China reagiert auf US-Sanktionsgesetz

Die Regierung in Peking hat auf das US-Sanktionsgesetz, das US-Präsident Donald Trump am Dienstag unterzeichnet hatte, reagiert. So werde China Sanktionen gegen US-amerikanische Einzelpersonen und Unternehmen verhängen, erklärte das chinesische Aussenministerium am Mittwoch.

China lehne die jüngste Aktion des US-Präsidenten entschieden ab und fordere die Regierung in Washington auf, sich nicht mehr in Chinas innere Angelegenheiten einzumischen, berichtete das staatliche Fernsehen.

Das von der Regierung in Peking durchgesetzte Sicherheitsgesetz gilt als Einschnitt in die Sonderverwaltungszone Hongkong.

Klimawandel als Wahlkampfthema

Joe Biden tritt gegen Donald Trump im Rennen ins Weisse Haus an.
Keystone Joe Biden tritt gegen Donald Trump im Rennen ins Weisse Haus an.

Joe Biden, der Präsidentschaftsbewerber der US-Demokraten, hat den Wählerinnen und Wählern einen härteren Kampf gegen den Klimawandel versprochen. Wenn er gewählt werde, wolle er vier Millionen Gebäude im ganzen Land energetisch sanieren.

Spätestens bis 2050 sollten die CO2-Netto-Emissionen der USA null betragen, sagte Biden bei einem Wahlkampfauftritt. Dieses Klimaprogramm werde zahlreiche Arbeitsplätze schaffen, erklärte Biden weiter.

Der amtierende Präsident Donald Trump kritisierte Bidens Vorschläge. Mit seiner Umweltpolitik werde Biden die Energieversorgung der USA kaputtmachen und zahllose Jobs vernichten, so Trump.

Höchststand beim Methanausstoss

Der weltweite Ausstoss des Treibhausgases Methan hat einen neuen Höchststand erreicht. Das zeigen Hochrechnungen der US-Universität Stanford für das Jahr 2017.

Mehr als die Hälfte des Methanausstosses ist durch den Menschen verursacht. Das Gas gelangt bei der Förderung von fossilen Brennstoffen wie Öl, auf Deponien und in der Landwirtschaft in die Atmosphäre. Besonders die Viehzucht ist für einen grossen Teil der Methanemissionen verantwortlich.

Europa sei die einzige Weltregion, in der der Methanausstoss seit 2006 leicht gesunken sei, so die Studie. Europäer ässen inzwischen auch weniger Rindfleisch und mehr Geflügel und Fisch.

Einreise aus Serbien verboten

Wegen steigender Corona-Fallzahlen wollen die EU-Staaten die Einreise aus Serbien und Montenegro wieder verbieten. Die Botschafter der EU-Staaten einigten sich darauf, die beiden Länder von der Liste der «Corona-sicheren» Drittstaaten zu streichen.

Nur aus zwölf Drittländern kann man aktuell ohne triftigen Grund in die EU einreisen, darunter etwa aus Kanada, Neuseeland oder Südkorea. Die EU-Staaten wollen die Liste alle zwei Wochen überarbeiten.

In der Schweiz gilt: Wer aus Serbien einreist, muss zehn Tage in Quarantäne.

Toter bei Zugkollision

Ein Personenzug ist bei Cesky Brod auf einen Güterzug aufgefahren.
Keystone Ein Personenzug ist bei Cesky Brod auf einen Güterzug aufgefahren.

Beim Zusammenstoss zweier Züge am späten Dienstagabend hat es in Tschechien Dutzende Verletzte gegeben. Ein Mensch sei gestorben, sagte der tschechische Verkehrsminister am frühen Mittwochmorgen. Insgesamt 35 Menschen wurden ins Spital gebracht.

Nach ersten Informationen war der Personenzug bei Cesky Brod, das rund 30 Kilometer östlich von Prag liegt, auf einen stehenden Postexpresszug aufgefahren.

Bilder in den sozialen Medien zeigten, dass die Züge nach der Kollision ineinander verkeilt waren. Der Bahnverkehr auf der wichtigen Hauptachse wurde umgeleitet.

Erste Erfolge mit Corona-Impfstoff

Pharmafirmen weltweit tüfteln an einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Nun vermelden Forscher erste Erfolge mit dem Impfstoffkandidaten des US-Konzerns Moderna.

Das Mittel habe in einem Versuch bei allen 45 gesunden Probanden eine gewünschte Immunabwehr ausgelöst, schreiben die Wissenschaftler im «New England Journal of Medicine». Bei keinem der Probanden seien schwerwiegende Nebenwirkungen aufgetreten.

Die US-Regierung unterstützt den Impfstoffkandidaten von Moderna mit fast einer halben Milliarde Dollar und hat ihn als einen der ersten für grossangelegte Studien am Menschen zugelassen.

Untersuchung wegen illegal. Bauten

In der Walliser Gemeinde Bagnes müssen sich fünf ehemalige und amtierende Gemeindevertreter vor der Justiz verantworten. Die Staatsanwaltschaft hat eine Strafuntersuchung wegen illegaler Bauprojekte eröffnet, wie die Zeitung «Le Nouvelliste» meldet.

Die Affäre war bereits 2015 aufgeflogen. Ein Expertengutachten zeigte damals, dass dutzende Chalets auf dem Gemeindegebiet von Bagnes gegen die kantonale Bauordnung, die Lex Koller oder das Zweitwohnungsgesetz verstiessen.

Die Gemeinde teilte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit, sie wolle bei der Untersuchung mit der Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten. Für alle fünf Personen gilt die Unschuldsvermutung.

Demonstrationen gegen Netanjahu

Sitzend protestierten Israelis gegen Ministerpräsident Netanjahu.
Reuters Sitzend protestierten Israelis gegen Ministerpräsident Netanjahu.

Tausende Demonstranten haben in Israel den Rücktritt von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gefordert. Der Regierungschef ist in drei Fällen wegen Betrug, Untreue und Bestechlichkeit angeklagt.

So soll Netanjahu unter anderem Medien begünstigt haben, die positiv über ihn berichteten. Zudem wird ihm vorgeworfen, Luxusgeschenke von befreundeten Milliardären angenommen zu haben.

Die Proteste richten sich auch gegen Netanjahus Corona-Politik. Am Montag waren in Israel so viele Neuansteckungen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages gemeldet worden wie noch nie seit Beginn der Pandemie.