Infozentren zum Gotthard-Tunnelbau

Der Bau der zweiten Gotthard-Strassentunnel-Röhre wird etwas greifbarer für die Bevölkerung.

Das Bundesamt für Strassen hat an den Bahnhöfen von Göschenen im Kanton Uri und von Airolo im Tessin zwei Informationszentren eröffnet. Die Zentren sollten kontinuierlich, vollständig und möglichst umfassend über die geplanten Bauarbeiten informieren, schreibt das Bundesamt.

Die beiden Infozentren sollen zehn Jahre bestehen bleiben. Die Tunnelbohrmaschinen für die neue Strassenröhre am Gotthard sollen 2024 gestartet werden. Ab 2032 sollen dann beide Strassentunnel dem Verkehr zur Verfügung stehen.

Tausende besuchen "Buurezmorge"

In der Schweiz haben am Nationalfeiertag trotz Regen und Corona-Auflagen zehntausende Menschen auf Bauernhöfen gefrühstückt.

Über 200 Bauernfamilien luden dieses Jahr zum 1.-August-Brunch. Diese empfingen in den Kantonen Luzern und Freiburg auch zwei Bundesräte. Landesweit hätten wohl gegen 70'000 Besucherinnen und Besucher an einem «Buurezmorge» teilgenommen, sagte Laura Berchtold vom Schweizerischen Bauernverband (SBV) der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage.

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie und der Schutzmassnahmen wurde die Zahl der teilnehmenden Betriebe um rund einen Drittel reduziert.

Frauen feiern 1. August auf dem Rütli

Die Feier soll an die Einführung des Frauenstimmrechts vor 50 Jahren erinnern.
Keystone-SDA Die Feier soll an die Einführung des Frauenstimmrechts vor 50 Jahren erinnern.

Das Rütli in Frauenhand - unter dem Motto "Frauen-Rütli" ist am Nationalfeiertag das 50-Jahr-Jubiläum des Frauenstimmrechts gefeiert worden. Organisiert wurde die Feier von der Frauendach-Organisation Alliance F.

Die Feier sollte an die Einführung des Frauenstimmrechts vor 50 Jahren erinnern. Mehrere hundert Personen versammelten sich auf dem Rütli, darunter die Bundesrätinnen Simonetta Sommaruga und Viola Amherd.

Statt das Bewahren von Traditionen solle der gesellschaftliche Wandel hin zu Gleichstellung und Mitsprache im Zentrum stehen, teilten die Organisatorinnen mit.

Wie weiter mit Gratistest?

Bundespräsident Guy Parmelin fragt sich, ob Covid-19-Tests gratis bleiben sollen, wenn alle geimpft sind, die das wollen. Wenn es soweit sei, komme diese Frage umgehend auf, sagte er in einem von SRF veröffentlichten Statement aus der Sondersendung zum 1. August.

«Wir respektieren, dass sich Menschen nicht impfen lassen wollen, aber wer bezahlt die Tests? Der Steuerzahler? Da bin ich nicht sicher», so Parmelin.

Kostenpflichtige Tests für Leute ohne Symptome, die sich nicht impfen lassen wollen, forderte kürzlich die FDP. Lukas Engelberger, Präsident der Gesundheitsdirektoren, lehnte das für die fürs Zertifikat nötigen Schnelltests ab, wie er im «Sonntagsblick» sagte.

Warnung nach Brand in Chemiefirma

Beim Brand in einer Chemiefirma im bernischen Pieterlen sind am Samstag kurz nach 19 Uhr giftige Stoffe freigesetzt worden. Die Bevölkerung solle Fenster und Türen schliessen sowie Lüftungen und Klimaanlagen ausschalten, hiess es bei Alertswiss. Anderthalb Stunden später folgte die Entwarnung.

Bundespräsident betont Zusammenhalt

Die Schweiz wurde durch harte Arbeit, Mut, Zuversicht und gegenseitige Hilfe, was sie ist. Das betonte Bundespräsident Guy Parmelin am Samstag in Herzogenbuchsee/BE in seiner ersten von vier Ansprachen zur Bundesfeier.

Die Pandemie habe viele aus dem Gleichgewicht gebracht. Ihnen gelte sein Mitgefühl, und er danke jenen, die sich im Gesundheitswesen und daheim für ihre Nächsten einsetzten. Auch bewundere er die Solidarität bei den Unwettern.

Leider hindere das Auf und Ab der Pandemie die Schweiz am gelassenen Blick in die Zukunft. Dennoch hofften alle, das Schlimmste sei vorbei, sagte der Waadtländer.

Gegner und Befürworter an Demos

Bei zwei bewilligten Kundgebungen im Zusammenhang mit Corona haben sich am Samstagnachmittag in Luzern 5000 Personen versammelt. Zwei Personen wurden wegen tätlichen Angriffs auf einen Polizisten vorübergehend festgenommen.

Zu einer Demonstration rief das «Aktionsbündnis Urkantone» auf, das sich am Referendum gegen die Covid-19-Gesetzgebung beteiligt. Man wolle sich nicht länger unter dem Vorwand der Pandemie bevormunden lassen, so der Aufruf.

Die zweite Kundgebung organisierte das linke «Bündnis Buntes Luzern». Sie richtete sich «gegen rechte Hetze und Verschwörungsmythen». Es wirft den Kritikern der Corona-Massnahmen vor, Neonazis in ihren Reihen zu tolerieren.

«Schweiz hat sich bewährt»

«Die Schweiz hat sich in der Krise bewährt», sagt Bundesrat Alain Berset in seiner Rede zum 1. August. Doch die Krise sei noch nicht ausgestanden.

Berset zeigt sich in seiner am Samstag veröffentlichten Rede zum 1. August zuversichtlich: Das Land werde sich auch nach dieser Krise bewähren. Die vielbeschworene Solidarität sei in den letzten 18 Monaten getestet worden. Man habe harte Erfahrungen gemacht und gelernt, mit Unsicherheit umzugehen. Trotz hitziger Debatten und viel Leid gehe die Gesellschaft gestärkt aus dieser Krise hervor.

Berset setzt auf Eigenverantwortung und sozialen Zusammenhalt. «Zwang ist keine Option», betont er in der Rede.