Bekanntes Radioteleskop fällt zusammen

Das einst weltgrösste Radioteleskop in Puerto Rico ist in sich zusammengefallen.
Keystone-SDA Das einst weltgrösste Radioteleskop in Puerto Rico ist in sich zusammengefallen.

Das einst weltgrösste Radioteleskop in Puerto Rico ist in sich zusammengefallen. Wegen früherer Schäden war bereits geplant gewesen, das Teleskop am Observatorium in Arecibo zu demontieren.

Am Dienstag stürzte die 900 Tonnen schwere Instrumentenplattform auf die darunter liegende Schüssel hinab, wie die Nationale Wissenschaftsstiftung der USA mitteilte. Neben der Schüssel sei auch das Lernzentrum des Observatoriums durch herabfallende Stahlseile schwer beschädigt worden.

Das Teleskop war 1963 in Betrieb genommen worden und galt lange als eines der empfindlichsten der Welt. 1995 diente es als Kulisse für den James-Bond-Film «Goldeneye».

Treppenstück des Eifelturms versteigert

Ein Teil einer früheren Wendeltreppe des Pariser Eiffelturms ist für 274'475 Euro inklusive Auktionskosten versteigert worden. Der Schätzpreis sei um ein Vielfaches übertroffen worden, teilte das Auktionshaus Artcurial am Dienstag in Paris mit. 

Das Originalteil des über 130 Jahre alten Pariser Wahrzeichens komme in eine europäische Sammlung.

Eine Wendeltreppe, die früher die zweite und die dritte Etage der «dame de fer» (Dame aus Eisen) verband, wurde wegen des Baus eines Aufzugs Anfang der 1980er Jahre abgebaut. Die meisten Stücke davon kamen schon 1983 unter den Hammer.

Russische Polizei schnappt Serienmörder

Innerhalb zweier Jahre soll ein heute 38-jähriger Mann in der russischen Teilrepublik Tatarstan 26 alleinstehende, ältere Frauen erwürgt und beraubt haben. Der Beschuldigte aus der Stadt Kasan habe die Taten gestanden, sagte eine Sprecherin der zuständigen Ermittlungsbehörde.

Die vielen alleinstehenden Frauen, die 2011 und 2012 innerhalb verhältnismässig kurzer Zeit erwürgt aufgefunden worden waren, hatten den Ermittlern lange ein Rätsel aufgegeben. Unter anderem Schuhabdrücke am Tatort hätten aber auf denselben Täter hingewiesen.

Der nun Festgenommene war bereits 2009 wegen Diebstahls verurteilt worden und 2010 wieder auf freien Fuss gekommen.

Vitamin-D-Tests häufig unnötig

In der Schweiz lassen zu viele Menschen während der Wintermonate ihren Vitamin-D-Stand ärztlich überprüfen, wie das Kompetenzzentrum Swiss Medical Board schreibt. Es arbeitet mit dem Bundesamt für Gesundheit BAG zusammen.

Routinemässige Vitamin-D-Tests seien allenfalls für Risikogruppen sinnvoll, bei anderen Personen ergebe sich dagegen kein Mehrwert, heisst es. Im Gegenteil: Es handle sich um einen Fall von medizinischer Überversorgung, die allein 2018 Kosten von 90 Millionen Franken verursachte, so das Swiss Medical Board weiter.

Wegen der fehlenden Sonneneinstrahlung im Winter schlägt das BAG vor, regelmässig Vitamin D einzunehmen.

Forschende lassen Marsmond verwittern

Wiener Forschende lassen im Labor den Marsmond Phobos verwittern – quasi. Derzeit gibt es noch keine Proben von Phobos. Deshalb verwenden sie Gesteine, die jenen ähneln, die dort vorkommen.

In einer Vakuumkammer simulieren sie den kosmischen Teilchenbeschuss, der das Material im All erodieren lässt. Das helfe, die Entwicklung des Marsmondes zu verstehen.

Möglicherweise sei Phobos ursprünglich ein Asteroid gewesen, der vom Mars eingefangen wurde, erklärte der Wissenschafter Paul Szabo. Er könnte aber auch bei einer Kollision eines grösseren Himmelskörpers mit dem Mars entstanden sein.

Wort des Jahres: «Corona-Pandemie»

Das Wort des Jahres lautet «Corona-Pandemie».
Keystone-SDA/Symbolbild Das Wort des Jahres lautet «Corona-Pandemie».

Das Wort des Jahres ist Corona-Pandemie. Diese Entscheidung traf die Gesellschaft für deutsche Sprache GfdS. Auf Platz drei steht «Lockdown», gefolgt von «Verschwörungserzählung» auf Platz drei.

Die weiteren Plätze belegen «Black Lives Matter», «AHA» (Abkürzung für Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske), «systemrelevant», «Triage» (Behandlungsdringlichkeit im Spital), «Geisterspiele», «Gendersternchen» und «Bleiben Sie gesund!».

GfdS veröffentlicht jährlich zehn Wörter, die die öffentliche Diskussion besonders bestimmt haben. Acht von zehn Begriffen haben 2020 einen Bezug zur Pandemie.

Elefant Kaavan in Kambodscha angekommen

Elefant Kaavan hat heute Grund zu feiern.
Keystone-SDA Elefant Kaavan hat heute Grund zu feiern.

Der pakistanische Elefant Kaavan ist nach Kambodscha gebracht worden, wie ein Sprecher der Tierschutzorganisation «Vier Pfoten» mitteilte.

Zuvor hatte er als «einsamster Elefant der Welt» traurige Berühmtheit erlangt. Jahrelang war der 35-jährige Dickhäuter in einem kleinen Gehege in einem Zoo in Islamabad/PAK angekettet. Seit acht Jahren war er nach dem Tod einer Elefantendame allein.

Weltweit hatten sich Tierschützer und Prominente für ihn eingesetzt. Nun soll Kaavan in Kambodscha ein neues Zuhause in einem Schutzgebiet finden. Dort erwartet ihn eine Elefantenfamilie.

8000 Kinder nahmen teil

Schulweg zu Fuss: 8000 Kinder beteiligten sich an Aktionswochen.
Keystone-SDA/Symbolbild Schulweg zu Fuss: 8000 Kinder beteiligten sich an Aktionswochen.

Über 400 Klassen und fast 8000 Kinder haben sich an der diesjährigen VCS- Aktion «walk to school» beteiligt. Während zweier Wochen legten Kinder vom Kindergarten bis und mit der 6. Klasse ihre Schulwege zu Fuss zurück.

Ziel der Aktion war es, sicher mit dem Verkehr zurechtzukommen. Viele Schulen seien aufgrund der Corona-Pandemie vor organisatorischen Herausforderungen gestanden und hätten deshalb in diesem Jahr nicht mitgemacht, schreibt der Verkehrs-Club der Schweiz VCS in einer Mitteilung vom Montag

Im Vorjahr lag die Beteiligung noch bei fast 10'000 Kindern.