Explosion in Chemiepark Leverkusen

Explosion in Chemiewerk in Leverkusen.
Keystone-SDA Explosion in Chemiewerk in Leverkusen.

Nach der Explosion in einem Chemiepark im deutschen Leverkusen ist die Zahl der Verletzten auf mindestens 31 gestiegen, wie die Behörden mitteilten. Zwei Personen seien ums Leben gekommen, mehrere würden noch vermisst.

Wie es am Dienstagmorgen zur Explosion und dem anschliessenden Brand in einem Entsorgungszentrum gekommen ist, ist noch nicht klar. Das Feuer konnte gegen Mittag gelöscht werden. Videos zeigten gewaltige Rauchwolken. Luftmessungen von Umweltschutzbehörden zeigten bisher keine gefährlichen Werte. Trotzdem wurde das Gebiet weiträumig abgesperrt.

Die Bevölkerung wurde aufgefordert, in den Wohnungen zu bleiben und die Fenster zu schliessen.

22-Jähriger kriegt lebenslang

Mitte März erschoss ein junger Mann in den USA acht Menschen. Die meisten von ihnen waren asiatischstämmige Frauen. Nun hat ein Gericht in Georgia den 22-Jährigen in vier Fällen zu einer vierfachen lebenslangen Haftstrafe verurteilt.

Für die vier weiteren Tötungen erwartet den Mann in einem anderen Gerichts- bezirk ein zweiter Prozess. Dort droht im bei einer Verurteilung wegen eines Hassverbrechens die Todesstrafe.

Die Tat hatte in den USA die heftige Debatte über zunehmenden Hass und Gewalt gegenüber asiatischstämmigen Amerikanern angeheizt.

Kapitol-Sturm vor Kongress-Ausschuss

Bei der ersten Anhörung des Untersuchungsausschusses zum Angriff auf das US-Kapitol vom 6. Januar haben mehrere Polizisten ihre Erlebnisse geschildert.

Einer der Beamten, Aquilino Gonell, sagte bei der Ausschusssitzung im Repräsentantenhaus, er habe an jenem Tag gedacht, er würde sterben. Er sei im Irak-Krieg gewesen. Doch an jenem 6. Januar habe er mehr Angst gehabt als während seines gesamten Irak-Einsatzes.

Anhänger des damaligen US-Präsidenten Donald Trump hatten am 6. Januar den Sitz des US-Kongresses in Washington erstürmt. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist. Der Ausschuss im Kongress soll die Hintergründe des Angriffs untersuchen.

Zahl der Neuansteckungen steigt

Die japanische Hauptstadt Tokio hat am Dienstag mit 2848 die bisher höchste Zahl von Covid-19-Neuinfektionen an einem Tag gemeldet.

Die Menschen sollen nach Möglichkeit zu Hause bleiben und auf unnötige Reisen verzichten, sagte Ministerpräsident Yoshihide Suga. Die Delta-Variante breite sich schnell aus. Rund ein Drittel der Neuinfektionen beträfen Menschen in ihren Zwanzigern.

Die Mehrheit der Menschen in Japan war laut Umfragen für eine Absage oder erneute Verschiebung der Olympischen Spiele, auch wegen der Angst einer Einschleppung neuer Virus-Varianten.

Unwetter kosten bis zu 5,5 Mia. Euro

Nach den schweren Unwettern in Deutschland schätzt die Versicherungsbranche die versicherten Schäden auf 4,5 bis 5,5 Milliarden Euro.

Neben den besonders betroffenen Bundesländern Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen seien in der Schätzung auch Bayern und Sachsen enthalten, schreibt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft GDV. Unter anderem seien rund 40'000 Fahrzeuge durch die Fluten beschädigt oder zerstört worden.

Der GDV geht davon aus, dass das Jahr 2021 in Deutschland zum schadenträchtigsten seit fast 20 Jahren wird.

WHO warnt vor E-Zigaretten

Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor E-Zigaretten und anderen elektronischen Geräten zum Konsum von Nikotin. Diese Produkte würden mit ihren Geschmacksnoten oft gezielt für Kinder vermarktet, schreibt die WHO.

Minderjährige Nutzerinnen und Nutzer würden später im Leben zwei- bis dreimal häufiger zu herkömmlichen Zigaretten greifen als andere Jugendliche.

Die langfristigen Folgen von E-Zigaretten seien noch nicht erforscht, so die WHO. In Studien seien aber bereits Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hoher Blutdruck und Lungenprobleme nachgewiesen worden.

70 Prozent Erstimpfungen erreicht

Die EU hat nach eigenen Angaben eines ihrer Impfziele erreicht. Nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sind 70 Prozent der Erwachsenen mindestens einmal geimpft. Bis Ende des Sommers sollen 70 Prozent vollständig geimpft sein.

Von der Leyen betonte in einer Ansprache jedoch, dass die EU die Bemühungen weiterhin aufrecht erhalten müsse. Die Delta-Variante sei sehr gefährlich. Alle, welche die Möglichkeit hätten, sollten sich deshalb impfen lassen, sagte von der Leyen.

Die EU-Kommission ermunterte am Dienstag auch noch einmal alle Impfskeptiker, sich immunisieren zu lassen.

24-Jähriger in Hongkong verurteilt

In Hongkong ist ein 24-Jähriger wegen Sezession und Terrorismus verurteilt worden. Es handelt sich um das erste Gerichtsurteil unter Berufung auf das neue nationale Sicherheitsgesetz.

Die Einführung des Sicherheitsgesetzes führte zu monatelangen Protesten in Hongkong. Die Richter verurteilten den 24-Jährigen, weil er vergangenes Jahr mit seinem Motorrad in eine Gruppe Polizisten gefahren war. Das Strafmass ist noch unklar.

Nach Ansicht von Kritikern hebelt das neue chinesische Sicherheitsgesetz die Rechtsstaatlichkeit in der Sonderverwaltungsregion Hongkong in vielen Bereichen aus.