Alpaufzug in Fully-Randonaz

In Fully-Randonnaz/VS ist am Samstag die Alpaufzug-Saison eröffnet worden, wegen des Coronavirus unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Der Alpaufzug ist in der Schweiz im Allgemeinen weniger populär als der Alpabzug. Aber im Wallis werden dabei auch die Herden der Eringerkühe durchmischt. Dabei sind Kämpfe unausweichlich, denn die Kühe legen damit eine Hierarchie fest, um sich als Königin des Alpaufzugs durchzusetzen.

Rund 50 Kühe nahmen am Alpaufzug von Randonnaz teil. Jeder Züchter begleitete seine Tiere. "Sie sind seit einigen Tagen aufgeregt, weil sie zu ihrem Sommerparadies gehen", sagte ein Züchter.

Zweiter Startversuch für US-Astronauten

Nachdem ein erster Teststart am Wetter gescheitert war, sollen am Samstag erstmals seit rund neun Jahren wieder Astronauten von den USA aus zur Raumstation ISS abheben.

Um 21:22 Uhr MESZ sollen die US-Raumfahrer Robert Behnken und Douglas Hurley mit einer «Falcon 9»-Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral aus in einer «Crew Dragon»-Raumkapsel zur Internationalen Raumstation starten. Einen Tag später sollen sie an der ISS andocken und rund einen Monat bleiben. 

Weltweit wird der Start mit Spannung erwartet, aber auch diesmal sind die Aussichten nicht besonders gut. Die Chance für geeignete Wetterbedingungen liege bei 40 Prozent, so die Nasa.

Bäume werden künftig weniger gross

Bäume werden in unseren Breitengraden künftig weniger gross.
Keystone Bäume werden in unseren Breitengraden künftig weniger gross.

Bäume werden künftig weniger gross und Wälder weniger dicht, weil es immer wärmer wird. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Technischen Universität München.

Eine Weile hätten die Wälder in Mitteleuropa von der höheren CO2-Konzentration profitiert. Nun würden Trockenheit, Hitze und die vielen Brände den Bäumen hingegen stark zusetzen. So haben sie etwa zunehmend Mühe, ihre Blätter bis in die Baumspitzen mit Wasser zu versorgen.

Als Folge davon werden die Bäume weniger hoch, entsprechend entsteht auch weniger Biomasse. Dies wiederum beschleunigt den Klimawandel, weil der Wald weniger CO2 aufnimmt.

Umarmungsvorhang in Pflegeheimen

Die Bewohnerinnen und Bewohner zweier Pflegeheime im Kanton Bern können ihre Liebsten wieder in die Arme schliessen. Möglich macht es ein spezieller Schutzvorhang.

Die Konstruktion verhindere eine Übertragung des Coronavirus, teilte die Stiftung Solina am Freitag mit. Sie betreibt zwei Heime in Spiez und Steffisburg mit insgesamt 333 Pflegeplätzen.

Inspiration für die neue Vorrichtung fanden die Betreiber im Internet. Dort kursiert das Video eines Briten, der einen Duschvorhang mit zwei integrierten Ärmeln kreierte. So können er und seine Kinder jederzeit die Grossmutter umarmen.

Ältester Mann der Welt gestorben

Der offiziell älteste Mann der Welt ist mit 112 Jahren in Grossbritannien gestorben. Der frühere Lehrer und Ingenieur Bob Weighton aus dem Städtchen Alton sei am Donnerstag «friedlich im Schlaf an seinem Krebs» gestorben, teilte seine Familie mit.

Er war für sein hohes Alter demnach noch relativ rüstig. «Bob war ein aussergewöhnlicher Mann.» Er sei in vielerlei Hinsicht ein grosses Vorbild gewesen.

Der Senior lebte nach Angaben des Guinness-Buch der Rekorde in einem Altersheim. Er hatte eine grosse Familie: drei Kinder, von den noch zwei leben, zehn Enkel und 25 Urenkel.

Baden/AG: Badebecken aus Römerzeit

In Baden/AG ist bei Bauarbeiten ein Badebecken aus der Römerzeit zum Vorschein gekommen. Die Archäologin und Bäder-Expertin Andrea Schaer spricht in der «Aargauer Zeitung» von einem «spektakulären Fund». Sie schätzt, dass das Becken aus der zweiten Hälfte des ersten Jahrhunderts oder allenfalls aus dem frühen zweiten Jahrhundert stammt.

Die Frage, ob in Baden auch zwischen Römerzeit und Mittelalter ein Badebetrieb bestanden habe, sei bis heute nicht definitiv geklärt.

Die Indizien mehren sich laut Schaer jedoch, dass hier seit 2000 Jahren durchgehend gebadet wurde.

140'000 Fr. für einen Cognac

Ein seltener Cognac aus dem 18. Jahrhundert ist für den Rekordpreis von umgerechnet rund 140'000 Franken versteigert worden.

Der Käufer der Flasche aus dem Jahr 1762 sei ein privater Sammler aus Asien, teilte das Auktionshaus Sotheby's am Donnerstag mit. Die Rarität stammt aus der französischen Brennerei Maison Gautier. Von diesem «extrem seltenen» Cognac existieren demzufolge nur noch drei Flaschen mit Original-Etikette.

Die jetzt versteigerte Flasche sei die grösste des Trios und werde «Grosser Bruder» genannt. Die «Kleine Schwester» befinde sich im hauseigenen Museum von Maison Gautier. Der «Kleine Bruder» wurde 2014 in New York versteigert.

Offenbier-Lieferservice in Irland

Die Barhocker bleiben in Irland wohl noch einige Wochen unbenutzt.
Keystone-SDA Die Barhocker bleiben in Irland wohl noch einige Wochen unbenutzt.

Bier vom Fass trotz geschlossener Pubs? Ein Pub-Betreiber in der irischen Hauptstadt Dublin hat in der Corona-Krise auf Lieferservice umgestellt und bringt frisch gezapftes Bier bis zur Haustür.

Täglich würden ihn 50 bis 60 Bestellungen erreichen, an Wochenendtagen seien es rund 100, sagte der Besitzer des «Graingers Hanlons Corner» der Nachrichtenagentur DPA. Der Dienst werde von seinen Kunden «sehr geschätzt», trotz Preisen von sechs Euro pro Pint, zuzüglich drei Euro Liefergebühr und zwei Euro Pfand.

Die irische Regierung hatte Mitte März die Schliessung von Pubs und Bars angeordnet.