Schwyzer Polizist muss ins Gefängnis

Der ehemalige Logistik-Chef der Kantonspolizei Schwyz muss ins Gefängnis. Er ist vom Bundesstrafgericht zu einer Freiheitsstrafe von 28 Monaten verurteilt worden, acht Monate davon muss er absitzen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er privat regelmässig Munition auf Rechnung der Polizei bestellte. 

Kanton Zürich bildet Imame weiter

Imame und muslimische Betreuungspersonen können sich im Kanton Zürich bald aus- und weiterbilden lassen. Der Kanton startet ein entsprechendes Pilot-Projekt.

Ziel sei es, die Beteiligung von muslimischen Menschen zu stärken und die Entstehung von Parallel-Strukturen zu bekämpfen, so der Kanton Zürich in einer Mitteilung. Unterstützt wird das Pilot-Projekt vom Schweizerischen Zentrum für Islam und Gesellschaft der Universität Freiburg.

Der erste Weiterbildungs-Lehrgang für Imame und muslimische Betreuungspersonen soll im nächsten Jahr starten.

2265 neue Corona-Infektionen

Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat am Donnerstag 2265 neue Fälle gemeldet, die in den letzten Tagen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Der 7-Tage-Schnitt liegt laut SRF-Data bei 2014. Das sind 8% weniger als in der Vorwoche.

Die Positivrate im 7-Tage-Schnitt liegt bei 8,7%. Die Anzahl Tests beträgt im 7-Tage-Schnitt 26'585 (-14% im Vergleich zur Vorwoche). Aufgrund der erweiterten Teststrategie werden vermehrt Personen ohne Symptome getestet, dadurch kann der Anteil positiver Tests steigen.

Das BAG meldet 42 Verstorbene. Die Zahl der Hospitalisierten liegt bei 1052. Das sind 2% mehr als in der Vorwoche.

Jugendgewalt 2020 zugenommen

Die Jugendkriminalität und Jugendgewalt haben im Kanton Zürich 2020 zugenommen. Grund für die Gewalt sei oft pure Langweile, so steht es in einem Bericht der Jugendanwaltschaft des Kantons Zürich. Die jugendlichen Gewalttäter sind fast immer männlich und im Schnitt zwischen 15 und 16 Jahre alt. Häufig handeln die jungen Täter in Gruppen.

Forschende werben für CO2-Gesetz

Die Wissenschaft schaltet sich in den Abstimmungskampf um das CO2-Gesetz ein. Nur mit dem CO2-Gesetz könne die Schweiz die Pariser Klimaziele erfüllen und klimaneutral werden. Das sagen über 100 Forschende von Schweizer Hochschulen und Forschungsanstalten. Sie rufen deshalb dazu auf, das CO2-Gesetz bei der Abstimmung am 13. Juni anzunehmen.

Schon heute sei die Schweiz stark vom Klimawandel betroffen, heisst es in einem gemeinsamen Statement. Man dürfe keine Zeit verlieren. Das CO2-Gesetz sei ein wichtiger Schritt und ein Signal für den weltweiten Klimaschutz.

Auch wirtschaftlich sei ein ambitioniertes Klimaziel sinnvoll. Der Nutzen übersteige den Aufwand deutlich.

Bundesanwaltschaft arbeitet gut

Seit dem Abgang von Bundesanwalt Michael Lauber wird die Bundesanwaltschaft BA interimistisch geleitet. Das klappe gut, schreibt die Aufsichtsbehörde AB-BA in ihrem Jahresbericht. Bei der BA sei eine Stabilisierung zu erkennen.

Das Jahr 2020 war für die AB-BA ein intensives Jahr, geprägt von der Affäre Lauber. Anfang Jahr wurde die Disziplinaruntersuchung gegen Lauber abgeschlossen. Die AB-BA sanktionierte Lauber mit einer Lohnkürzung. Lauber hatte wiederholt Amtspflichten verletzt.

Die parlamentarische Gerichtskommission hat nach zwei Ausschreibungen bisher noch keine überzeugende Kandidatur für Laubers Nachfolge gefunden.

Berghilfe unterstützte kleine Hotels

Die Stiftung Schweizer Berghilfe hat im letzten Jahr über 100 kleine Unternehmen in Berggebieten mit einer Corona-Soforthilfe unterstützt, etwa Hotels, Restaurants oder auch Schreinereien im Berggebiet.

Wegen dieser Unternehmen habe man letztes Jahr mehr Projekte unterstützt als im Vorjahr. Insgesamt waren es 671 Projekte, das sind 58 mehr als noch 2019, schreibt die Berghilfe. Total habe man 33,6 Millionen Franken Hilfe ausgezahlt.

Der Schweizer Berghilfe stand im Corona-Jahr etwas weniger Geld zur Verfügung, weil die Einnahmen aus Spenden und Erbschaften weniger wurden.

Klassen müssen selten wiederholt werden

Jedes 75. Kind, Buben etwas häufiger als Mädchen, besteht in seiner Schullaufbahn eine Klasse nicht und muss diese wiederholen. Bei den Knaben liegt die jährliche Repetitionsquote bei 1,5, bei den Mädchen bei 1,2 Prozent, wie eine Untersuchung des Bundesamts für Statistik zeigt.

Kinder, die nach dem 6. Geburtstag in die Schweiz immigriert sind, haben eine Wiederholungsquote von 2,8 Prozent. Schlechte Karten haben auch Kinder von Eltern, die nur die obligatorischen Schulen absolviert haben: Ihr Risiko, sitzenzubleiben, beträgt 2,1 Prozent.

Der Bund hat erstmals die Verläufe sämtlicher Lernenden im Alter von 4 bis 16 Jahren seit 2012 untersucht.