Ukraine beruhigt Waffenlieferanten

Die Ukraine wird mit den Langstreckenwaffen, die sie von westlichen Ländern erhält, nicht auf russisches Staatsgebiet feuern. Das versprach Verteidigungsminister Oleksii Reznikov. Sein Land werde mit den Waffen nur gegen russische Einheiten vorgehen, die ukrainisches Gebiet besetzten. 

Konkret geht es um Langstreckenwaffen, welche die USA diese Woche versprochen haben. Mit diesen kann die Ukraine theoretisch alle russischen Versorgungslinien in der Ost-Ukraine treffen.

Westliche Staaten befürchten, dass eine gefährliche Verschärfung des Konflikts drohen würde, wenn die Ukraine mit den vom Westen gelieferten Waffen Ziele in Russland angreifen würde.

Iran begnadigt Tausende Demonstrierende

Iran begnadigt zehntausende Menschen: Darunter seien auch Demonstrierende der Mahsa-Amini-Bewegung.
Keystone/Clemens Bilan (Symbolbild) Iran begnadigt zehntausende Menschen: Darunter seien auch Demonstrierende der Mahsa-Amini-Bewegung.

Irans Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei hat laut Staatsmedien Zehntausende Gefangene begnadigt. Der Schritt erfolgte anlässlich des Jahrestags der Islamischen Revolution von 1979, wie das Staatsfernsehen verkündete.

Die Begnadigungen führten demnach zu Hafterleichterungen und Amnestien. Auch Demonstrierende, die im Rahmen der jüngsten Protestwelle inhaftiert wurden, profitierten von den Begnadigungen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna.

Die Begnadigungen erfolgten laut Irna auf Vorschlag des Justizchefs Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi. Mehr als 500 Menschen wurden im Rahmen der Proteste getötet und rund 20'000 inhaftiert.

«Zwischenfall trübt die Beziehungen»

USA-Korrespondentin Colpi: «Mutmasslicher Spionageballon trübt Beziehungen zwischen China und USA.»
SRF USA-Korrespondentin Colpi: «Mutmasslicher Spionageballon trübt Beziehungen zwischen China und USA.»

Der mutmassliche Spionageballon sei ein Rückschlag für die Beziehung zwischen Washington und Peking, sagt Barbara Colpi, USA-Korrespondentin von SRF.

Beim G20-Treffen auf Bali im November sei noch Tauwetter gewesen. Die beiden Staaten hätten damals sogar von gemeinsamen Arbeitsgruppen gesprochen. «Diese Absichten sind nun sicher in weite Ferne gerückt. Der Zwischenfall trübt die Beziehungen. In Washington ist von einer angespannten Beziehung die Rede.»

Die Tür sei aber nicht zugeschlagen. Aussenminister Antony Blinken habe eine geplante China-Reise zwar abgesagt, es sei aber betont worden, dass die Reise lediglich verschoben sei. Sämtliche Kommunikationskanäle blieben offen.

Tote wegen Lawinen in Österreich

Viel Schnee in den östlichen Alpen: Tote wegen Lawinen in Österreich
Keystone/Zoom Tirol Viel Schnee in den östlichen Alpen: Tote wegen Lawinen in Österreich

In den Ostalpen sowie in Teilen Osteuropas ist viel Schnee gefallen. In der Folge kam es zu Lawinenniedergängen und Chaos auf den Strassen. In Österreich haben zudem Lawinen zwei weitere Menschenleben gefordert.

In einem Fall wurde der Fahrer eines Schneepflugs mitsamt seines Fahrzeugs von einer Lawine mitgerissen. Im anderen Fall handle es sich vermutlich um einen zuvor vermissten Skitouren-   Gänger.

Das teilen die jeweils zuständigen   Polizeibehörden mit. Damit sind in den österreichischen Alpen seit Freitag fünf Menschen in Lawinen ums Leben gekommen. Nach zwei weiteren Vermissten wird immer noch gesucht.

Bachmut laut London eingekesselt

Krieg in der Ukraine: Bachmut laut britischen Militärfachleuten eingekesselt.
Keystone/Daniel Cole (Archiv) Krieg in der Ukraine: Bachmut laut britischen Militärfachleuten eingekesselt.

Die Schlinge um die ukrainischen Truppen in der umkämpften Stadt Bachmut zieht sich offenbar immer weiter zu. So sehen es zumindest britische Militärfachleute.

Die ostukrainische Stadt sei immer mehr von russischen Truppen eingekreist worden, schreibt das Verteidigungsministerium in London. So seien die beiden wichtigsten Strassen in die Stadt von russischem Beschuss bedroht. Zwar gebe es für den Nachschub in die Stadt noch andere Wege, aber Bachmut sei zunehmend isoliert, so die Mitteilung.

Laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenski wird die Lage an der Front schwieriger. Neben Bachmut nannte er auch die Orte Lyman und Wuhledar.

Zypern wählt ein neues Staatsoberhaupt

Präsidentschaftswahlen in Zypern: Nikos Christodoulidis gilt als Favorit
Keystone/Katia Christodoulou (Archiv) Präsidentschaftswahlen in Zypern: Nikos Christodoulidis gilt als Favorit

Die Zypriotinnen und Zyprioten wählen ein neues Staatsoberhaupt. Die Wahllokale sind seit dem frühen Sonntagmorgen offen, wie das Innenministerium mitteilt.

Nikos Anastasiades steht als amtierender Präsident nach zwei Amtszeiten nicht mehr zur Wahl. Insgesamt kandidieren 14 Personen für das Staatspräsidium. Der Präsident oder die Präsidentin stellt die Regierung zusammen und leitet sie. Als Favorit gilt der pro-europäische ehemalige Aussenminister des Landes, Nikos Christodoulidis.

Die Wahllokale schliessen um 17 Uhr. Danach soll es erste Prognosen geben. Laut Umfragen dürfte es am nächsten Sonntag zu einer Stichwahl kommen.

Pakistans Ex-Präsident Musharraf tot

Pakistan: Der ehemalige Präsident Pervez Musharraf ist tot.
Keystone/Shakil Adil (Archiv) Pakistan: Der ehemalige Präsident Pervez Musharraf ist tot.

Der ehemalige Präsident von Pakistan, Pervez Musharraf, ist tot. Er sei nach langer Krankheit in einem Spital in Dubai gestorben. Das bestätigt das pakistanische Militär gegenüber CNN.

Musharraf wurde 79 Jahre alt. Vor gut 23 Jahren hatte er nach einem Militärputsch die Macht übernommen. Damals war er Generalstabchef der pakistanischen Armee. 2001 wurde er offiziell Präsident Pakistans.

Sieben Jahre später trat er zurück, nachdem er innenpolitisch wegen seines diktatorischen Führungsstils und seiner Annäherung an die USA zunehmend unter Druck geraten war.

Luftobjekt über Kolumbien - Ballon?

Kolumbien teilte am Samstagabend Ortszeit mit, dass ein unbekanntes Objekt in den Luftraum eingedrungen sei. Es habe ähnliche Eigenschaften wie ein Ballon, so die kolumbianischen Behörden.

Gemeinsam mit anderen Ländern würde die Luftwaffe daran arbeiten, die Herkunft des Objekts festzustellen. Mittlerweile soll der mutmassliche Ballon den Luftraum Kolumbiens wieder verlassen haben.

Von Mittwoch bis Samstag schwebte ein chinesischer Ballon über den USA. Diesen haben die Vereinigten Staaten am Samstag abgeschossen. China bestreitet die Vorwürfe der Spionage, der Ballon sammle Wetterdaten.