Gedenken an Gotthardbrand vor 20 Jahren

Am Morgen des 24. Oktober 2001 kollidierten zwei Lastwagen im Gotthardtunnel
Keystone-SDA Am Morgen des 24. Oktober 2001 kollidierten zwei Lastwagen im Gotthardtunnel

Bei einem Brand im Gotthardtunnel vor 20 Jahren sind elf Menschen gestorben. Eine Gedenkfeier hat am Sonntag in Airolo, am Südportal des Tunnels, stattgefunden.

Der ehemalige Gemeindepräsident von Airolo würdigt die schnelle, effiziente Reaktion der Rettungskräfte. Er erinnerte an die Folgen der wochenlangen Tunnelsperrung für das Dorf und das Tessin. Tessiner Regierungsrat Norman Gobbi betonte die erreichten Verbesserungen bei der Tunnelsicherheit.

Am 24. Oktober 2001 war ein betrunkener Lastwagenfahrer mit seinem Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn geraten. Er prallte frontal in einen korrekt fahrenden Lastwagen und geriet in Brand.

72 Prozent der Akutspitäler im Minus

Nach dem Corona-Jahr 2020 haben nur noch 28 Prozent der Schweizer Akutspitäler ein positives Ergebnis ausgewiesen. Im Vorjahr seien es noch 60 Prozent gewesen, zeigt eine Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Unternehmensberatung PwC.

Der finanzielle Schaden durch die Pandemie für Spitäler und Kliniken betrage für das Gesamtjahr 1,3 bis 1,5 Milliarden Franken. Nicht eingerechnet seien die Pandemiehilfen der Kantone.

Insbesondere das Verbot von Wahleingriffen in der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020 habe die Umsätze stark gedrückt. Im stationären Bereich sanken die Umsätze laut PwC um 4,2 Prozent, im ambulanten Bereich um 0,5 Prozent.

Nez Rouge: Reduzierter Festtagsdienst

Wegen der Pandemie reduziert der Fahrdienst Nez Rouge über die Festtage am Jahresende den Heimfahrdienst für jene, die zu tief ins Glas geschaut haben.

Nach dem vollständigen Verzicht im Vorjahr machen dieses Jahr nur zehn der 22 Sektionen mit, die normalerweise die ganze Schweiz abdecken, wie Direktorin Christel Sommer der Agentur Keystone-SDA sagte. Auch sei die Aktion kürzer angesetzt als in anderen Jahren.

Man mische sich nicht in die Diskussionen über die Pandemie ein, es gebe aber Empfehlungen, so Sommer: Die freiwilligen Fahrerinnen und Fahrer müssten ein Covid-Zertifikat haben, und in den Autos seien Masken und ein Hygieneprotokoll vorgeschrieben.

Covid-Gesetz: Tourismus-Verband für Ja

Unter dem Dach des Schweizer Tourismus-Verbandes spricht sich eine breite Allianz für die Annahme des Covid-19-Gesetzes am 28. November aus.

Ein Nein würde das Aus für das Covid-Zertifikat bedeuten, das die Reisefreiheit gewährleiste und ein wichtiges Instrument der Pandemiebekämpfung sei, teilte der Verband am Sonntag mit.

Dem Komitee gehören Hotelleriesuisse, die Konferenz der regionalen Tourismusdirektoren, das Netzwerk Schweizer Pärke, Parahotellerie Schweiz, Schweizer Reise-Verband SRV, Seilbahnen Schweiz, Verband öffentlicher Verkehr VöV, Verband Schweizerischer Schifffahrtsunternehmen VSSU, Verband Schweizer Tourismusmanager VSTM und Zooschweiz an.

Angriff auf Polizisten in Bern

In Bern sind bei der Reithalle Polizisten mit Steinen angegriffen worden. Mehrere Fahrzeuge seien beschädigt worden, teilte die Polizei mit. Eine unbeteiligte Frau sei leicht verletzt worden. Die Polizisten seien von mehreren Dutzend vermummten Personen angegriffen worden, die sich nach dem Angriff in die Reithalle zurückzogen.

FDP stellt sich neu auf

Die FDP-Spitze rund um den neuen Präsidenten Thierry Burkhart hat Anträge präsentiert, um drei Schlüsselpositionen neu zu besetzen.

Wie Vize-Präsident Andri Silberschmidt auf Twitter bestätigt, soll Philippe Nantermod neuer Wahlkampfchef der FDP werden. Nantermod ist Nationalrat und wie Silberschmidt Vizepräsident der Partei. Den Posten des FDP-Generalsekretärs soll Jon Fanzun übernehmen, Michael Mandl jenen des Vize-Generalsekretärs.

Kurz vor der Neuwahl des Präsidiums Anfang Oktober hatten die bisherige Generalsekretärin Fanny Noghero und der bisherige Wahlkampfchef Damian Müller ihren Rücktritt angekündigt.

Demo der Massnahmengegner in Bern

Mehrere Tausend Massnahmengegner vor dem Bundeshaus in Bern.
keystone Mehrere Tausend Massnahmengegner vor dem Bundeshaus in Bern.

In Bern haben mehrere Tausend Gegnerinnen und Gegner der Covid-Massnahmen in einer bewilligten nationalen Kundgebung demonstriert. Es sollte die letzte Demo vor der Abstimmung vom 28. November sein, lautete eine der Auflagen der Stadt.

Bereits vor dem offiziellen Besammlungstermin fanden sich auf dem Münsterplatz hunderte Teilnahmewillige ein. Die Demonstrantinnen und Demonstranten zogen dann, begleitet von Trychlern, durch die Gassen zum Bundesplatz. Dort sprachen sich Rednerinnen und Redner unter anderem gegen die Covid-Zertifikatspflicht aus.

Laut der Stadtpolizei verlief die Demonstration bislang friedlich. 

SVP-Resolution gegen links-grüne Städte

Die SVP-Delegierten haben am Samstag im waadtländischen Montricher mit 160 gegen 17 Stimmen ihre Resolution zum Stadt-Land-Graben verabschiedet. Sie fordert, den «Privilegien links-grüner Städte» ein Ende zu bereiten.

Die Kernstädte seien die Heimat der «Luxus-Sozis», die verächtlich auf die Land- und Agglomerationsbevölkerung herabschauten. Zugleich profitierten die Zentren massiv von Transferzahlungen von Land, Agglomeration und Unternehmen, wird in der SVP-Resolution behauptet.

Die Nein-Parole zur Pflege-Initiative vom 28. November fiel mit 185 gegen 14 Stimmen. Die Justiz-Initiative wurde mit 179 zu 1 zur Ablehnung empfohlen.