Wintereinbruch hat Balkan im Griff

Heftige Schneefälle, Lawinen und  Sturmböen haben am Wochenende in einigen Berg- und Küstenregionen in Südosteuropa Schäden angerichtet und Verkehrsbehinderungen verursacht.

Im Süden Serbiens führten die starken Schneefälle zu Strassensperren und Stromausfällen. Die Polizei brachte  die Bewohnerinnen und Bewohner mehrerer abgeschnittener Dörfer in Sicherheit, berichtete das staatliche Fernsehen.

In Kroatien und Montenegro verursachten Sturmböen Schäden in mehreren Landesteilen, vor allem entlang der Adria-Küste. Die Windstösse entwurzelten Bäume und trugen Hausdächer davon. Mehrere Menschen erlitten Verletzungen, berichtete das kroatische Fernsehen HRT.

Roller müssen in der Garage bleiben

Mehrere Regionen in der Türkei bereiten sich auf einen herannahenden Schneesturm vor. Die Wetterbehörde veröffentlichte eine Wetterwarnung für die Stadt Istanbul sowie für Anatolien und andere Gebiete in der Osttürkei. Am Schwarzen Meer sei zudem mit Sturm zu rechnen.

Der Istanbuler Gouverneur hat aus Sicherheitsgründen Fahrten mit Rollern oder Motorrädern bis auf Weiteres verboten. Das schrieb er auf Twitter.

Der Istanbuler Flughafen teilte mit, der Flugverkehr werde aufgrund der Wetterbedingungen ab dem frühen Sonntagabend um 20 Prozent reduziert. Auch am Montag und Dienstag seien weniger Flüge geplant als üblich.

Franziskus beendet seine Afrika-Reise

Pilgerreise in Zentral- und Ostafrika beendet: Papst appellierte an die Politik.
Reuters/Vatican Media Pilgerreise in Zentral- und Ostafrika beendet: Papst appellierte an die Politik.

Papst Franziskus hat seine Pilgerreise nach Zentral- und Ostafrika beendet. Das Flugzeug mit dem Pontifex und dessen Delegation hob am Sonntagvormittag vom Flughafen der südsudanesischen Hauptstadt Juba in Richtung Rom ab.

Im Südsudan, wo der Papst seit Freitag zu Gast war, hatte er die Politik eindringlich aufgefordert, sich für ein Ende der blutigen Konflikte einzusetzen. Zu Zehntausenden strömten die Menschen in Juba auf die Strassen, sangen und tanzten bei den Open-Air-Gottesdiensten.

Der Südsudan war nach der Demokratischen Republik Kongo die zweite Station auf der Afrika-Reise des katholischen Kirchenoberhaupts.

Insekten weltweit laut Studie gefährdet

Studie: Insekten weltweit nicht ausreichend geschützt
Keystone/Gabriel Monnet (Archiv) Studie: Insekten weltweit nicht ausreichend geschützt

Insekten sind weltweit nicht ausreichend vor dem Aussterben geschützt. Das zeigt eine Studie, die das Fachmagazin «One Earth» veröffentlicht hat.

Ein Forschungsteam untersuchte darin, wie Insekten in Schutzgebieten vertreten sind, um dort vor Gefahren wie der Ausweitung der Landwirtschaft oder dem Strassenbau geschützt zu werden. Das Ergebnis zeigt, dass 76 Prozent der Arten in Nationalparks und Schutzgebieten nicht ausreichend repräsentiert seien.

Dies müsse auch zum Schutz der gesamten Umwelt dringend verbessert werden, fordert das Team um des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung. Rund 80 Prozent aller Tierarten sind Insekten.

Erdähnlicher Planet entdeckt

Keystone/Salvatore di Nolfi (Symbolbild)

Forscherinnen und Forscher haben einen Planeten entdeckt, der möglicherweise lebensfreundlich sein könnte. In 31 Lichtjahren Entfernung hat das Max-Planck-Institut den Exoplanet «Wolf 1069 b» entdeckt.

Der Exoplanet besitzt möglicherweise eine Atmosphäre und der Abstand zu seinem Zwergstern ist so, dass flüssiges Wasser auf der Erdoberfläche möglich wäre. Laut den Forschenden könnte sich eine Suche nach Leben auf diesem Planeten lohnen.

Bereits mehr als 5000 Exoplaneten wurden identifiziert. Wobei nur rund ein Dutzend ähnliche Merkmale wie «Wolf 1069 b» aufweisen.

Österreich mit stürmischem Winterwetter

Österreich: Stürmisches Winterwetter sorgt für unsichere Strassenlage.
APA/BFV LIEZEN/SCHLÜSSLMAYR Österreich: Stürmisches Winterwetter sorgt für unsichere Strassenlage.

Stürmisches Winterwetter sorgt derzeit in Österreich für schwierige Strassenverhältnisse und grosse Lawinengefahr. Wegen der Lawinengefahr kam es zu 17 Strassensperrungen, teilt der österreichische Automobil-, Motorrad- und Touringclub mit. Ausserdem mussten immer wieder Strassen gesperrt werden, weil Fahrzeuge stecken geblieben waren.

Grizzlybär-Bestände erholen sich

USA: Grizzlybär-Bestände in den Rocky Mountains erholen sich
Keystone/Dean Hare (Archiv) USA: Grizzlybär-Bestände in den Rocky Mountains erholen sich

Die US-Naturschutzbehörde erwägt, Grizzlybären in den nördlichen Rocky Mountains von der Liste der gefährdeten Arten zu nehmen.

Die Naturschutzbehörde werde sich die Population im Gebiet ein Jahr lang genauer anschauen, teilte sie mit. Danach werde entschieden, ob die mächtigen Bären in den betroffenen Regionen weiterhin unter Naturschutz stehen müssten. Falls die Grizzlys von der Liste genommen werden, könnte das bedeuten, dass die Tiere wieder gejagt werden dürfen.

Einst gab es im Westen der USA rund 50'000 Grizzlybären. Bis 1975 wurden sie dort auf 800 Tiere dezimiert. Heute lebten insgesamt wieder knapp 2000 Bären in den USA ohne Alaska.

Brasilien versenkt Flugzeugträger

Ausgemusterter Flugzeugträger: Brasilien versenkt Giftmüllschiff
Keystone/Bruno Domingos (Symbolbild) Ausgemusterter Flugzeugträger: Brasilien versenkt Giftmüllschiff

Seit Monaten ist ein ausgemusterter Flugzeugträger im Meer vor Brasilien herumgetrieben. Nun hat die brasilianische Marine das Schiff rund 350 Kilometer vor der eigenen Küste versenkt.

Das Schiff ist mit giftigen Asbestplatten ausgestattet. Noch im Januar hatte die brasilianische Umweltbehörde mitgeteilt, es befinde sich zwar keine giftige Fracht an Bord, wegen der Asbestplatten müsse ein Versinken aber verhindert werden.

Umweltschutzorganisationen kritisierten den Entscheid, das Schiff zu versenken. Das Schiff sollte ursprünglich von einem türkischen Unternehmen zurückgebaut werden, doch die Türkei widerrief die Erlaubnis zum Anlegen.