Viele Jüngere auf Intensivstation

Wegen der Krankheit Covid-19 müssen nicht nur alte Menschen auf der Intensivstation behandelt werden. Das zeigen Zahlen der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin, welche die Tagesschau von SRF ausgewertet hat.

Demnach waren 40 Prozent der Patienten, die ernsthaft an Covid-19 erkrankten, unter 60 Jahre alt. Und von diesen hätten wiederum rund ein Drittel keinerlei Vorerkrankungen aufgewiesen, heisst es weiter im Bericht der Tagesschau.

Das Coronavirus könne also auch jüngere und gesunde Menschen schwer treffen. Allerdings: Unter-60-Jährige würden die Erkrankung in der Regel überleben.

Es ist seit einem Jahr stets zu warm

Der letzte Juni war vielerorts der zweitwärmste seit Messbeginn.
Key/Archiv Der letzte Juni war vielerorts der zweitwärmste seit Messbeginn.

Seit einem Jahr ist es in der Schweiz überdurchschnittlich warm. Das hat SRF Meteo berechnet.

Deutlich über dem langjährigen Durchschnitts-Temperaturwert seien die Monate Februar und April dieses Jahres gewesen, aber auch der Juni des letzten Jahres. So sei der vergangene Juni zum Beispiel an vielen Orten der zweitwärmste seit Messbeginn gewesen, so SRF Meteo.

Dieser Wert dürfte 2020 kaum übertroffen werden, muss doch auf das erste Juniwochenende mit kühlerem und unbeständigerem Wetter gerechnet werden. Möglicherweise wird die Schafskälte ihrem Namen wieder einmal gerecht.

Unispital/ZH: Whistleblower entlassen

Am Universitätsspital Zürich ist ein Arzt in leitender Position entlassen worden, der zuvor auf mögliche Missstände an der Klinik für Herzchirurgie hingewiesen hatte.

Das Universitätsspital Zürich sagte gegenüber Keystone-SDA, der Mann habe eine Kündigung erhalten und sei freigestellt worden. Zuvor hatten die Tamedia-Zeitungen über den Fall berichtet.

Sie schreiben, der Arzt habe ein Dossier mit Verfehlungen eines Herzchirurgen zusammengestellt und an die Spitaldirektion geschickt. Eine Woche später sei ihm gekündigt worden. Die Aufsichtskommission für Bildung und Gesundheit des Zürcher Kantonsrats hat eine Untersuchung angekündigt.

CS gewährt Kredite für 2,8 Mrd. Franken

Der Verwaltungsratspräsident der Credit Suisse, Urs Rohner.
Keystone-SDA Der Verwaltungsratspräsident der Credit Suisse, Urs Rohner.

Die Grossbank Credit Suisse hat in der Corona-Krise 15'400 Kredite im Gesamtvolumen von 2,8 Milliarden Franken ausgesprochen. Das neue System habe gut funktioniert, sagte CS-Verwaltungsratspräsident Urs Rohner in der «Samstagsrundschau» von Radio SRF.

Der grösste Teil dieser Kredite sei an kleinere Firmen vergeben worden. Es handelt sich um Kredite bis 500'000 Franken, die vom Bund zu hundert Prozent garantiert sind. Weitere rund 600 Millionen Franken machten Kredite aus, die zu 85% vom Bund garantiert sind.

Es habe auch Betrugsversuche gegeben, etwa indem Unternehmen ihre Umsatzzahlen geschönt hätten, so Rohner.

17 Neuinfektionen gemeldet

17 Personen haben sich in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein innert eines Tages neu mit dem Coronavirus angesteckt. Diese Zahl meldet das Bundesamt für Gesundheit BAG.

Am Freitag hatte das Bundesamt 32 neue Infektionsfälle gemeldet. Das BAG gab die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 mit 1657 an, gleich viele wie am Vortag. Die Zahlen beruhen auf Meldungen, die das Bundesamt für Gesundheit bis am Samstagmorgen erhalten hat.

Die Zahl der durchgeführten Tests auf Sars-CoV-2, den Erreger von Covid-19, belaufen sich laut BAG bisher insgesamt auf 394'717.

Vorschlag für höhere Spitaltarife

Der bernische Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg.
Keystone-SDA Der bernische Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg.

Um ihre Einbussen wegen der Pandemie abzufedern, sollen Spitäler vorübergehend höhere Tarife für ihre medizinischen Leistungen verrechnen dürfen. Diesen Vorschlag macht der bernische Gesundheitsdirektor Pierre Alain    Schnegg am Samstag in der Zeitung «Der Bund».

Er spricht von einer leichten Erhöhung aller Tarife, jedoch nur vorübergehend. Dies erlaube auch, dass die Spitäler für ihren Mehraufwand entschädigt würden, den sie wegen der zusätzlichen Hygiene hätten, sagt Schnegg.

Auch der Spitalverband H+ hatte bereits Zuschläge verlangt, um die coronabedingten Verluste auszugleichen.

Bund unterstützt Lehrlinge

Der Bund will in der Corona-Krise Lehrlinge unterstützen.
Keystone-SDA Der Bund will in der Corona-Krise Lehrlinge unterstützen.

Wenn Firmen wegen der Coronakrise in Probleme geraten, drohen Lehrlinge ihre Stelle zu verlieren.

Laut Wirtschaftsminister Guy Parmelin hat der Bund eine neue Regelung erlassen, um Lehrlingen in solchen Fällen die Stelle zu sichern. Firmen in Kurzarbeit dürften normalerweise kein zusätzliches Personal einstellen, sagte Parmelin gegenüber den Tamedia-Medien. Der Bund habe nun aber für Lehrabgänger eine Ausnahme beschlossen. Die Lehrlinge könnten in ihrem Lehrbetrieb für ein Jahr weiter beschäftigt werden. Diese Neuerung trete Anfang Juni in Kraft.

Für Jugendliche, die keine Lehrstelle finden könnten, setzt der Staat laut Parmelin Finanzmittel ein.

Knappes Nein zu Stimmrechtalter 16

Umstrittene Frage: Sollen bereits 16-Jährige abstimmen dürfen?
Keystone Umstrittene Frage: Sollen bereits 16-Jährige abstimmen dürfen?

Sollen bereits 16-Jährige in der Schweiz wählen und abstimmen dürfen? Bei diesem Thema scheiden sich die Geister, wie sich auch in der Staatspolitischen Kommission SPK des Nationalrates zeigt. Zwölf stimmten für das Stimm- und Wahlrecht ab 16 Jahren, zwölf waren dagegen.

Darauf hatte SVP-Nationalrat und Kommissionspräsident Andreas Glarner den Stichentscheid und er lehnte die Vorlage ab.

Vor drei Jahren hatte das Stimmrechtalter 16 im Nationalrat noch keine Chance, nur ein Drittel der Parlamentarierinnen und Parlamentarier stimmten damals dafür.