Abubakar kandidiert in Nigeria

In Nigeria wird der ehemalige Vizepräsident Atiku Abubakar erneut für das Präsidentenamt kandidieren. Die grösste Oppositionspartei hat den 75-Jährigen zum Präsidentschaftskandidaten nominiert – bereits zum dritten Mal.

Mit der Hitze drohen Seuchen

Russische Soldaten in der grösstenteils zerstörten Stadt Mariupol.
Reuters Russische Soldaten in der grösstenteils zerstörten Stadt Mariupol.

Der Bürgermeister der von der russischen Armee eroberten ukrainischen Hafenstadt Mariupol warnt vor dem Risiko von Infektionskrankheiten.

Gegenüber dem ukrainischen Sender «Ukraina 24» sagte er, es könnte im Sommer zu Ausbrüchen von Krankheiten wie der Pest oder Ruhr kommen. Grund dafür sei, dass die Kanalisation und Müllabfuhr nicht mehr funktionierten.

In der grösstenteils zerstörten Hafenstadt sollen im Krieg mehrere Tausend Menschen getötet worden sein.Vor etwas mehr als einer Woche hatte Russland die vollständige Einnahme Mariupols verkündet. Mariupol liegt im Südosten der Ukraine am Asowschen Meer.

Russische Bomben töten Zivilisten

Mehrere Zivilisten sollen durch russischen Beschuss im Donbass getötet worden sein.
Reuters Mehrere Zivilisten sollen durch russischen Beschuss im Donbass getötet worden sein.

Bei Angriffen auf ukrainische Orte sind den Behörden zufolge mehrere Zivilisten getötet oder verwundet worden. 

Präsident Wolodimir Selenski sagte, bei den russischen Angriffen auf Zivilisten handle es sich um «sinnlose, barbarische Angriffe» mit Raketen und Mörsern. Die ukrainische Armee ihrerseits teilte mit, mehrere russische Angriffe abgewehrt zu haben. Dabei seien 33 «Okkupanten» getötet und 6 gepanzerte Fahrzeuge zerstört worden. Die Angaben sind nicht unabhängig zu prüfen.

Die heftigsten Kämpfe sind weiterhin im Donbass im Gange. Dort ist besonders die Grossstadt Sjewjerodonezk umkämpft. Unklar bleibt, inwieweit die Stadt noch in ukrainischer Hand ist.

Russland ist Terrorstaat

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski fordert, dass Russland offiziell als Terrorstaat eingestuft wird.

In seiner abendlichen Video-Ansprache sagte Selenski, dies spiegle die tägliche Realität wider, die Russland mit dem Angriff auf die Ukraine gestartet habe. Der Terror sei inzwischen «die einzige Form des Handelns des russischen Staates gegenüber der Ukraine und Europa» geworden. Er nannte neben dem Angriffskrieg die Bereiche Energie und Nahrungsmittel als Beispiele für den russischen Terror. Dies wolle er Anfang Woche am EU-Gipfel thematisieren.

Bereits im April hatte das ukrainische Parlament Russland gesetzlich als Terrorstaat eingestuft.

Unwetter fordern Todesopfer

Nach starken Regenfällen sind im Nordosten Brasiliens bei Erdrutschen mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Diese Zahl meldet der Zivilschutz des Bundesstaates Pernambuco. Bei einem Erdrutsch im Süden der Hafenstadt Recife seien allein 20 Menschen getötet worden, berichtet der brasilianische Fernsehsender Globo.

Hurrikan trifft bald auf Land

Vor der Pazifikküste Mexikos hat sich der erste Tropensturm der Hurrikansaison 2022 gebildet. Der Sturm «Agatha» dürfte in den kommenden Tagen an Kraft gewinnen und am Montag als Hurrikan im Bundesstaat Oaxaca auf Land treffen. Das US-Hurrikanzentrum hat vor lebensbedrohlichen Überschwemmungen und Erdrutschen gewarnt.

Bujar Nishani 55-jährig gestorben

Bujar Nishani, der von 2012 bis 2017 Staatspräsident Albaniens war, ist tot. Das teilte der amtierende albanische Präsident auf Facebook mit. Laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa befand sich Nishani in einem Spital in Deutschland, wo er wegen einer Leberkrankheit und Komplikationen nach einer Covid-Erkrankung in Behandlung war.

Kaum ein Wort zu Xinjiang

UNO-Hochkommissarin Michelle Bachelet habe an ihrer Medienkonferenz nichts zur Situation in der Region Xinjiang gesagt, sagt SRF-Korrespondent Martin Aldrovandi. Das sei «erstaunlich».

Die Xinjiang Police Files, ein Datenleck, das zeigt, wie brutal es in chinesischen Umerziehungslagern in Xinjiang für Uigurinnen und Uiguren zu und hergeht, habe Bachelet mit keinem Wort erwähnt, sagt Aldrovandi. «Ich wollte sie dazu fragen, bin aber nicht drangekommen. Wie die meisten Journalistinnen und Journalisten westlicher Medien.»

Bachelet habe alles sehr allgemein gehalten. Das Fazit von Martin Aldrovandi: «Wirklich schlauer geworden sind wir nicht nach dieser Pressekonferenz.»