Beliebtes Museum wieder offen

Rund sechs Jahre nach einem Grossbrand ist das «Museum der Portugiesischen Sprache» in der brasilianischen Wirtschafts- und Kulturmetropole São Paulo wiedereröffnet worden.

«Wir sind hier, nicht um die Asche der Vergangenheit zu vergessen, sondern um darauf die Zukunft aufzubauen», sagte der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa laut einer Mitteilung der Regierung des Bundesstaates São Paulo bei der Eröffnungszeremonie am Samstag.

Unter den geladenen Gästen waren etwa der Staatschef der Kapverden und der angolanische Kulturminister. Das Museum war vor dem Brand eines der meist besuchten des Landes.

Zürich Openair 2021 abgesagt

Das coronabedingt bereits in Zoalina umbenannte Zürich Openair 2021 findet nicht statt. Die Veranstalter haben das Festival, das vom 25. bis 28. August hätte stattfinden sollen, am Freitag abgesagt.

Man habe alles versucht, ist in der  Medienmitteilung zu lesen. Doch die strengen Reisebestimmungen für die Auftretenden sowie komplett abgesagte Tourneen hätten das Programm derart beeinträchtigt, dass "keine Chance" mehr bestehe, in so kurzer Zeit ein Line-Up auf die Beine zu stellen, das den eigenen Qualitätsansprüchen entspreche.

Bereits gekaufte Tickets werden zurückerstattet. Das Zürich Openair 2022 soll vom 24. bis 27. August stattfinden.

Die Grenze des Römischen Reiches

Der Limes erstreckte sich von Grossbritannien über Mittel- und Osteuropa und den Nahen Osten bis nach Nordafrika. Die Unesco strebt die vollständige Einschreibung der 6000 Kilometer langen "Grenzen des Römischen Reiches" an.

Am Dienstag war schon der Niedergermanische Limes in die Welterbeliste aufgenommen worden, der auf rund 400 Kilometern entlang des Rheines läuft. Der Grenzabschnitt beginnt in Rheinbrohl in Deutschland (Rheinland-Pfalz) und endet an der Nordsee in den Niederlanden.

Schon früher wurden die Befestigungsanlagen  Hadrians- und Antoninuswall in Grossbritannien (1987/2008) sowie der Obergermanisch-Raetische Limes in Deutschland (2005) ausgezeichnet.

Donaulimes neu in Unesco-Welterbe

Die Unesco hat den Donaulimes als Teil der Grenze des antiken Römischen Reiches als neues Welterbe ausgezeichnet. Das zuständige Komitee der UNO-Organisation gab die Entscheidung auf seiner 44. Sitzung im chinesischen Fuzhou bekannt.

Vor der Entscheidung war die Spannung gestiegen, nachdem Ungarn kurzfristig aus dem gemeinsamen Antrag mit Deutschland, Österreich und der Slowakei ausgestiegen war. Das Komitee verschob daraufhin die für Montag geplante Entscheidung und richtete eine Arbeitsgruppe für weitere Beratungen ein.

Als Welterbe werden nur Kultur- und Naturstätten von herausragendem universellen Wert ausgezeichnet.

Brand in Filminstitut in Brasilien

Ein Feuer hat in der brasilianischen Metropole São Paulo ein Lager von Brasiliens Filminstitut erfasst. Die Feuerwehr rückte deswegen mit massiven Einsatzkräften aus, wie lokale Medien berichteten.

Bei dem Gebäude handelt es sich nicht um den Sitz der «Cinemateca Brasileira», sondern um ein Depot in einem anderen Stadtviertel. Dieses beherbergt jedoch Teile des Archivs des Filminstituts und eine von Südamerikas grössten Filmsammlungen mit Filmen aus leicht entflammbarem Material.

2020 war ein Teil des Archivs bei einer Überschwemmung beschädigt worden.

«Vater des Merengue» gestorben

Der dominikanische Sänger Johnny Ventura, auch bekannt als «Vater des Merengue», ist im Alter von 81 Jahren gestorben.

Er habe während eines Arbeitsessens in der Stadt Santiago anscheinend einen Herzinfarkt erlitten, sagte sein Sohn Jandy der Zeitung «Diario Libre». Präsident Luis Abinader ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.

Der aus der Hauptstadt Santo Domingo stammende Musiker galt als Erneuerer des Merengue. So waren auch Saxofone und Trompeten Bestandteil seiner Band «El Combo Show». Ventura, der auch für seine schnellen Tanzeinlagen bekannt war, brachte mehr als 100 Platten heraus.

Queen-Gitarrist legt Album neu auf

Künstler sind nach Ansicht von Queen-Gitarrist Brian May nicht ganz einfache Menschen. «Das sind komische, schwierige Personen», sagte der 74 Jahre alte Rocker im Interview der Zeitung «La Repubblica».

Er wisse, dass er sich über das Universum in seinem Kopf mehr im Klaren sei als über das echte, erklärte der studierte Astrophysiker weiter.

Im August will Brian May sein Album «Back to the light» veröffentlichten, eine neue Version seines Solo-Albums aus dem Jahr 1992. May hatte ab 1970 zwanzig Jahre lang mit der Band Queen in der Besetzung mit Rocklegende Freddie Mercury gespielt. Im November 1991 starb Mercury.

Aktionskünstler Ben Wagin gestorben

Der Berliner Aktionskünstler Ben Wagin ist tot. Er starb am Mittwoch im Alter von 91 Jahren, wie sein Baumpatenverein mitteilte. Bekannt ist Wagin für seine Installation «Parlament der Bäume», die im Berliner Regierungsviertel an die Opfer der Mauer erinnert und zum Frieden mahnen soll.

Im Frühjahr liess sich Wagin noch beim Pflanzen eines Silberahorns fotografieren, mit Erde in den Händen.

Der Künstler, der 1930 im westpreussischen Jastrow (heute Jastrowie in Polen) geboren wurde, lebte seit den 1950-ern in Berlin. Er setzte sich über Jahrzehnte mit der Natur und auch mit der deutschen Teilung auseinander.