Zugstrecke Lausanne–Brig unterbrochen

Der Bahnverkehr auf der Strecke zwischen Lausanne und Brig ist wegen des vielen Regens eingeschränkt. So hat die SBB das Teilstück zwischen Riddes und Ardon im Kanton Wallis gesperrt.

Der Pegelstand der Rhone habe unterhalb einer Bahnbrücke bei Riddes eine kritische Höhe erreicht, teilt die SBB am Freitag kurz vor Mitternacht mit.

Der Unterbruch dauere bis mindestens am Samstagmorgen früh. Wann genau der Bahnverkehr wieder aufgenommen werden könne, sei von der Hochwassergefahr abhängig. Die SBB will am frühen Samstagmorgen über die Wiederaufnahme des Bahnverkehrs beraten. Solange seien Bahnersatzbusse im Einsatz.

Rechtsextremen-Anlass verhindert

Der mutmassliche Veranstaltungsort des Rechtsextremen-Treffens wurde abgesperrt.
Kantonspolizei Thurgau Der mutmassliche Veranstaltungsort des Rechtsextremen-Treffens wurde abgesperrt.

Die Thurgauer Kantonspolizei hat am Freitag ein Treffen von mutmasslichen Rechtsextremen verhindert.

Mit Unterstützung vom Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit sowie von Nachbarkantonen sperrte die Polizei den Veranstaltungsort am Bodensee ab und kontrollierte rund 50 Personen. Die mehrheitlich jungen Männer aus der Deutschschweiz wurden aus dem Kanton weggewiesen, wie die Polizei mitteilte.

Es handle sich bei den Organisatoren grundsätzlich um Privatpersonen. Zu welcher Gruppierung sie gehören, werde abgeklärt, sagt Matthias Graf vom Mediendienst der Kantonspolizei Thurgau gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA

Überschwemmungsgefahr in Graubünden

Der Kanton Graubünden meldet für das ganze Gebiet Misox, dass mit Überschwemmungen gerechnet werden muss.

Die Bevölkerung wird aufgefordert, sich bei Überschwemmungsgefahr nicht in Keller oder Tiefgaragen zu begeben. Zudem sollte nicht mit dem Auto oder Velo durch überflutete Strassen gefahren werden. Ferner erinnert der Kanton daran, nicht an Gewässer zu gehen, die Hochwasser führen. Flutwellen könnten überraschen und Ufer einbrechen. Die Bevölkerung ist aufgerufen, sich in höher liegende Gebäudeteile zu begeben.

Die Berninapassstrasse war nach einem Erdrutsch zwischen Pontresina und Poschiavo vorübergehend gesperrt. Zudem kam es in Lostallo zu einem Murgang. 

Bern plant Flüchtlingsunterkunft

Der Kanton Bern plant auf dem Twannberg am Bielersee eine Unterkunft für bis zu 175 geflüchtete Menschen.

Die ersten Flüchtlinge sollen Anfang 2025 in das ehemalige Hotel einziehen, wie er mitteilt. Neben anerkannten Flüchtlingen würden auch vorläufig Aufgenommene sowie Personen mit Schutzstatus S aufgenommen. Noch unklar sei, aus welchen Ländern die Menschen kommen würden. Die Unterkunft soll vom Schweizerischen Roten Kreuz betrieben werden, und zwar für vorerst drei Jahre. Die Geflüchteten werden rund um die Uhr, während sieben Tagen die Woche betreut.

Die zuständige Gemeinde Twann-Tüscherz soll Unterstützung des Kantons erhalten.

Ja zu Gaza-Nothilfe

Die aussenpolitische Kommission des Ständerats hat einer Hilfszahlung für die Menschen in Gaza zugestimmt. Zuvor hatte sich auch die Nationalratskommission dafür ausgesprochen.

Der Bundesrat hatte beschlossen, 10 Millionen Franken an das UNO-Palästinenserhilfswerk UNRWA auszuzahlen. Die Ständeratskommission hat dem nun mit sieben zu fünf Stimmen zugestimmt. Dass das Geld statt der UNRWA dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz und dem Welternährungsprogramm der UNO zukommen soll, hat sie abgelehnt, wie es in einer Mitteilung heisst.

Nur die UNRWA habe die logistischen Möglichkeiten, das Leid der Zivilbevölkerung in Gaza zu lindern.

Nein zu UNO-Migrationspakt

Die Schweiz soll dem Migrationspakt der UNO nicht beitreten.

Eine Mehrheit der zuständigen Ständeratskommission ist dieser Meinung. Sie beantragt, dass der Ständerat einen Beitritt diskussionslos ablehnt.

Der UNO-Migrationspakt ist Ende 2018 von der Uno-Vollversammlung beschlossen worden. Ziel ist eine bessere internationale Zusammenarbeit bei der grenzüberschreitenden Migration. Dafür spricht sich auch die Mehrheit der Ständeratskommission aus. Sie glaubt aber, dass ein Betritt zum Migrationspakt der Schweiz mehr Risiken als Vorteile bringt, insbesondere im Rechtsbereich.

Urteilsverkündung im Fall Hinduja

Ajay Hinduja erhielt eine vierjährige Haftstrafe, seine Eltern viereinhalb.
Keystone/Salvatore Di Nolfi (Archiv) Ajay Hinduja erhielt eine vierjährige Haftstrafe, seine Eltern viereinhalb.

Die vier Mitglieder der reichen indischen Familie Hinduja haben sich nicht des Menschenhandels schuldig gemacht. Das Genfer Strafgericht hat sie von diesem Vorwurf freigesprochen.

Das Gericht war der Ansicht, dass die indischen Hausangestellten, die für die Familie Hinduja in deren Haus in Cologny arbeiteten, nicht gezwungen wurden, in die Schweiz zu kommen, um dort zu arbeiten. Vielmehr erhielten sie selbst unter Berücksichtigung der Tatsache, dass sie Kost und Logis erhielten, lächerliche Löhne.

Der Patriarch Prakash Hinduja (79) und seine Frau Kamal (75) wurden zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.

Bund und Kantone klären Zuständigkeiten

Der Bund und die Kantone befassen sich wieder mit der Frage, wer wofür zuständig sein soll. Doppelspurigkeit und Ineffizienzen sollen verhindert werden.

Man habe sich auf ein entsprechendes Projekt geeinigt, schreiben der Bund und die Konferenz der Kantonsregierungen. Mögliche Aufgabenentflechtungen in über 20 Bereichen werden überprüft. Zum Beispiel bei den Prämienverbilligungen, beim regionalen Personenverkehr, bei der Berufsbildung oder im Polizei-Bereich.

Bund und Kantone hatten 2019 ein Projekt zur weiteren Aufgabenentflechtung gestartet. Dieses wurde dann aber Anfang 2021 wegen der Corona-Pandemie auf Eis gelegt.