Verlängerte Waffenruhe scheitert

Die Verhandlungen über eine Verlängerung der Waffenruhe in Jemen sind nach Angaben der Uno vorerst gescheitert.

Der Uno-Sonderbeauftragte für Jemen, Hans Grundberg, zeigte sich enttäuscht, wollte aber weiter für eine Einigung werben. Eine verlängerte und erweiterte Waffenruhe hätte der Bevölkerung entscheidende Vorteile verschafft, so Grundberg am Sonntagabend.

In Jemen kämpft ein von Saudi-Arabien geführtes Militärbündnis an Seite der Regierung gegen die Huthis, die weite Teile des Nordens und die Hauptstadt Sanaa kontrollieren. Die Waffenruhe zwischen Regierung und Huthis war Anfang April in Kraft getreten und zwei Mal verlängert worden.

Russland hindert Wehrfähige an Ausreise

Russland hat an der Grenze zum Nachbarland Georgien gemäss eigenen Angaben mehr als 180 wehrpflichtige Männer bei der versuchten Flucht vor dem Einzug ins Militär gestoppt.

Ihnen sei direkt am Grenzübergang Werchni Lars ein Einberufungsbescheid übergeben worden, meldete die Agentur Interfax. Weil der russische Präsident Wladimir Putin vor rund zehn Tagen eine Teilmobilmachung angeordnet hat, ergreifen viele Männer im wehrfähigen Alter die Flucht. Sie veruschen unter anderem nach Kasachstan, Kirgistan und Georgien auszureisen.

Die Region Nordossetien an der Grenze zu Georgien reagierte darauf letzte Woche mit Durchreisebeschränkungen.

Sitzverteilung im Zuger Kantonsrat

Das Zuger Kantonsparlament zählt 80 Mitglieder:

          2022    2018 Mitte       19      21 SVP         18      18 FDP         18      17* Grüne/ALG   11      11 SP           8       9* GLP          6       4

Anfang 2019 verlor die FDP bei einer Ergänzungswahl einen Sitz an die SP.

Gestürzter Präsident gibt auf

Nach dem erneuten Militärputsch im westafrikanischen Burkina Faso verzichtet der gestürzte Präsident Paul-Henri Sandaogo Damiba offiziell auf sein Amt.

Er wolle damit Zusammenstösse im Land vermeiden, sagten Vertreter einer Vermittlungsmission vor den Medien. Der neue Machthaber Ibrahima Traoré habe ihm dafür Schutz vor Strafverfolgung zugesichert, erklärten die Vertreter verschiedener Volksgruppen und Religionsgemeinschaften. Weder Traoré noch der gestürzte Damiba waren bei der Pressekonferenz anwesend.

Wo sich Damiba derzeit aufhält, ist nicht bekannt. Er hatte erst im Januar die Macht im Land an sich gerissen. Am Freitag kam es dann erneut zum Putsch.

Küstenwache rettet Migranten

Die griechische Küstenwache hat 56 Migrantinnen und Migranten von einer Segeljacht gerettet, die in Seenot geraten war. Die Menschen hätten am Vortag bei starkem Wind ein Notsignal gesendet und seien dann vor der Halbinsel Peloponnes in Sicherheit gebracht worden.

29 Vermisste Migranten vor Kanaren

Nach einer gescheiterten Überfahrt mit einem Schlauchboot werden im Atlantik 29 Menschen vermisst. Ein Frachtschiff habe nahe der Insel Gran Canaria ein Schlauchboot gesichtet, berichtet die spanische Seenotrettung. Im Boot seien ein Überlebender und vier tote Migranten gefunden worden. Ursprünglich sollen 34 Menschen an Bord gewesen sein.

SP in Zug wieder in der Stadtregierung

Bei den Wahlen in die Zuger Stadtregierung konnte die SP ihren vor vier Jahren verlorenen Sitz zurückerobern. Die FDP verteidigte ihren zweiten Sitz.

Im Amt bestätigt wurden im ersten Wahlgang die drei bisherigen Stadtratsmitglieder Urs Raschle/Mitte (5189 Stimmen), Eliane Birchmeier/FDP (4598 Stimmen) und André Wicki/SVP (3941 Stimmen). Neu in die Regierung gewählt wurden Etienne Schumpf/FDP (4245 Stimmen) und Barbara Gysel/SP (4036 Stimmen).

Bis auf Schumpf kandidierten alle in den Stadtrat gewählten Personen auch für das Stadtpräsidium. Hier erreichte aber niemand das absolute Mehr, deshalb kommt es zum zweiten Wahlgang. Am meisten Stimmen machte Barbara Gysel/SP.

Tesla mit neuem Auslieferungsrekord

Der weltgrösste Elektroautobauer Tesla hat einen neuen Rekord bei den Auslieferungen erreicht. Die Firma von Tech-Milliardär Elon Musk brachte von Juli bis September 343’830 neue Elektroautos zu den Kundinnen und Kunden.

Damit bleibt Tesla allerdings hinter den Erwartungen zurück. Analysten hatten mit bis zu 360’000 Auslieferungen gerechnet. Das Unternehmen wies in der Mitteilung am Sonntag daraufhin, dass es insbesondere zum Quartalsende schwierig sei, sich für die Auslieferung ausreichend Transport-Kapazitäten zu einem angemessenen Preis zu sichern.

Den bisherigen Rekordwert erreichte Tesla im ersten Quartal 2022 mit gut 310’000 ausgelieferten Wagen.