Bundesratsmitglieder geimpft

Mehrere Mitglieder des Bundesrats haben sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Regierungssprecher André Simonazzi bestätigte einen ensprechenden Bericht der Tamedia-Portale.

Welche Bundesrätinnen oder welche Bundesräte eine Covid-19-Impfung verabreicht bekommen haben, wird nicht bekanntgegeben. Die Impfungen seien auch aufgrund der beruflichen Bedürfnisse der Regierungsmitglieder erfolgt, so Simonazzi.

Gemessen am Alter, zählt lediglich der 70-jährige Finanzminister Ueli Maurer zur Risikogruppe. Laut Bundesamt für Gesundheit gelten Menschen ab 65 Jahren als besonders gefährdet.

Besuchsverbot in Tessiner Heimen

Die Tessiner Behörden haben ein Besuchsverbot für Altersheime, Spitäler und Behindertenheime verhängt. Das Verbot gelte ab Samstag und vorerst bis zum 7. Februar, teilte die Tessiner Gesundheitsdirektion mit.

Grund für das Besuchsverbot sei die britische Coronavirus-Mutation, heisst es weiter. Mit der Massnahme sollen weitere Ausbrüche durch die ansteckendere Virus-Variante verhindert werden.

In einem Altersheim in Balerna/TI war es in den vergangenen Tagen zu einem solchen Ausbruch gekommen. Rund die Hälfte des Personals sowie drei Viertel der Bewohnerinnen und Bewohner waren positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Impfbereitschaft ist gestiegen

Die Bereitschaft, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen, ist in der Schweiz gestiegen. Waren es im Oktober noch 16 Prozent, die erklärten, sich «sofort» impfen lassen zu wollen, sind es jetzt 41 Prozent.

Dies zeigt die neuste Umfrage der Forschungsstelle Sotomo im Auftrag der SRG. Rund 44'000 Personen haben zwischen dem 8. und 11. Januar online daran teilgenommen. Der Fehlerbereich beträgt +/- 1,1 Prozentpunkte.

Die Umfrage zeigt weiter: 34 Prozent wollen mit der Impfung noch abwarten oder sind unschlüssig. 24 Prozent der Befragten wollen sich nicht gegen Covid-19 impfen lassen. Hauptgrund dafür ist die Sorge vor Nebenwirkungen.

BAG meldet 2396 neue Ansteckungen

Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat am Freitag 2396 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet. 66 weitere Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben; die Zahl der neuen Spitaleinweisungen liegt bei 139.

Laut SRF Data liegt der 7-Tage-Schnitt der Ansteckungen bei 2535. Das sind 21 Prozent weniger als in der Vorwoche. Das Testvolumen im 7-Tage-Schnitt liegt bei 22'869 Tests pro Tag und ist damit im Vergleich zur Vorwoche um 5 Prozent gestiegen.

Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung befanden sich nach Angaben des BAG 23'974 Personen in Isolation und 33'100 in Quarantäne.               

Verkehrssituation ist schwierig

Der Schnee legt den ÖV lahm – VBZ stellen Betrieb ein
Keystone-SDA/Archiv Der Schnee legt den ÖV lahm – VBZ stellen Betrieb ein

Starke Schneefälle haben in weiten Teilen der Schweiz für prekäre Verhältnisse auf Schienen und Strassen gesorgt, so etwa in der Stadt Zürich. Dort brachte der Schnee den Tram- und Busbetrieb zum Erliegen.

Feuerwehr und Polizei hatten unter anderem in der Stadt Winterthur viel zu tun, nicht zuletzt, weil zahlreiche Bäume wegen des Schnees auf Strassen fielen. Um die Gefahr zu bannen, schüttelten die Einsatzkräfte den Schnee von den Bäumen.

Seit Mittwoch gab es im Flachland örtlich mehr als 30 Zentimeter Schnee, in den Bergen vielerorts bis gegen zwei Meter.

Erste Gutschriften Ende Januar

Ende Januar zahlt Serafe den ersten Haushalten 50 Franken zurück.
Keystone-SDA/Symbolbild Ende Januar zahlt Serafe den ersten Haushalten 50 Franken zurück.

Die ersten Schweizer Haushalte erhalten Ende Januar 50 Franken von der Radio- und Fernsehgebührenstelle Serafe zurück.

Konsumentinnen und Konsumenten haben zwischen 2010 und 2015 widerrechtlich Mehrwertsteuern auf die Radio- und Fernsehgebühren bezahlen müssen. Ein entsprechendes Bundesgesetz tritt am Freitag in Kraft.

Damit gehe ein langer Kampf des Konsumentenschutzes zu Ende, schreibt die Stiftung für Konsumentenschutz. Insgesamt umfassen die erstrittenen Rückzahlungen 182 Millionen Franken. Die Rückerstattung zieht Serafe von der ersten Abgaberechnung ab.

Etappensieg für Pilatus

Die Flugzeugwerke Pilatus haben einen Etappensieg errungen.
Keystone-SDA/Archiv Die Flugzeugwerke Pilatus haben einen Etappensieg errungen.

Erneut gewinnen die Flugzeugwerke Pilatus vor dem Bundesverwaltungsgericht BVGer. Sie dürfen weiterhin Wartungs- und Reparaturarbeiten in Saudi-Arabien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten leisten.

Dies hatte das Aussendepartement in Bern 2019 verboten: Die Arbeiten würden den Zielen der Schweizer Aussenpolitik widersprechen. Hintergrund ist der Jemenkrieg, an dem die beiden Staaten beteiligt sind.

Das EDA hätte nicht selbst entscheiden dürfen, sagt nun das Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil. Weil es um hohe Staatsinteressen geht, hätte es den Fall dem Gesamtbundesrat vorlegen müssen.

Erhöhte Lawinengefahr in der Schweiz

Die Lawinengefahr im ganzen Alpenraum steigt. Erste Lawinenniedergänge gab es bei Seedorf im Kanton Uri, wo eine Kantonsstrasse verschüttet wurde. Eine Lawine ging im Berner Oberland zwischen Brienz und Oberried nieder und blockierte die Hauptstrasse.

Zurzeit gilt gemäss Kurt Winkler vom Institut für Schnee- und Lawinenforschung die zweithöchste Lawinenwarnstufe. Es gelte, den Sicherheitsanweisungen der Behörden zu folgen, so Winkler.

Die Post kämpft ebenfalls mit dem Schnee: Weil die Dreirad-Elektroroller nicht durchkommen, wird in verschiedenen Regionen am Freitag keine Briefpost verteilt.