde ab Donnerstagabend für Besucher bis auf Weiteres geschlossen, gab die Verwaltung kurzfristig bekannt. Die Rauchbelastung habe gesundheitsschädliche Ausmasse erreicht, hiess es zur Begründung. Seit Mitte August toben an der US-Westküste Dutzende Feuer, einige auch in den Bergen der Sierra Nevada.

Wegen Waldbrandgefahr und Rauchbelastung waren schon Anfang September zahlreiche Nationalforste für Besucher gesperrt worden.