Silvio Berlusconi wurde freigesprochen

Italien: Berlusconi in Bestechungsprozess freigesprochen
Keystone-SDA/Archiv Italien: Berlusconi in Bestechungsprozess freigesprochen

Der ehemalige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist vom Vorwurf der Bestechung freigesprochen worden.

Ein Gericht in der Stadt Siena kam zum Schluss, dem 85-Jährigen könne nicht nachgewiesen werden, einen Pianisten für Falschaussagen im Zusammenhang mit den sogenannten «Bunga-Bunga-Sex-Partys» bezahlt zu haben. Gemäss Nachrichtenagenturen wurde auch der Musiker selbst freigesprochen.

Gegen Berlusconi laufen wegen Bestechung weitere Verfahren. Einen ähnlichen Freispruch konnte Berlusconi bereits 2015 erzielen. Damals ging es um Sex mit Minderjährigen und Amtsmissbrauch.

Lockdownende nach 262 Tagen

Melbourne in Australien: Das Ende des 262-tägigen Lockdowns mit Haareschneiden gefeiert
Keystone-SDA Melbourne in Australien: Das Ende des 262-tägigen Lockdowns mit Haareschneiden gefeiert

Nach einem 262 Tage andauernden Lockdown feiern die Menschen in Melbourne am Freitag das Ende der Abriegelung. Geschäfte, Bars und Restaurants dürfen nun wieder öffnen.

Die Stadt galt lange Zeit als am stärksten abgeriegelte Stadt der Welt. Am Freitagvormittag machte sich das Ende des Lockdowns besonders vor Haarsalons bemerkbar. Stellenweise standen die Menschen stundenlang an, um sich die Lockdown-Mähne frisieren zu lassen.

Melbourne ist Mitteleuropa 11 Stunden voraus. Deshalb waren auf Twitter und anderen Social-Media-Plattformen Fotos von Menschen am Vormittag zu sehen. So zeigten sich viele beim Haareschneiden oder beim Mittagessen mit Freunden.

EU will Impf-Falschinfos bekämpfen

Corona: EU-Gipfel will Desinformation über Impfung stärker bekämpfen
Keystone-SDA/Archiv Corona: EU-Gipfel will Desinformation über Impfung stärker bekämpfen

Die Impfskepsis ist in vielen europäischen Ländern weit verbreitet. Deshalb wollen die EU-Staaten nun stärker dagegen vorgehen und insbesondere Falschinformationen auf Social-Media-Kanälen bekämpfen.

Das haben die Staats- und Regierungschefs am EU-Gipfel in Brüssel beschlossen. Die Impfkampagnen hätten in Europa zwar erhebliche Fortschritte gemacht, dennoch bleibe die Lage in einigen Ländern sehr ernst, hiess es in der Gipfelerklärung.

In Rumänien beispielsweise breitet sich das Coronavirus rasant aus. Nur gut ein Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner des Landes ist geimpft.

Strafrechtliche Schritte gegen Bannon

USA:  Bannon missachtet Vorladung: Abgeordnete stimmen für Strafverfolgung
Keystone-SDA/Archiv USA: Bannon missachtet Vorladung: Abgeordnete stimmen für Strafverfolgung

Das US-Repräsentantenhaus hat den Weg für strafrechtliche Schritte gegen den Rechtspopulisten Steve Bannon freigemacht. Der ehemalige Berater des Ex-Präsidenten Donald Trump weigert sich, vor dem Untersuchungsausschuss zu den Geschehnissen vom 6. Januar auszusagen.

Am 6. Januar stürmten Trump-Anhängerinnen und -Anhänger das Kapitol in Washington. Steve Bannon wird verdächtigt, vorab Kenntnis über gewaltsame Proteste gehabt zu haben. Erst kürzlich missachtete er die Vorladung vor den Ausschuss, der den Angriff aufarbeitet.

Die Repräsentantinnen und Repräsentanten stimmten nun mit 229 zu 202 Stimmen dafür, den Fall an die Staatsanwaltschaft zu überweisen.

Frankreich zahlt Bürgern 100 Euro

Angesichts steigender Energiepreise will die französische Regierung Haushalten mit weniger als 2000 Euro Nettoeinkommen pro Monat einmalig 100 Euro zukommen lassen, um die Mehrkosten auszugleichen. Das kündigte Premier- minister Jean Castex an. Von der Massnahme sollen laut Castex 38 Millionen Menschen in Frankreich profitieren.

Brandstifter in Syrien hingerichtet

Wegen angeblicher Brandstiftung im  vergangenen Jahr sind in Syrien 24  Personen hingerichtet worden, wie das Justizministerium in Damaskus mit- teilte.

Sie seien wegen Terrorhandlungen ver-urteilt worden, die zum Tod von drei Menschen und zu Schäden an staatlicher Infrastruktur geführt hätten, hiess es. Elf weitere Beteiligte wurden demnach zu lebenslangen Gefängnisstrafen ver-urteilt, fünf Minderjährige zu Haftstrafen zwischen zehn und zwölf Jahren.

Vor einem Jahr verursachten Brände im Nordwesten Syriens und auch in der  Heimatregion des Machthabers Baschar al-Assad eine Reihe von Schäden.

Mekele wird weiter bombardiert

In Äthiopien hat die Armee die Hauptstadt der nördlichen Region Tigray, Mekele, den dritten Tag diese Woche bombardiert. Auch zivile Personen seien Opfer der Luftangriffe geworden, teilte Tigrays de facto Präsident Debretsion Gebremichael mit.

Die Angriffe galten laut der Regierung militärischen Einrichtungen der Volksbefreiungsfront TPFL. Die äthiopische Armee begann vergangene Woche eine neue Militäroffensive gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray.

Der Konflikt begann vor fast einem Jahr. Seither wurden laut der UNO Tausende Personen getötet und mindestens zwei Millionen Menschen vertrieben.

Nato will Russland abschrecken

Die Aussenminister des transatlan- tischen Verteidigungsbündnisses Nato haben einen neuen Plan zur Abschreckung Russlands beschlossen.

Dieser bereite die Militärallianz für den Fall vor, sollte Russland gleichzeitig im Baltikum und in der Schwarzmeerregion angreifen, teilte Nato- Generalsekretär Jens Stoltenberg nach dem Treffen in Brüssel mit.

Russland bestreitet, sich aggressiv zu verhalten und wirft seinerseits der Nato vor, Europa zu destabilisieren. Im Mai hatte Russland im Rahmen von Manövern rund 100'000 Soldaten an der Grenze zur Ukraine zusammengezogen.