Festnahmen bei Demonstrationen

In Algier ziehen Zehntausende Menschen auf die Strasse.
Reuters In Algier ziehen Zehntausende Menschen auf die Strasse.

In mehreren Städten Algeriens haben erneut Zehntausende gegen die politische Führung des Landes protestiert.

In der Hauptstadt Algier kam es zu Dutzenden Festnahmen, wie Nachrichtenagenturen berichten. Das Militär habe zuvor versucht, die Proteste zu verhindern. Dennoch sei es Demonstrierenden gelungen, das Stadtzentrum zu erreichen.

Seit Mitte Februar wird in vielen Teilen Algeriens immer wieder demonstriert. Unter dem Druck trat Langzeitpräsident Abdelaziz Bouteflika im April zurück. Die Wahl eines neuen Staatschefs soll im Dezember stattfinden. Die Demonstrierenden verlangen zusätzlich tiefgreifende Reformen.

Kuwait und Libanon rüsten Ölanlagen auf

Nach den Luftangriffen auf Öl-Anlagen in Saudi-Arabien hat Kuwait die Sicherheitsstufe für seine Handels- und Öl-Häfen erhöht. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur hat der Industrieminister dazu eine Dekret erlassen.

Auch Libanon will seine Gas- und Ölfelder im östlichen Mittelmeerraum stärker sichern. Das Land beabsichtigt, Militärausrüstung aus Frankreich zu kaufen. Dies sagte der libanesische Regierungschef Saad Hariri bei einer Medienkonferenz mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Paris. 

Frankreich habe zur Finanzierung eine Garantie für einen Kredit von bis zu 400 Millionen Euro angeboten.

USA sanktionieren iranische Zentralbank

US-Präsident Donald Trump im Weissen Haus.
Keystone-SDA US-Präsident Donald Trump im Weissen Haus.

Die US-Regierung hat die iranische Zentralbank und den Staatsfonds des Landes wegen angeblicher Finanzierung terroristischer Aktivitäten mit Sanktionen belegt. Präsident Trump erklärte vor Journalisten, es handle sich um die schärfsten Sanktionen, die Washington bisher gegen Iran verhängt habe. 

Die US-Regierung wirft den betroffenen Institutionen vor, sie würden die iranischen Revolutionsgarden und die Huthi-Rebellen in Jemen finanzieren.

Nach den Angriffen auf Ölanlagen in Saudi-Arabien am vergangenen Wochenende hatte Trump neue Sanktionen angekündigt. Die US-Regierung sieht Iran als Urheber des Angriffs, Teheran weist dies zurück.

Militärübung von Russland und China

Russland hat zusammen mit Soldaten aus China und Indien sowie weiteren Staaten seine grösste Militärübung in diesem Jahr abgehalten.

Im russischen Orenburg in der Nähe von Kasachstan hielten 128'000 Militärangehörige eine Übung ab. Unter anderem mit Kampfhelikoptern, Panzertruppen und Fallschirmjägern.

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, dass es einen «grossen Plan für die Zusammenarbeit» beider Länder gebe. Details wurden nicht genannt. Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping hatten bei einem Treffen Anfang Juni von einer «beispiellosen Freundschaft» ihrer Länder gesprochen, die sich auf alle Gebiete erstreckt.

Migrant vor UNO-Helfern erschossen

In Libyen ist ein Migrant aus dem Sudan erschossen worden, vor den Augen von UNO-Helfern.

Dies beweise erneut, dass das Bürgerkriegsland nicht sicher sei. Migranten dürften unter keinen Umständen dorthin zurückgebracht werden, sagte ein Sprecher des UNO-Flüchtlingshilfswerks.

Der Erschossene war in einer Gruppe von rund 100 Menschen gewesen, welche die Küstenwache im Mittelmeer abgefangen und nach Libyen zurückgebracht hatte. Die Migranten, überwiegend Frauen und Kinder, hätten sich gewehrt, weil sie in ein Internierungslager gebracht werden sollten.

Massnahmen gegen Klimawandel

Bundeskanzlerin Angela Merkel verteidigt Klimapaket..
Keystone-SDA Bundeskanzlerin Angela Merkel verteidigt Klimapaket..

Die deutsche Regierung hat sich auf ein Klimaschutzpaket geeinigt. Mit dem milliardenschweren Paket würden die Grundlagen für das Erreichen der Klimaziele bis 2030 gelegt, so Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Unter anderem wird künftig ein Preis auf den Ausstoss des Treibhausgases CO2 festgesetzt. Dies sorgt dafür, dass beispielsweise Benzin teurer wird. Weiter sollen Fernreisen mit dem Zug gefördert und die Preise für Inlandflüge erhöht werden.

Ziel der Klimastrategie ist es, Deutschlands Treibhausgasausstoss zu senken.

De Blasio zieht Bewerbung zurück

Bill de Blasio gibt Präsidentschaftsbewerbung auf.
Reuters Bill de Blasio gibt Präsidentschaftsbewerbung auf.

New Yorks Stadtpräsident Bill de Blasio zieht sich aus dem Rennen um eine Präsidentschaftskandidatur zurück. Er stelle seine Kampagne ein, sagte der Demokrat in einem Fernsehinterview.

Der Bürgermeister von New York war einer von rund 20 Demokraten, die angekündigt haben, dass sie sich als Präsidentschaftskandidat der Demokraten bewerben wollen.

Wer offizieller Kandidat der Demokraten wird, bestimmt die Partei nächstes Jahr. Der Republikaner und derzeitige Präsident Donald Trump strebt eine zweite Amtszeit an.

Klima-Proteste auf der ganzen Welt

Zehntausende gehen weltweit auf die Strasse und demonstrieren für einen besseren Klimaschutz.

Dem Aufruf der Organisation «Fridays for Future» folgten vor allem Schüler und Studenten, wie Nachrichtenagenturen berichten. Insgesamt sind in mehr als 150 Ländern Aktionen gegen den Klimawandel geplant oder bereits am Laufen.

Eine der grössten Kundgebungen ist in New York angesetzt. Die für den Friedensnobelpreis nominierte 16-jährige Schwedin Greta Thunberg, welche die Proteste initiierte, soll eine Demonstration vor dem Sitz der UNO anführen. Dort startet kommende Woche ein Klimagipfel mit zahlreichen Staats- und Regierungschefs.