Tribüne bei Stierkampf eingestürzt

Beim Einsturz eines Teils der Tribünen einer Stierkampfarena in Kolumbien sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 60 Personen seien verletzt worden, sagte der örtliche Gouverneur im Radio. Unter den Toten sei auch ein Minderjähriger.

Die Ursache für das Unglück ist noch unklar. Auf Videos, die in sozialen Medien verbreitet wurden, war zu sehen, wie während einer Stierkampfveranstaltung eine mit Menschen gefüllte Holztribüne einstürzte.

Das Unglück passierte etwa 150 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Bogota.

75 Menschen vor Libyen gerettet

Vor der Küste Libyens sind 75 Menschen aus Seenot gerettet worden. Das teilte die Organisation "SOS Mediterrannée" mit.

Insgesamt seien damit am Wochenende 90 Personen aus Seenot gerettet worden, hiess es weiter. 

Nach Angaben des italienischen Innenministeriums erreichten in diesem Jahr bislang fast 26'000 Migrantinnen und Migranten in Booten die italienische Küste. Die Migrationsroute im zentralen Mittelmeer zählt zu den gefährlichsten der Welt.

Verleihung des Berner Tanzpreises 2022

Paloma Muñoz ist mit dem Berner Tanzpreis für die Choreografie «La Piel Vacia» ausgezeichnet worden.

Die Spanierin setzte sich im Wettbewerb gegen fünf andere Beiträge durch und erhält nun die Möglichkeit, mit Bern Ballett eine Uraufführung zu erarbeiten, teilen die Bühnen Bern mit. Muñoz überzeugte die Jury mit ihrem Zusammenspiel von dramaturgischer Gewandtheit, choreografischem Geschick und einer interessanten Klanglandschaft, wie die Jury in ihrer Begründung erläutert.

Den Publikumspreis der Tanzplattform Bern gewann Olga Labovkina mit «Let Sleeping Dogs Lie». Der Publikumspreis ist mit 3000 Franken dotiert.

210'000 Besucher am Berner Stadtfest

Das Berner Stadtfest hat am Wochenende schätzungsweise 210'000 Besucherinnen und Besucher angelockt.

Auf dem Programm standen über Hundert Konzerte, Darbietungen und Attraktionen. Trotz des grossen Andrangs sei es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen gekommen und die Stimmung war friedlich, teilten die Organisatoren mit. Bei der Polizei sei während der ganzen Festdauer von Freitag bis Sonntag keine einzige Lärmklage aufgrund des Stadtfestes eingegangen.

In den nächsten Tagen sollen Gespräche über eine weitere Ausgabe geführt werden. Der Termin sei allerdings noch offen, so die Organisatoren.

Rubenspreis geht an Miriam Cahn

Die Schweizer Künstlerin Miriam Cahn ist am Sonntag der Rubenspreis der deutschen Stadt Siegen verliehen worden.

Die Auszeichnung ist mit 25'000 Euro dotiert und mit einer Ausstellung im Museum für Gegenwartskunst Siegen verbunden, welche ebenfalls am Sonntag eröffnet wurde. Sie gibt unter dem Titel «MEINEJUDEN» einen umfassenden Einblick in das Werk von Cahn. Die 1949 in Basel geborene Künstlerin sieht sich als Streiterin für Jüdinnen und Juden und für Frauen, Kinder und Geflüchtete.

Cahn stellt weltweit aus. So war sie etwa 1984 auf der Biennale Venedig vertreten und hatte 2017 an der documenta teilgenommen.

Wladimir Putin plant Auslandsreise

Der russische Präsident Wladimir Putin will offenbar erstmals seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine ins Ausland reisen.

Laut dem staatlichen Fernsehen wird Putin nächste Woche die ehemaligen Sowjetrepubliken Tadschikistan und Turkmenistan besuchen. In Turkmenistan werde Putin an einem Gipfeltreffen teilnehmen und dort auch auf die Staats- und Regierungschefs von Iran, Aserbaidschan und Kasachstan treffen.

Seine letzte bekannt gewordene Auslandsreise hatte Putin Anfang Februar nach China geführt, wo er an der Eröffnung der Olympischen Winterspiele teilnahm. Ende Februar begann Russland den Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Verbotene Pride Parade in Istanbul

Die Polizei hat in Istanbul eine Parade für die Rechte von homosexuellen und queeren Menschen verhindert.

Sie sperrte Teile der Innenstadt ab und hinderte Menschen daran, sich zu versammeln, wie mehrere Nachrichtenagenturen berichten. Laut den Veranstaltern wurden über 150 Menschen festgenommen. Die Behörden hatten den Umzug und auch andere Veranstaltungen im Rahmen der sogenannten «Pride Woche» zuvor wegen Sicherheitsbedenken verboten.

Trotz des massiven Polizeiaufgebots versammelten sich zahlreiche Menschen in den Seitenstrassen und schwenkten Regenbogenflaggen. Anwohner schlugen aus Protest gegen die Festnahmen auf Töpfe und Pfannen.

Swiss streicht weitere Flüge

Die Fluggesellschaft Swiss steht vor weiteren Flugstreichungen im Sommer und Herbst.

Betroffen sind Verbindungen von August bis Oktober, wie der Blick schreibt. Die Swiss bestätigte den Bericht. Das genaue Ausmass, und welche Strecken von Streichungen betroffen sein werden, war zunächst offen. Grund für die Stornierungen ist unter anderem Personalmangel. Bereits Anfang Monat und im Frühling hatte die Swiss mitgeteilt, sie müsse Flüge streichen. Davon waren Tausende Passagiere betroffen.

Die gesamte Luftfahrtbranche, insbesondere in Europa, leidet aktuell unter Engpässen und Personalmangel.