Marke «Bimbo QSR» nicht erlaubt

Der mexikanische Lebensmittelkonzern Bimbo darf die Marke «Bimbo QSR» in der Schweiz nicht eintragen. Grund ist die rassistische Bedeutung, die der Begriff haben kann.

Das Bundesverwaltungsgericht hat diesen Entscheid des Eidgenössischen Instituts für Geistiges Eigentum bestätigt. Die Frage, ob ein Begriff zulässig sei oder nicht, müsse anhand des durchschnittlichen Verständnisses beurteilt werden, schreibt das Gericht.

Der Konzern sagt hingegen, Bimbo bedeute auf Italienisch «Kleinkind». Zudem stehe das Wort durch den Zusatz «QSR» für Quick Service Restaurant in einem Kontext, der jede rassistische Anspielung ausschliesse.

Stimme «Sky» verschwindet von ChatGPT

Die US-Firma OpenAI will eine der auf ChatGPT verwendeten Stimmen nicht mehr anbieten. Dies, nachdem einige Nutzerinnen und Nutzer meinten, dass sich die Stimme nach Schauspielerin Scarlett Johansson anhöre.

OpenAI gab bekannt, dass «Sky» pausiert werde. So heisst eine der fünf verwendeten Stimmen, die ChatGPT-User auswählen können. In einem Blogbeitrag stellte das Unternehmen klar: «Skys Stimme ist keine Imitation von Scarlett Johansson, sondern gehört einer anderen professionellen Schauspielerin.»

OpenAI hatte die Sprachfunktion erstmals im September eingeführt, damit User mit dem KI-Assistenten ein Gespräch führen können.

Hitzewelle gefährdet Brüllaffen

Die Hitze macht den Brüllaffen in Mexiko zu schaffen.
Reuters/Bernardo Montoya (Archiv) Die Hitze macht den Brüllaffen in Mexiko zu schaffen.

Wegen Temperaturen von über 45 Grad Celsius fallen im Südosten Mexikos zahlreiche Brüllaffen tot oder dehydriert von den Bäumen. Der mexikanische Präsident schlägt deshalb Alarm.

«Wir müssen uns um die Tiere kümmern», sagte Präsident Andrés Manuel López Obrador am Montag. Er werde das Umweltministerium bitten, sich einzuschalten.

Umweltschützer melden, dass in den Bundesstaaten Tabasco und Chiapas schon über 75 Affen gestorben seien. Wie der Zivilschutz mitteilt, sind Biologinnen und Tierärzte unterwegs, um die Brüllaffen mit Wasser und Früchten zu versorgen. Aktivistinnen und Aktivisten bitten die Bevölkerung um Obstspenden, um die Affen zu versorgen.

Mehr Beweglichkeit für Tetraplegiker

Dank Elektrostimulationen am Nacken können Menschen, die gelähmt sind, wieder mehr Beweglichkeit in ihren Armen und Händen erlangen. Das zeigt eine Studie, die im Magazin «Nature Medicine» beschrieben wird.

Die neue Therapie ist darauf ausgerichtet, dass Menschen mit gelähmtem Unter- und Oberkörper ihre Arme und Hände wieder bewegen können. Dabei wird mit Elektroden, die auf den Nacken geklebt werden, das verletzte Rückenmark mit Stromimpulsen stimuliert. Eine Operation ist nicht nötig.

Von den 60 Teilnehmenden zeigten laut der Studie 43 deutliche Verbesserungen in Muskelkraft, Bewegung und Sensorik. Eine Vergleichsgruppe fehlte aber.

Kleinere Schlangen beissen eher zu

Je kleiner die Schlange ist, desto eher beisst sie.
Imago/Clément Carbillet Je kleiner die Schlange ist, desto eher beisst sie.

Ein brasilianischer Biologe hat das Beissverhalten von giftigen Schlangen untersucht, indem er in Schutzstiefeln über 40'000-mal auf oder neben die Jararaca-Lanzenotter getreten ist.

Das Verhalten von Schlangen sei vor allem in Brasilien ein vernachlässigtes Forschungsgebiet, so der Forscher zur Zeitschrift «Science». Er hat die Tiere einzeln in eine zwei Quadratmeter grosse Arena eingesetzt und war zufällig darauf oder daneben getreten.

Das Ergebnis der Studie: Je kleiner das Tier noch ist, desto eher beisst es. Zudem seien junge Weibchen aggressiver und würden tagsüber eher beissen, so der Forscher. Dank der Studie sollen Gegengifte besser verteilt werden.

Massenküssen in Estlands Stadt Tartu

Tausende Menschen haben sich am Event «Kissing Tartu» in der Stadt Tartu in Estland geküsst.

Das Massenküssen fand in Begleitung von live aufgeführten Eurovision-Song-Contest-Liedern am Samstagabend in der diesjährigen europäischen Kulturhauptstadt Tartu statt. Menschen küssten einander auf Lippen oder Wangen oder umarmten sich im Zeichen der Offenheit, Menschlichkeit und des Respekts.

«Wir feiern in diesem Jahr 20 Jahre Estland in der EU und auch, dass wir seit 30 Jahren am Eurovision Song Contest teilnehmen», sagte Tartus Bürgermeister gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Wassersportler gegen Abwasser

Auch am Strand von Brighton fand ein Protest statt.
Reuters/Dylan Martinez Auch am Strand von Brighton fand ein Protest statt.

Wassersportlerinnen und -sportler haben in Grossbritannien gegen die Ableitung ungeklärter Abwässer in Meer, Flüsse und Seen demonstriert.

Die Initiative «Surfers Against Sewage» rief am Samstag zum Protest auf. Teilnehmerinnen und Teilnehmer forderten zum Beispiel auf beschrifteten Surfbrettern «Cut the Crap».

Die Verschmutzung britischer Gewässer macht derzeit wieder vermehrt Schlagzeilen. Hintergrund ist unter anderem, dass Wasserversorger immer wieder ungeklärtes Schmutzwasser in Flüsse, Seen und das Meer leiteten. Das veraltete Abwassersystem sei unzureichend, kritisiert die Gruppe «Surfers Against Sewage» auf ihrer Internetseite.

Raumkapsel-Start verschoben

Der Start der ersten bemannten Mission der Starliner-Raumkapsel von Boeing ist wegen technischer Probleme erneut verschoben worden.

Der Start soll nun am 25. Mai erfolgen, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilt. Damit solle den Teams die Möglichkeit gegeben werden, ein Heliumleck an der Kapsel weiter zu untersuchen.

Die Rakete hätte eigentlich am 7. Mai vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Richtung der Internationalen Raumstation ISS abheben sollen. Nur zwei Stunden vor dem Starttermin waren Probleme an einem Druckventil der Atlas-V-Trägerrakete festgestellt worden, welche die Raumkapsel in den Orbit bringen soll.