Kohlhaase mit 91 Jahren gestorben

Der Drehbuchautor, Regisseur und Schriftsteller Wolfgang Kohlhaase ist tot. Er sei am Mittwoch in Berlin im Alter von 91 Jahren gestorben, teilte die Akademie der Künste unter Berufung auf seine Frau mit.

Kohlhaase gehörte zu den bekanntesten Drehbuchautoren der DDR, wo er mit Filmen wie «Solo Sunny» und «Berlin - Ecke Schönhauser» bekannt wurde. Später arbeitete er an den Drehbüchern etwa für den Film «Sommer vorm Balkon».

Auf der Berlinale 2010 wurde er mit dem Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk ausgezeichnet. 2011 bekam er von der Deutschen Filmakademie die Lola für sein Lebenswerk. Geboren wurde Kohlhaase 1931 in Berlin.

Solidarität mit Iranerinnen

Aus Protest gegen das brutale Vorgehen iranischer Sicherheitskräfte gegen regierungskritische Demonstranten haben sich rund 50 berühmte französische Schauspielerinnen und Sängerinnen Haare abgeschnitten. 

Auf einem Protestvideo blickt zunächst Schauspielerin und Oscar-Preisträgerin Juliette Binoche in die Kamera, sagt «For Freedom», schneidet sich ein Haarbüschel ab und hält es in die Kamera. Weitere Beteiligte sind unter anderem Isabelle Huppert, Jane Birkin und Charlotte Gainsbourg.

Seit Beginn der Proteste sind inzwischen mehrere Dutzend Menschen getötet worden. Die Staatsmacht geht rigoros gegen die Demonstrierenden vor.

Pause wegen gesundheitlichen Problemen

Der Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper Unter den Linden, Daniel Barenboim, wird gesundheitsbedingt längere Zeit nicht dirigieren.

Barenboim kündigte seinen Rückzug über Social Media an. Sein Gesundheitszustand habe sich in den letzten Monaten verschlechtert, schrieb er. «Es wurde eine schwere neurologische Erkrankung diagnostiziert». Barenboim war in der vergangenen Zeit mehrfach ausgefallen.

Der 79-Jährige musste sich im Februar einem chirurgischen Eingriff an der Wirbelsäule unterziehen. Auf Empfehlung seiner Ärzte sollte er anschliessend pausieren. Zuletzt zwang ihn eine entzündliche Gefässerkrankung zu stationärer Behandlung und Pause.

Charles Fuller 83-jährig gestorben

Der US-Dramatiker und Pulitzerpreisträger Charles Fuller ist tot. Er starb am Montag im Mount Sinai Hospital in Toronto, wie sein Sohn David dem Branchenmagazin «Hollywood Reporter» sagte. Fuller wurde 83 Jahre alt.

Der in Philadelphia geborene Schriftsteller ist besonders für sein Drama «A Soldier's Play» bekannt, das mit dem Pulitzer-Preis für Theater sowie einem Tony Award ausgezeichnet wurde.

Fuller beleuchtet darin die Spannungen zwischen schwarzen Soldaten auf einem abgesonderten Armeestützpunkt. Wie die meisten seiner Werke thematisiert «A Soldier's Play» Rassismus in den USA. 1984 adaptierte Fuller den Stoff für den Film «A Soldier's Story». 

Country-Sängerin Loretta Lynn gestorben

Sie gehört zu den bekanntesten Country-Sängerinnen: Die US-Amerikanerin Loretta Lynn. Nun ist sie im Alter von 90 Jahren gestorben, wie ihr Management bestätigt.

Bekannt wurde Lynn unter anderem mit dem Song «Coal Miner's Daughter» aus dem Jahr 1970. Der 1980 erschienene biografische Film über ihr Leben trug schliesslich auch diesen Titel.

Loretta Lynn hat in ihrer Karriere 46 Studioalben veröffentlicht. Das letzte erschien vor vier Jahren. Allein in den USA verkaufte Lynn mehr als vier Millionen Alben. Sie wurde mit drei Grammys ausgezeichnet. 1977 wurde sie zudem mit einem Stern auf dem «Hollywood Walk of Fame» geehrt.

Depeche Mode: Welttournee und Album

Depeche Mode machen weiter. Nach dem überraschenden Tod von Keyboarder Andrew Fletcher im Mai will die britische Synthie-Pop-Band 2023 mit einem neuen Album im Gepäck auf Welttournee gehen, wie Sänger Dave Gahan und Gitarrist Martin Gore am Dienstag ankündigten.

Alle Songs und der Albumtitel seien vor Fletchers Tod entstanden, sagte Gore. Der Titel «Memento Mori» klinge sehr morbid, aber man könne ihn auch sehr positiv verstehen: «Lebe jeden Tag bis zum Maximum.»

Fletcher war im Mai im Alter von 60 Jahren an einem Riss in der Hauptschlagader gestorben. Er hatte die Band vor mehr als 40 Jahren unter anderem mit Gore und Gahan gegründet.

Ringo Starr sagt US-Konzerte ab

Der 82-Jährige hatte bereits Konzerte in New Buffalo und Prior Lake abgesagt.
Keystone/Chris Pizzello Der 82-Jährige hatte bereits Konzerte in New Buffalo und Prior Lake abgesagt.

Der frühere Beatles-Schlagzeuger Ringo Starr ist nach der Absage mehrerer Konzerte in den USA positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 82-Jährige hofft, so bald wie möglich wieder loslegen zu können, wie sein Management in einer Medienmitteilung bekannt gibt.

Kulturetat beträgt 4,2 Milliarden

Frankreich steigert den Kulturetat im Jahr 2023 auf 4,2 Milliarden Euro. Damit steigert sich das Budget um ganze 271 Millionen Franken. Ein Grossteil soll für Kino- und audiovisuelle Produktionen bereitgestellt werden. 2022 hat Frankreich zum ersten Mal die Vier-Milliarden-Grenze überschritten.