«Mit einem blauem Auge davongekommen»

Am Tag nach den schweren Unwettern scheint über Zermatt die Sonne. Das sei fast schon wie ein Hohn, sagt SRF-Korrespondent Roger Brunner. Am Freitag sei nämlich angesichts der Naturgewalten eine beängstigende Stimmung aufgekommen.

Es gebe viele beschädigte Gebäude, auch Hotels, die deshalb schliessen mussten. Zudem seien oberhalb von Zermatt diverse Wander- und Bikewege beschädigt worden. Diese müssten nun wieder instand gestellt werden.

Die Gemeinde sei also in den nächsten Tagen und Wochen gefordert. Unter dem Strich könne man aber sicher sagen, dass Zermatt mit einem blauen Auge davongekommen sei.

Die Vispa in trat in Zermatt stellenweise über die Ufer.
KEYSTONE/Claude Volken Die Vispa in trat in Zermatt stellenweise über die Ufer.

Ausstellung über Naomi Campbell

In ihrer Geburtsstadt London bekommt Supermodel Naomi Campbell eine eigene Ausstellung.
Keystone/Kirsty Wigglesworth In ihrer Geburtsstadt London bekommt Supermodel Naomi Campbell eine eigene Ausstellung.

Im Victoria and Albert Museum in London eröffnet am Samstag eine grosse Ausstellung über das Supermodel Naomi Campbell.

Mit der Ausstellung werde Campbells kreative Zusammenarbeit mit führenden Designern und Fotografen, ihr Aktivismus und kultureller Einfluss gefeiert, teilt das Museum mit. Es sei die erste Ausstellung dieser Art, die sich mit der außergewöhnlichen Karriere Campbells auseinandersetze

Campbell, die 1970 in London geboren wurde, wurde schon als Teenager entdeckt. Im Laufe ihrer Karriere schaffte sie es auf die grossen Laufstege der Welt und als erstes schwarzes Model auf das Cover der Pariser «Vogue».

FDP will Änderungen an der Volksschule

Parteipräsident Thierry Burkart fordert mit seiner Partei FDP Änderungen bei der Volksschule.
Keystone/Walter Bieri Parteipräsident Thierry Burkart fordert mit seiner Partei FDP Änderungen bei der Volksschule.

An der Delegiertenversammlung im aagrauischen Möriken hat die FDP ein Positionspapier zu Änderungen bei der Volksschule verabschiedet.

Das Papier schlägt unter anderem die Abschaffung der integrativen Schule abgeschafft vor. Parteipräsident Thierry Burkart forderte, dass die Volksschule vor allem die Grundkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen vermitteln solle. Frühfranzösisch und Frühenglisch sollen hingegen aus dem Stundenplan gestrichen werden. Die Schulnoten sollen wegen des Leistungsprinzips jedoch bleiben.

Man müsse feststellen, dass die Volksschule am Anschlag sei, so Burkart. Sie werde überfordert und es werde zu viel von ihr verlangt, so Burkart.

Justin Timberlake: «War harte Woche»

In Polizeigewahrsam wurde von Justin Timberlake ein sogenannter «Mug Shot» aufgenommen.
Keystone/Sag Harbor Police Department In Polizeigewahrsam wurde von Justin Timberlake ein sogenannter «Mug Shot» aufgenommen.

US-Sänger Justin Timberlake wurde vor wenigen Tagen betrunken hinter dem Steuer eines Autos erwischt und vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen.

Nun hat sich Timberlake an seinem ersten Konzert nach dem Vorfall zur Sache geäussert. «Es war eine harte Woche, aber ihr seid hier und ich bin hier, und daran kann sich im Moment nichts ändern», sagte der 43-Jährige am Freitagabend beim Auftritt in Chicago. Er wisse, dass es manchmal schwerfalle, ihn zu lieben.

Timberlake werden Trunkenheit am Steuer und weitere Verkehrsvergehen vorgeworfen. Ein nächster Gerichtstermin steht Ende Juli an.

Der Böögg wird doch noch verbrannt

Für einmal brennt der Böögg in diesem Jahr in Appenzell Ausserrhoden.
KEYSTONE/Michael Buholzer (Archiv) Für einmal brennt der Böögg in diesem Jahr in Appenzell Ausserrhoden.

Eigentlich sollte der Böögg beim traditionellen Zürcher Sechseläuten Mitte April verbrannt werden. Wegen starken Windböen wurde die Verbrennung aber zum ersten Mal überhaupt abgesagt.

Am Samstag wird die Verbrennung nachgeholt, und zwar nicht in Zürich, sondern in Heiden im Kanton Appenzell Ausserrhoden, dem diesjährigen Gastkanton am Sechseläuten.

Angezündet wird der Holzstoss um 18.00 Uhr durch die Zürcher Regierungspräsidentin Natalie Rickli und den Ausserrhoder Landammann Yves Noël Balmer. Je schneller der Kopf des Böögg anschliessend explodiert, desto schöner wird der Sommer. So zumindest besagt es der Volksmund.

Suche nach Vermissten läuft weiter

Nach schweren Unwettern im Misox im Kanton Graubünden hat die Polizei am Samstagmorgen über den neusten Stand informiert.

Von vier vermissten Personen konnte bislang in Mesolcina eine Frau geborgen und nach Lugano ins Spital gebracht werden. Die Suche nach den drei noch Vermissten läuft weiter. Gesucht werde mit Drohnen, Helikoptern und Schaufeln, sagte Einsatzleiter William Kloter vor den Medien. Ob die drei noch am Leben seien, wisse man nicht.

Weiter erklärte Kloter, dass sich in der Nacht zwei Einsatzkräfte schwimmend hätten retten müssen, weil ihr Einsatzfahrzeug von den Wassermassen mitgerissen worden war.

Libanon darf kein Gaza werden

UNO-Generalsekretär António Guterres hat hinsichtlich des Konflikts zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz im Libanon vor einer Katastrophe gewarnt.

Eine unüberlegte Handlung, eine Fehlkalkulation, könne eine Katastrophe auslösen, die weit über die Grenze hinaus gehe und die Vorstellungskraft übersteige, sagte Guterres. Die Menschen in der Region und in aller Welt könnten es sich nicht leisten, dass der Libanon ein weiteres Gaza werde.

Es kommt seit Beginn des Gaza-Kriegs wiederholt zu militärischen Konfrontationen zwischen Israel und der mit der Hamas verbündeten Hisbollah-Miliz im Grenzgebiet zwischen Israel und Libanon.

Zugstrecke Lausanne–Brig wieder offen

Der viele Regen hat den Bahnverkehr zwischen Lausanne und Brig mehrere Stunden lang beeinträchtigt. So musste das Teilstück zwischen Riddes und Ardon im Kanton Wallis vom späten Freitagabend bis am Samstagmorgen gesperrt werden.

Grund für die Sperrung war, dass der Pegelstand der Rhone unterhalb einer Bahnbrücke bei Riddes eine kritische Höhe erreicht hatte. Das teilte die SBB am Freitag kurz vor Mitternacht mit.

Am Samstagmorgen gab die SBB dann Entwarnung. Der Wasserstand der Rhone sei gesunken. Wegen der Sperrung fielen die Interregio-Züge zwischen Martigny und Sion aus. Es waren Bahnersatzbusse im Einsatz.