Gülle tötet Fische bei Schwellbrunn/AR

Im Kanton Appenzell-Ausserrhoden sind mehrere hundert Bachforellen in der Glatt verendet. Grund dafür sei eine Verschmutzung des Gewässers zwischen Schwellbrunn und Herisau durch mehrere tausend Liter Gülle, teilte das kantonale Amt für Umwelt mit. Die Ursache für die Verschmutzung werde untersucht.

Steueramtshilfe zwischen CH und USA

In der Steueramtshilfe zwischen der Schweiz und den USA gelten ab sofort neue Regeln. Dabei wird nicht mehr zwischen Steuerhinterziehung und Steuerbetrug unterschieden.

Staatssekretärin Daniela Stoffel und US-Botschafter Edward McMullen haben in Bern die Ratifikationsurkunden ausgetauscht. Das geänderte Abkommen erleichtert es den US-Behörden, bei Verdacht auf Steuerhinterziehung bei den Schweizer Behörden Informationen einzuholen.

Es handle sich um einen Meilenstein in den steuerlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und den USA, schreibt das Staatssekretariat für internationale Finanzfragen.

Türkei unterliegt vor Bundesgericht

Im Mai 2017 haben Demonstranten den Spruch «Kill Erdogan» an mehreren Orten in der Nähe des türkischen Konsulats in Zürich hingeschmiert.

Drei Verdächtige wurden zwar vorübergehend angehalten, jedoch nicht belangt, weil es laut der Zürcher Staatsanwaltschaft zu wenig Beweise gab. Das türkische Konsulat legte dagegen Beschwerde ein und verlangte eine Bestrafung.

Nun hat das Bundesgericht als letzte Instanz entschieden: Der Fall wird nicht neu aufgerollt. Das türkische Konsulat habe gar kein Recht, eine solche Beschwerde einzureichen. Dies müsste die geschädigte Person selber tun, also Präsident Recep Tayyip Erdogan.

Insekten-Vielfalt in Schweiz schwindet

Die Insekten-Vielfalt in der Schweiz nimmt ab. Daran erinnern die Umweltorganisationen Birdlife und Insect Respect.

Über 40% der Insektenarten seien gefährdet und einige bereits ausgestorben. In manchen Gebieten sei die Zahl der Insekten in den letzten Jahrzehnten um über 70% zurückgegangen. Grund sei etwa der «masslos übertriebene Sauberkeitswahn». Insektenreiche Strassenränder würden zu Unzeiten gemäht und öffentliche Flächen mit Gift bespritzt.

Insekten seien wichtig für die Bestäubung der Pflanzen. Die Organisationen fordern, dass Kulturland wieder insektenfreundlicher gestaltet und Pflanzenschutzmittel eingeschränkt werden.

Weitere Stadion-Abstimmung in Zürich?

Schloss beim Areal des ehemaligen Hardturm-Stadions in Zürich.
Keystone-SDA/Archiv Schloss beim Areal des ehemaligen Hardturm-Stadions in Zürich.

Das Fussballstadion-Projekt in der Stadt Zürich könnte sich verzögern. Im letzten November sagte die Stimmbevölkerung zwar Ja zur Finanzierung des Stadions auf dem Hardturm-Areal. Nun will die «IG Freiräume Zürich-West» aber das Referendum gegen den Gestaltungsplan ergreifen, wie sie mitteilt.

Kommen 2000 Unterschriften zusammen, würde es erneut zu einer Volksabstimmung kommen.

Die IG will den Bau des Fussballstadions und zweier Hochhäuser verhindern. Sie setzt sich stattdessen für gemeinnützige Wohnungen sowie einen Park auf dem Hardturm-Areal ein.

Bern mit Bilanz zu Formel-E-Rennen

Arbeiter montieren Sicherheitsgitter für das Formel-E-Rennen in Bern.
Keystone-SDA/Archiv Arbeiter montieren Sicherheitsgitter für das Formel-E-Rennen in Bern.

Die Berner Stadtregierung zieht eine grundsätzlich positive Bilanz zum Formel-E-Rennen im Juni. Die Veranstaltung habe über die Schweiz hinaus gestrahlt, schreibt die Stadtregierung.

Sie hält aber auch fest, dass es bei den Auf- und Abbauarbeiten zu Fehlern gekommen sei. So habe man etwa die betroffene Quartierbevölkerung ungenügend über die Auswirkungen informiert. Aus Sicht der Stadtregierung hätte man die negativen Seiten des Formel-E-Rennens deutlich kleiner halten können, wenn die Veranstalterin die Vereinbarungen mit der Stadt eingehalten hätte.

Ob in der Stadt Bern in Zukunft erneut Formel-E-Rennen stattfinden, lässt die Stadtregierung offen.

Viel Angst vor weniger Kriminalität

Obwohl die Kriminalität in der Schweiz abnimmt, fürchten sich laut einer Studie viele vor gewalttätigen Angriffen.

Gut 2000 Personen haben an der Umfrage der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW teilgenommen. Über die Hälfte davon meint, dass die Kriminalität zunimmt, entgegen der Statistik des Bundes. Jeden Dritten beschleicht nachts in öffentlichen Verkehrsmitteln ein mulmiges Gefühl, und jede sechste befragte Person trägt Pfefferspray oder andere Abwehrwaffen mit sich.

Effektiv bereits mit Kriminalität in Berührung kamen dagegen die wenigsten Befragungsteilnehmer. Sechs Prozent wurden bestohlen, rund zwei Prozent körperlich verletzt.

Rekrutenschule beginnt ab 2020 später

Ende 2022 soll der Beginn der Rekrutenschule noch einmal überprüft werden.
Keystone-SDA/Archiv Ende 2022 soll der Beginn der Rekrutenschule noch einmal überprüft werden.

Ab nächstem Jahr beginnt die Sommer- Rekrutenschule RS eine Woche später, in der Kalenderwoche 27. Grund ist laut Armeesprecher Daniel Reist, dass der grösste Teil der Lehrabschlussprüfungen in den Kalenderwochen 23 bis 25 stattfindet.

Mit der Verschiebung des RS-Starts könne die Mehrzahl der Lernenden nach der Prüfung eine Woche länger im Lehrbetrieb arbeiten. Ausserdem sei ein nahtloser Übergang möglich.

Die Verschiebung ist laut dem Armeesprecher ein Kompromiss zwischen den Bedürfnissen der Berufsausbildung und dem Wunsch von abverdienenden Milizoffizieren, ihr Studium rechtzeitig aufnehmen oder fortführen zu können.