UNO hofft auf mehr Stabilität

Nach dem Ende des Gipfeltreffens der Präsidenten der USA und Russlands hoffen die Vereinten Nationen, dass die internationalen Spannungen abnehmen werden.

"Wir hoffen, dass uns die Diskussionen an dem Treffen bei der Bewältigung drängender globaler Herausforderungen und der Erreichung grösserer strategischer Stabilität und Sicherheit voranbringen werden", sagte ein UNO-Sprecher in New York.

Treffen wie jenes in Genf seien wertvoll, um bilaterale Differenzen zu überbrücken, so der Sprecher der UNO weiter.

Zeitfahr-Siege für Küng & Reusser

Stefan Küng und Marlen Reusser haben anlässlich der Schweizer Meisterschaften im Zeitfahren in Le Chalet-à-Gobet die Goldmedaillen gewonnen. Sie verteidigten damit ihre Titel aus den Vorjahren erfolgreich.

Küng gewann zum 5. Mal in Serie und distanzierte auf dem knapp 40 Kilometer langen Kurs Marc Hirschi um fast zweieinhalb Minuten. Stefan Bissegger verzichtete auf einen Start.

Bei den Frauen holte Marlen Reusser ihren 4. nationalen Titel. Die Vizeweltmeisterin nahm der Zweitplatzierten Melanie Maurer 1:34 Minuten ab.

Grosses Sicherheitsdispositiv

Tausende Sicherheitskräfte und abgesperrte Quartiere: In Genf bestimmt der USA-Russland-Gipfel das öffentliche Bild.

Insgesamt sind rund 4000 Polizistinnen, Soldaten und andere Sicherheitskräfte im Einsatz. Bei Bedarf wäre auch die französische Polizei einsatzbereit, schreibt die Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Zudem stünden Kampfjets, Helikopter und Flugabwehrraketen bereit.

Weil ganze Quartiere abgeriegelt wurden und es Einschränkungen für den Verkehr gab, waren die Einwohnerinnen und Einwohner Genfs aufgerufen worden, am Mittwoch möglichst von Zuhause aus zu arbeiten.

Gipfel vor schwierigem Hintergrund

Putin und Biden kamen bei hochsommerlichem Wetter in der Villa La Grange aus dem 18. Jahrhundert mit Blick auf den Genfersee zusammen.

Nach Angaben der US-Delegation dauerte das Treffen drei Stunden und 21 Minuten und somit weniger lang, als beide Seiten vorher in Aussicht gestellt hatten. Die russische Delegation hatte sich auf mindestens vier bis fünf Stunden Gespräche eingestellt.

Es war das erste Mal, dass die beiden Präsidenten zusammenkamen seit Bidens Amtsantritt im Januar. Die US-amerikanisch-russischen Beziehungen sind wegen einer ganzen Reihe von Konfliktthemen so schlecht wie seit dem Ende des Kalten Kriegs nicht mehr. 

Geld aus der Schweiz: Schlappe für AfD

Die rechtspopulistische Partei AfD in Deutschland ist mit einer Klage gegen eine Geldstrafe gescheitert. Die Strafe von 396'000 Euro hatte der Bundestag wegen rechtswidriger Spenden aus der Schweiz verhängt.

Die AfD argumentierte, das vor der Bundestagswahl 2017 überwiesene Geld sei eine Zuwendung an die damalige Spitzenkandidatin Alice Weidel gewesen, mit einem bestimmten Verwendungszweck. Es falle nicht unter das Parteiengesetz.

Das Verwaltungsgericht in Berlin urteilte nun, es gebe auch zweckgebundene Parteispenden. Zudem sei die Annahme illegal gewesen, weil die Partei den wirklichen Spender nicht gekannt habe. Das Urteil kann weitergezogen werden.

Bekele verzichtet auf Marathon

Der äthiopische Läufer Kenenisa Bekele wird nicht am Marathon der Olympischen Spiele teilnehmen. Damit kommt es am 8. August in Sapporo nicht zum Duell zwischen Bekele, dem dreifachen Olympiasieger über 5000 und 10'000 m, und dem kenianischen Marathon-Weltrekordler und Rio-Olympiasieger Eliud Kipchoge. Bekele hatte 2019 in Berlin in 2:01:41 Stunden den Marathon-Weltrekord von Kipchoge nur um zwei Sekunden verpasst.

Formel 1: Ocon verlängert vorzeitig

Imago Images

Das Formel-1-Team Alpine-Renault hat den Vertrag mit Esteban Ocon vorzeitig verlängert. Der 24-jährige Franzose unterschrieb ein bis 2024 gültiges Arbeitspapier mit der Equipe aus Grossbritannien. Ocon fährt seit 2020 für das Team, das damals unter dem Namen Renault startete. In der laufenden Saison liegt Ocon in der Fahrerwertung nach 6 von 23 Rennen auf Rang 12.

Putin verkündet konkretes Ergebnis

Putin und Biden am Gipfel in Genf.
Reuters Putin und Biden am Gipfel in Genf.

US-Präsident Joe Biden und Russlands Präsident Wladimir Putin haben sich bei ihrem Gipfel in Genf auf eine Rückkehr ihrer Botschafter nach Moskau und Washington geeinigt. Das sagte Putin an einer Medienkonferenz nach dem Treffen.

Die Diplomaten waren im Frühjahr im Zuge wachsender Spannungen zwischen beiden Ländern jeweils in ihre Heimat zurückgekehrt.

Putin bezeichnete das Gespräch mit Biden als "intensiv" und "konstruktiv". Es habe keine Feindseligkeiten gegeben. Man habe über viele Themen gesprochen, etwa über die Lage in der Ukraine und die nukleare strategische Stabilität. Biden habe auch Menschenrechte angesprochen.