Eleusis will aus Athens Schatten raus

Zu den Feierlichkeiten gehörte auch eine Lichtinstallation.
Keystone/Orestis Panagiotou Zu den Feierlichkeiten gehörte auch eine Lichtinstallation.

Mit Tanz und Musik und der Beteiligung zahlreicher Einwohner hat am Samstag die kleine griechische Hafenstadt Eleusis ihr Europäisches Kulturhauptstadt-Jahr eingeleitet.

Sie ist mit rund 30'000 Einwohnern die bislang kleinste Stadt, die Kulturhauptstadt Europas wird. In der Antike fanden dort die «Mysterien von Eleusis» statt, eine Art Geheimkult, mit dem jährlich die Neugeburt der Natur gefeiert wurde. Die Riten zogen damals Tausende Athener an, die in die Stadt pilgerten.

Eleusis liegt rund 20 Kilometer westlich der griechischen Hauptstadt Athen und will sich nun aus deren Schatten befreien.

Viola Davis hat nun EGOT-Status

Viola Davis setzte sich in ihrer Kategorie gegen Lin-Manuel Miranda und Jamie Foxx durch.
Keystone/Chris Pizzello Viola Davis setzte sich in ihrer Kategorie gegen Lin-Manuel Miranda und Jamie Foxx durch.

Hollywoodstar Viola Davis ist für das Audiobuch ihrer Autobiografie «Finding Me» mit einem Grammy geehrt worden und hat damit den sogenannten «EGOT»-Status erlangt.

2001 und 2010 war Davis für ihre Rollen in Broadway-Theaterstücken mit einem Tony ausgezeichnet worden. 2015 folgte ein Emmy für ihre Hauptrolle in der Krimi-Serie «How to Get Away with Murder». 2017 bekam sie dann den Oscar als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle in der Verfilmung von «Fences».

Als «EGOT»-Preisträger bezeichnet man Künstlerinnen und Künstler, die Emmy, Grammy, Oscar und Tony gewonnen haben. Andere Preisträger sind Audrey Hepburn und Andrew Lloyd Webber.

Grammys 2023: Beyoncé räumt ab

Beyonce ist die Queen der Grammys.
Keystone/CHRIS PIZZELLO Beyonce ist die Queen der Grammys.

US-Sängerin Beyoncé hat mit 32 Auszeichnungen den Rekord für die meisten Grammys aller Zeiten aufgestellt. Der 41-jährige Superstar gewann bei der Verleihung des bedeutenden Musikpreises in Los Angeles viermal.

Sie überholt mit 32 Auszeichnungen in ihrer Karriere den bereits verstorbenen britisch-ungarischen Dirigenten Georg Solti mit 31 Preisen. Beyoncé veröffentlichte im vergangenen Sommer das ausgezeichnete Album «Renaissance».

Die 65. Grammy-Musikpreise wurden in der Nacht zum Montag in Los Angeles verliehen. Moderiert wurde die Gala erneut von Comedian Trevor Noah. Insgesamt sollten dieses Jahr Grammys in 91 Kategorien vergeben werden.

Jennifer Coolidge die Frau des Jahres

Keystone/Michael Dwyer

Die Theatergruppe der Universität Harvard hat die US-Schauspielerin Jennifer Coolidge zur Frau des Jahres gekürt. Sie hat den sogenannten «Hasty-Pudding-Preis» erhalten.

Die 61-Jährige ist bekannt aus der an den Golden Globes ausgezeichneten Serie «The White Lotus» oder aus den Filmen der Reihe «American Pie».

Seit den 1950er-Jahren wird diese Auszeichnung der Harvard-Universität verliehen. Damit sollen bleibende und beeindruckende Beiträge in der Welt des Entertainments ausgezeichnet werden. Am Tag zuvor wurde Bob Odenkirk, bekannt aus «Better Call Saul», zum Mann des Jahres gewählt.

Er prägte die Bühnen im deutschen Raum

Er prägte Oper und Theater: Jürgen Flimm ist im Alter von 81 Jahren gestorben.
Keystone/Monika Skolimowska Er prägte Oper und Theater: Jürgen Flimm ist im Alter von 81 Jahren gestorben.

Der deutsche Regisseur und Intendant Jürgen Flimm ist tot. Er starb am Samstag im Alter von 81 Jahren. Das teilte die Berliner Staatsoper Unter den Linden mit, die er von 2010 bis 2018 als Intendant leitete.

Flimm wirkte in Oper, Theater, Film  sowie Fernsehen und galt als einer der massgeblichen Regisseure im deutschen Sprachraum. Im Mittelpunkt seiner Regiearbeit stand der Mensch mit seinen sozialen und psychologischen Verstrickungen.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat den Verstorbenen auf Twitter gewürdigt. Flimm habe die verschiedenen Bühnen, an denen er als Regisseur und Intendant tätig war, erneuert und geprägt.

Erinnerung an «Mysterien von Eleusis»

Die griechische Hafenstadt Elefsina hat mit einem Fest ihr Jahr als Europäische Kulturhauptstadt begonnen. Elefsina ist mit rund 30'000 Einwohnern die bisher kleinste Kulturhauptstadt Europas. 

Mit Musik und Tanz wurde das gezeigt, wofür Eleusis, wie die Stadt früher hiess, in der Antike stand: Dort fanden die «Mysterien von Eleusis» statt, eine Art Geheimkult, mit dem jährlich die Neugeburt der Natur gefeiert wurde. Die Riten zogen damals Tausende Athener an.

Jedes Jahr ernennt die EU mehrere Städte zu Kulturhauptstädten, um so die Vielfalt des kulturellen Erbes Europas aufzuzeigen. In diesem Jahr sind auch noch das rumänische Timisoara und das ungarische Veszprem Kulturhauptstädte. 

Annie Ernaux wollte Nobelpreis nicht

Keystone/Henrik Montgomery

Die Schriftstellerin Annie Ernaux hadert nach eigener Aussage mit dem Erhalt des Nobelpreises. «Ich wollte diesen Preis nicht und habe ihn dann dennoch bekommen», so die 82-Jährige im «Spiegel».

Es falle Ernaux schwer, sich gegen all die Beanspruchungen und das Eindringen in ihr Leben zu wehren. Sie sei nicht mehr Annie Ernaux, sondern die Literaturnobelpreisträgerin. Der Nobelpreis sei keine Weihe: «Er ist eine Zäsur, es gibt nun ein Davor und ein Danach».

Im vergangenen Jahr wurde die Französin mit dem prestigeträchtigsten Literaturpreis der Welt ausgezeichnet. Der Preis ist mit umgerechnet gut 900'000 Schweizer Franken dotiert.

Designer Paco Rabanne gestorben

Der Modeschöpfer Paco Rabanne ist im Alter von 88 Jahren gestorben, teilte der spanische Kosmetikkonzern Puig mit, der der Mutterkonzern seiner Marke ist.

Der in Frankreich aufgewachsene Spanier Paco Rabanne war für seine exzent- rischen Kleidungsentwürfe bekannt und prägte mit seinen Schöpfungen über Jahrzehnte hinweg die Modewelt. "Wir sind Monsieur Rabanne dankbar, dass er unser avantgardistisches Erbe gegründet und eine Zukunft der unbegrenzten Möglichkeiten definiert hat", würdigt ihn das Modehaus Puig.

Erfolg hatte Rabanne auch mit seinen Parfümkreationen. Zu seinen bekannt- esten Düften zählen "1 Million", "Invictus" und "Olympéa".