Trotz Krise: Tom Cruise dreht in Rom

Blaulicht und röhrende Motoren: Wenn Hollywood-Star Tom Cruise in Rom dreht, lässt Italiens Hauptstadt fast ein halbes Quartier sperren.

Am Donnerstag wurden viele der engen Gassen in Monti im Zentrum der ewigen Stadt für Stunden von Polizeiautos mit Blinklicht und privaten Sicherheitsleuten blockiert. Denn Cruise drehte mit grossem Team eine Verfolgungsjagd mit lautem Motorjaulen. Cruise war schon im Oktober für Aufnahmen zu einem neuen "Mission: Impossible"-Film des Regisseurs Christopher McQuarrie vor Ort.

Die Stadt pries den wochenlangen Dreh als "wichtiges Signal" des Neustarts für die vom Corona-Lockdown angeschlagene Metropole.

183'000 Franken für Banksy-Bild

Das Bild «Bird with Grenade» (Vogel mit Granate) des geheimnisumwitterten Künstlers Banksy ist in den Niederlanden für umgerechnet 183'000 Franken unter den Hammer gekommen.

Das 2002 entstandene Kunstwerk sei an einen niederländischen Sammler gegangen, berichtete die Nachrichtenagentur ANP am Donnerstag unter Berufung auf das Auktionshaus Hessink's in Zwolle.

Das Bild stamme aus der Privatsammlung von Jamie Wood, Sohn des Rolling- Stones-Gitarristen Ron Wood, so das Auktionshaus. Auf dem gesprayten Bild ist Hessink's zufolge ein Vogel zu sehen, an dessen Schnabel eine Handgranate hängt.

Grammy-Frust bei Pop-Superstars

Die stets mit Spannung erwarteten Nominierungen für die nächsten Grammys haben bei den Stars viel Freude, aber auch Enttäuschung und Wut ausgelöst.

So beschwerte sich der kanadische Popstar Justin Bieber umgehend über die stilistische Einordnung seiner jüngsten Grammy-Nominierungen. Mit völligem Unverständnis reagierte der leer ausgegangene R&B- und Hip-Hop-Musiker The Weeknd.

Bieber war am Dienstag in vier Kategorien nominiert worden, dreimal davon unter Pop, auch mit dem Album «Changes». Aus dessen Sicht ein Fehler. «Das war und ist ein R&B-Album. Es ist seltsam, dass es nicht als solches anerkannt wird», monierte er auf Instagram.

Basler Kultur will wieder mehr Publikum

Das Sinfonieorchester und das Theater Basel spielen trotz der verfügten Beschränkung auf maximal 15 Zuschauer weiter.

Sie fordern aber zusammen mit weiteren Kulturinstitutionen eine Obergrenze von wieder 50 Personen. Die verschärften Einschränkungen würden bei den betroffenen Institutionen und beim Publikum auf grosses Unverständnis stossen. Das teilten die beiden Institutionen, die sich zum Netzwerk Kulturpolitik Basel zusammengeschlossen haben, in separaten Communiqués mit.

Trotzdem wollen Sinfonieorchester und Theater an ihrem Programm festhalten. Das reduzierte Publikum bekommt gleich drei Premieren zu sehen und hören.

Beyoncé ist neunmal nominiert

Die US-Sängerin Beyoncé geht mit den meisten Siegeschancen in die kommende Grammy-Verleihung. Die 39-Jährige sammelte bei der Verkündung der Nominierungen am Dienstag neun Preischancen in acht Kategorien ein.

Ebenfalls mehrere Nominierungen erhielten etwa Taylor Swift, Dua Lipa, Roddy Ricch, Billie Eilish, Megan Thee Stallion und DaBaby. An der Verkündung der Nominierungen wirkten unter anderen Sharon Osbourne, Megan Thee Stallion, Dua Lipa und Imogen Heap mit.

Die Grammys, die zu den begehrtesten Musikpreisen der Welt gezählt werden, werden in rund 80 Kategorien vergeben. Die Gala ist für den 31. Januar 2021 geplant.

Karl Dall mit 79 Jahren gestorben

Karl Dall ist an den Folgen eines Schlaganfalls verstorben.
Keystone-SDA Karl Dall ist an den Folgen eines Schlaganfalls verstorben.

Der deutsche Komiker und Schauspieler Karl Dall ist tot. Er starb am Montag im Alter von 79 Jahren, wie seine Familie der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Dall habe sich von einem Schlaganfall, den er vor zwölf Tagen erlitten hatte, nicht mehr erholt. «Trotz Einsatz aller technologischen und intensivmedizinischen Massnahmen ist er friedlich eingeschlafen, ohne vorher noch einmal das Bewusstsein wiedererlangt zu haben», hiess es im Schreiben der Familie.

Bekannt wurde Dall als Kalauer-König in Fernseh-Shows. Er hinterlässt eine Ehefrau, eine Tochter und eine Enkelin.

Königliche Gemälde müssen weichen

Im Zuge von Renovierungsarbeiten sind erstmals seit fast 45 Jahren Kunstwerke unschätzbaren Werts von den Wänden der Gemäldegalerie im Buckingham-Palast in London abgenommen worden.

Konservatoren nahmen 65 Werke, darunter Gemälde von Canaletto, Van Dyck, Vermeer und Rembrandt, aus dem Prunksaal. Die Galerie ist einer der wichtigsten Prunkräume des Palasts. Sie dient für Staatsempfänge und andere offizielle Veranstaltungen der Königsfamilie.

Werke alter Meister hängen dort schon seit den Zeiten von König Georg IV. in den 1820er Jahren. Nun soll das fast 200 Jahre alte Dach der Gemäldegalerie ersetzt werden. Auch Rohre und Leitungen werden erneuert.

Weniger neue Filme in den Kinos

Von Januar bis und mit Oktober sind laut einer Umfrage des Verbands ProCinema gut ein Drittel weniger Filme ins Kino gekommen als letztes Jahr.

Insgesamt flimmerten in der Schweiz in diesem Zeitraum 270 neue Filme über die Leinwand. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Einbruch von 35 Prozent. Zudem wurden die Filme auch weniger gezeigt, weil die Kinos während des Lockdowns im Frühjahr zehn Wochen geschlossen bleiben mussten.

Mit dem Filmangebot ist auch die Nachfrage nach Kinobesuchen in der Schweiz gesunken. Die effektiven Kinoeintritte sind um rund 60 Prozent zurückgegangen.