Berlinale-Ehrung für Ulrike Ottinger

Ottinger gelte seit den 1970er Jahren als wichtige deutsche Filmemacherin.
Keystone-SDA Ottinger gelte seit den 1970er Jahren als wichtige deutsche Filmemacherin.

An der Berlinale ist der Reigen der Auszeichnungen eröffnet worden: Regisseurin und Künstlerin Ulrike Ottinger erhielt am Samstag die «Berlinale Kamera» von den Festivalleitern.

Ottinger habe als Malerin, Fotografin und Allround-Künstlerin das Kino immer als eine Kunst verstanden, die durch Begegnung mit anderen Menschen, Objekten, Büchern, Geschichten, Orten und Kulissen entstehe, in denen sich die Realität bemerkbar mache.

Mit der «Berlinale Kamera» ehrt das Filmfestival seit 1986 Persönlichkeiten und Institutionen, die sich um das Filmschaffen besonders verdient gemacht haben und mit denen sich das Festival verbunden fühlt.

TV-Serie über Watergate-Skandal

Eine geplante TV-Serie mit Starbesetzung widmet sich dem Watergate-Skandal, der 1974 den damaligen US-Präsidenten Richard Nixon zum Rücktritt drängte.

Hinter der Serie «Gaslit», die den Podcast «Slow Burn» zur Vorlage hat, steht der Regisseur und Produzent Sam Esmail, wie US-Medien am Freitag berichteten. Als Besetzung sind Julia Roberts, Sean Penn, Armie Hammer und Joel Edgerton vorgesehen. Sie spielen Charaktere, die in den 1970er-Jahren in den Watergate-Skandal verwickelt waren.

Nixon stritt in der Affäre zunächst sein Mitwissen ab, gab 1974 aber dem Druck nach und trat zurück.

Erfinder des Lego-Männchens gestorben

Der Erfinder des Lego-Männchens, Jens Nygaard Knudsen, ist tot. Nygaard Knudsen ist laut Angaben führender Mitarbeiter von Lego bereits am Mittwoch im Alter von 78 Jahren verstorben. Auch eine Traueranzeige sei veröffentlicht worden, berichtet die deutsche Nachrichtenagentur DPA.

Nygaard Knudsen hatte von 1968 bis 2000 für Lego gearbeitet. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz im dänischen Billund.

In den 1970er-Jahren entwarf Nygaard Knudsen für Lego das kleine gelbe Männchen, auf dem die Spielfiguren noch heute basieren.

Italien gibt Raubkunst-Statue zurück

Italien hat eine Statue an Deutschland zurückgeben, bei der es sich um NS-Raubkunst handelt. Die «Heilige Maria Magdalena» des Renaissance-Künstlers Andrea della Robbia soll an die rechtmässigen Erben übergeben werden.

Die Statue war einst im Besitz eines Münchner Kunsthauses. Dessen jüdischen Eigentümer wurden von den Nazis verfolgt. Sie lösten das Kunsthaus 1936 auf und versteigerten die Sammlung. Die Statue sei später an NS-Reichsmarschall Hermann Göring verkauft worden.

Nach dem Zweiten Weltkrieg sei die «Heilige Maria Magdalena» irrtümlich nach Italien gegeben worden. Zuletzt sei sie im Besitz der Uffizien in Florenz gewesen.

Der italienische Kulturminister (r.) übergibt die Statue der deutsche Kulturstaatsministerin.
Keystone-SDA Der italienische Kulturminister (r.) übergibt die Statue der deutsche Kulturstaatsministerin.

Berlinale mit Schweigeminute begonnen

Mit einer Schweigeminute für die Opfer der Gewalttat von Hanau hat die 70. Berlinale begonnen.

Die Filmfestspiele in Berlin dauern bis zum 1. März. Es werden dabei rund 340 Filme gezeigt, 18 Produktionen konkurrieren um den Goldenen Bären.

Darunter sind die rein schweizerische Produktion «Schwesterlein» von Stéphanie Chuat sowie zwei Ko-Produktionen. «Favolacce» von Damiano und Fabio D‘Innocenzo ist ein schweizerisch-italienischer Film, «Le sel des larmes» von Philippe Garrel kommt aus Frankreich und der Schweiz.

Circus Knie mit Ursus und Nadeschkin

Der Circus Knie hat am Donnerstag das Programm der Tournee 2020 bekannt gegeben: Ursus und Nadeschkin kehren in die Manege zurück. «Neben diesem Zirkusklassiker werden sich die beiden komplett neu erfinden und an Kunststücke und Dressuren heranwagen», heisst es in der Mitteilung des Schweizer National-Circus.

Der deutsche Circus Flic Flac ist mit seinen Artisten ein Teil der diesjährigen Knie-Tournee. In seiner Motorrad-Flugshow fahren die zehn Artisten auf ihren Maschinen durch eine sechs Meter messende Stahlkugel.

Die Premiere des Programms findet am 18. März in Rapperswil statt. Die Tournee dauert bis zum 22. November.

Erste Berlinale unter Chatrian lanciert

Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek leiten neu die Berlinale.
Keystone-SDA Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek leiten neu die Berlinale.

In Berlin startet die 70. Berlinale. Bis zum 1. März werden rund 340 Filme gezeigt, 18 Produktionen konkurrieren um den Goldenen Bären.

Darunter sind eine Schweizer Produktion und zwei Ko-Produktionen: «Schwesterlein (My Little Sister)» von Stéphanie Chuat sowie der schweizerisch-italienische Film «Favolacce (Bad Tales)» von Damiano & Fabio D‘Innocenzo und «Le sel des larmes (The Salt of Tears)» aus Frankreich und der Schweiz von Philippe Garrel.

Zur diesjährigen Berlinale feiert der frühere Chef des Festivals von Locarno, Carlo Chatrian, Premiere als neue Festivalleitung, gemeinsam mit Mariette Rissenbeek.

Pedretti als bildende Künsterlin

Die gebürtige Tschechin Erica Pedretti ist vor allem als Schriftstellerin bekannt und anerkannt. Das Bündner Kunstmuseum zeigt die andere kreative Seite der bald 90-jährigen Autorin: jene der bildenden Künstlerin.

Die Präsentation «Erica Pedretti. Fremd genug» ist bis Anfang Juni in Chur zu sehen. Gezeigt werden 50 Objekte und 100 Zeichnungen.

Mit ihren Flügelwesen trat Pedretti in den 1970er-Jahren erstmals als bildende Künstlerin an die Öffentlichkeit. Daraus entstand dann eine grosse Familie von vogel- oder fischähnlichen Objekten. Hinzu gesellen sich skelettartige Strukturen.