«Schweiz hat sich bewährt»

«Die Schweiz hat sich in der Krise bewährt», sagt Bundesrat Alain Berset in seiner Rede zum 1. August. Doch die Krise sei noch nicht ausgestanden. 

Berset zeigt sich in seiner am Samstag veröffentlichten Rede zum 1. August zuversichtlich: Das Land werde sich auch nach dieser Krise bewähren. Die vielbeschworene Solidarität sei in den letzten 18 Monaten getestet worden. Man habe harte Erfahrungen gemacht und gelernt mit Unsicherheit umzugehen. Trotz hitziger Debatten und viel Leid gehe die Gesellschaft gestärkt aus dieser Krise hervor.

Berset setzt auf Eigenverantwortung und sozialen Zusammenhalt. Und: «Zwang ist keine Option», betont er in der Rede.

Es fehlen Massentests

Schulen und Firmen sind im Umgang mit Corona zum regelmässigen Testen angehalten. Doch Lieferengpässe bei den Covid-Massentests machen dieser Strategie einen Strich durch die Rechnung. 

Bereits vor den Sommerferien mussten zahlreiche Test-Kits eines Herstellers retourniert werden, weil sie verunreinigt waren. Nun zeigt sich, dass noch bis Mitte August Lieferprobleme bestehen. Das schreibt blick.ch.

Das Bundesamt für Gesundheit BAG sprach in einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur keystone-SDA von einem «ungünstigen Zeitpunkt» des Test-Engpasses. Das BAG stehe mit den Test-Herstellern und Kantonen in Kontakt, hiess es weiter. 

Axenstrasse ist wieder offen

Die Axenstrasse am Vierwaldstättersee ist nach der mehrstündigen Sperrung in Uri wegen eines Steinschlags wieder für den Verkehr geöffnet worden.

Die Strasse habe am Samstagmittag freigegeben werden können, teilte der Kanton Uri mit. Zuvor hatten Spezialisten des Bundes die Lage im Gebiet «Gumpisch» beurteilt und die Schutznetze wieder instand gesetzt. Überwachungsinstrumente hatten am Freitagabend Geländebewegungen festgestellt. Steine schlugen daraufhin in den Schutznetzen oberhalb der Axenstrasse ein. Diese wurde gesperrt. Verletzt wurde niemand. 

Die zum Nationalstrassennetz gehörende Axenstrasse musste in der Vergangenheit immer wieder gesperrt werden.

TOKYO: Del Ponte und Kambundji im Final

Ajla Del Ponte
keystone Ajla Del Ponte

Der Olympia-Final der Frauen über 100 m findet am Samstag (um 14:50 Uhr live bei SRF) gleich mit zwei Schweizerinnen statt. Ajla Del Ponte und Mujinga Kambundji liefen in ihren Halbfinals jeweils auf den 2. Platz und schafften die Qualifikation auf direktem Weg.

Kambundji lief eine Zeit von 10"96, Del Ponte benötigte 11"01. Noch nie zuvor hat ein Olympia-Final in der Königsdisziplin mit Schweizer Beteiligung stattgefunden - weder bei den Männern, noch bei den Frauen.

TOKYO: "Es ist überwältigend"

Nina Christen
reuters Nina Christen

Die Goldmedaille von Nina Christen ist historisch. Noch nie zuvor hatte eine Schweizerin bei Olympia einen Titel im Schiessen geholt. Bei den Männern liegt das letzte Gold auch schon 73 Jahre zurück (Emil Grünig in London 1948).

"Ich finde kaum die richtigen Worte. Es ist überwältigend", sagte Christen nach ihrem Coup im Dreistellungsmatch.

Zu ihrem dominanten Stehendschiessen, in dem sie einen Rückstand von 3,1 Punkten in einen Vorsprung von 2,0 Zählern verwandelt hatte, sagte sie: "Ich wusste, dass ich das stehend noch aufholen kann."

Der Mensch ist eben doch ein Herdentier

Die Maske wird getragen, wenn die anderen das auch tun.
Reuters Die Maske wird getragen, wenn die anderen das auch tun.

Wie gut sich die Leute an Corona-Massnahmen halten, hat auch mit dem Verhalten ihres Umfelds zu tun. Zu diesem Schluss kommen Forschende zweier deutscher Universitäten.

Die Studie wurde in einem sozialpsychologischen US-Fachblatt veröffentlicht. Demnach entscheidet in der Pandemie weniger die eigene Persönlichkeit als vielmehr das Verhalten anderer, ob beispielsweise eine Maske getragen wird, heisst es.

Insbesondere in Zeiten von Unsicherheit und Krise fühlten sich Menschen durch soziale Normen sicherer. Das Verhalten von Mitmenschen beeinflusse, was als korrekt gelte, so die Studie weiter.

Cerén ist jetzt Nicaraguaner

El Salvadors Ex-Präsident, Salvador Sanchez Cerén, ist neu Staatsbürger Nicaraguas. In seinem Heimatland liegt ein Haftbefehl wegen Korruptionsvorwürfen gegen ihn vor. Mit der neuen Staatsbürgerschaft kann er nun nicht mehr aus Nicaragua nach El Salvador abgeschoben werden.

Video-Botschaft von Simonetta Sommaruga

Sommaruga appelliert an den Willen, die Schweiz gemeinsam zu gestalten.
uvek Sommaruga appelliert an den Willen, die Schweiz gemeinsam zu gestalten.

In einer Video-Ansprache zum Bundesfeiertag hat Bundesrätin Simonetta Sommaruga die Bedeutung einer funktionierenden Grundversorgung betont.

Eine verlässliche Grundversorgung sei zum Beispiel während des Hochwassers oder der Coronakrise von Bedeutung: «Die vergangenen Wochen haben gezeigt, wie wichtig das ist. Während der bedrohlichen Hochwasser-Situation haben wir uns auf die Feuerwehr und auf viele weitere Einsatzkräfte verlassen können», sagte die Vorsteherin des Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek).

Bei der Coronakrise habe sich die gute Grundversorgung unter anderem bei der Post oder im Verkehr gezeigt.