Quietsche-Ente aus Köln für den Papst

Die Kölner Karnevals-Delegation trifft Papst Franziskus in Rom zu einer Audienz
Keystone Die Kölner Karnevals-Delegation trifft Papst Franziskus in Rom zu einer Audienz

Der Kölner Karnevalsprinz Marc I. hat Papst Franziskus eine Quietsche-Ente geschenkt. Er übergab ihm den Plastikvogel bei einer Audienz im Petersdom in Rom. An der Begegnung nahmen auch die beiden anderen Mitglieder des Kölner Dreigestirns, Bauer und Jungfrau, teil.

«Als er die Quietsche-Ente sah, fing er an zu lächeln», sagte Prinz Marc. Der Papst habe sich wahnsinnig gefreut, bestätigte der Kölner Kardinal Rainer Woelki. Die Karnevalisten wiederum seien durch die Begegnung im Herzen berührt worden.

Das Festkomitee Kölner Karneval will mit dem Treffen die christlichen Ursprünge des Karnevals herausstellen.

Drogenboss Balili stellt sich

Der mutmassliche Kopf der albanischen Drogenmafia, Klement Balili, hat sich der Polizei gestellt.

Die Festnahme erfolgte nach wochenlangen Verhandlungen, berichtete die Zeitung «Tirana Times». Der «Palbo Escobar des Balkans» gilt als einer der wichtigsten Drahtzieher des Drogenhandels von Lateinamerika über den Balkan nach West- und Nordeuropa. Die albanischen Behörden suchten Balili seit zwei Jahren per Haftbefehl nach einem Auslieferungsersuchen von Griechenland.

International bekannt wurde Balili, als die griechische Polizei gemeinsam mit der US-Antidrogen-Behörde DEA auf der Insel Zakynthos 670 Kilogramm Cannabis sicherstellte.

Kiebitz ist Vogel des Jahres 2019

Der Kiebitz ist Vogel des Jahres 2019.
Foto: Michael Gerber Der Kiebitz ist Vogel des Jahres 2019.

Der Naturschutzverband Birdlife Schweiz hat den Kiebitz zum Vogel des Jahres 2019 gewählt. Die Vogelart sei nach wie vor bedroht, heisst es in einer Mitteilung. Im vergangenen Jahr lebten laut Birdlife Schweiz 206 Brutpaare in der Schweiz.

Eine intensivere Landwirtschaft und der Einsatz von Pestiziden haben den Kiebitz fast zum Aussterben gebracht. Im Jahr 2005 seien hierzulande nur noch 83 Brutpaare gezählt worden, so Birdlife Schweiz. Die Zusammenarbeit zwischen Landwirten und Naturschützern hätten zuletzt eine Trendwende eingeleitet.

Der Name Kiebitz kommt von den Rufen: Kiwit it it kiwit.

Schweizerin vor Heiligsprechung

Die Schweizer Mystikerin Marguerite Bays kann heilig gesprochen werden. Papst Franziskus hat ein Wunder anerkannt, das der Frau zugeschrieben wird. Das teilt das päpstliche Presseamt mit.

1998 geriet im Kanton Freiburg ein zweijähriges Mädchen unter die Räder eines Traktors. Sein Grossvater, der den Vorfall mitbekam, rief die Selige Marguerite Bays an. Das Mädchen blieb unverletzt. Marguerite Bays wurde 1995 von Papst Johannes Paul II wegen eines ihr zugeschriebenen Wunders in den 1940er-Jahren seelig gesprochen.

Marguerite Bays wurde 1815 im freiburgischen La Pierraz geboren und engagierte sich zeitlebens für Kinder, Arme, Kranke und Sterbende.

Eisverlust in Antarktis versechsfacht

Das Eis in der Antarktis schmilzt offenbar schneller als je zuvor. Laut US-amerikanischen Wissenschaftern hat sich der jährliche Eisverlust in den letzten 40 Jahren versechsfacht, wie sie in der Zeitschrift der Nationalen Akademie der Wissenschaften schreiben.

Dazu trage auch das Schmelzwasser des Ost-Antarktischen Eisschilds bei. Bisher war man davon ausgegangen, dass vor allem der bedeutend kleinere Westliche Eisschild abschmilzt.

Zwischen 1979 und 2017 habe das in der Antarktis geschmolzene Eis zu einem Anstieg des weltweiten Meeresspiegels um 1,4 Zentimeter geführt, schreiben die Forscher weiter.

Streit um Geldschatz aus Trevi-Brunnen

Über die Geldmünzen aus Roms berühmtestem Brunnen ist in der Stadt nun ein Streit entbrannt. Aus dem Trevi-Brunnen werden nach Schätzungen jährlich bis zu 1,5 Millionen Euro gefischt. Bisher ging das Geld an die Caritas, die damit Bedürftige versorgte.

Die Caritas befürchtet nun, dass sie das Geld künftig nicht mehr bekommt. Die Kommune habe entschieden, dass das Verfahren ab April neu geregelt werde, teilte die Caritas mit. Die Stadtpräsidentin von Rom, Virginia Raggi, sei dazu aufgerufen worden, die Entscheidung zu überdenken.

Touristen werfen Münzen rücklings über die Schulter in den Brunnen, das soll unter anderem Glück bringen.

Mehr Vielfalt in der deutschen Sprache

Heisst es «Das Wetter ändert» oder «Das Wetter ändert sich»? Beides sei richtig und beides sei gutes Deutsch, attestiert ein Forscherteam aus der Schweiz und Österreich.

Die Spezialisten um Christa Dürscheid von der Universität Zürich haben grammatikalische Varianten zusammengetragen und ein neues Nachschlagewerk online gestellt.

Wie beim Wortschatz gebe es auch in der Grammatik regionale Gepflogenheiten, erklärte Dürscheid der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Bisher hätten sich Autoren von Nachschlagewerken vor allem auf den norddeutschen Sprachgebrauch fokussiert und dieses Deutsch als das richtige taxiert.

Verwirrte Fledermäuse in Australien

Die australischen Behörden haben vor Beiss- und Kratzattacken durch Fledermäuse gewarnt. Diese sind wegen der andauernden Hitze verwirrt und greifen vermehrt Menschen an, wie der Sender ABC mitteilte.

In den letzten zwei Wochen habe es nördlich von Sydney sieben Angriffe von Fledermäusen gegeben. Das sei mehr als je zuvor in einem so kurzen Zeitraum. Bei zwei Tieren sei das Fledermaus-Lyssavirus nachgewiesen worden, welche dem Tollwuterreger ähnlich ist.

Das heisse Wetter, das seit Weihnachten andauert, sei eine Belastung für die Fledermäuse. Verwirrt fielen einige Tiere von Bäumen oder verfingen sich in Stromleitungen, wie es weiter hiess.