Internet-Suche nach Toiletten gestiegen

Die Corona-Pandemie hat dazu geführt, dass die Bevölkerung im Internet nach anderen Stichworten sucht als vorher.

Statt Reisebüros, Tanzschulen oder Restaurants suchen Schweizerinnen und Schweizer nach psychologischen Praxen, Schönheitschirurgie oder Hypnosen. Zudem waren öffentliche Toiletten gesucht wie kaum zuvor. Das teilten die beiden Such- und Buchungsplattformen local.ch und search.ch aufgrund einer Daten- analyse mit.

Demnach stiegen die Anfragen bei psychologischen Praxen um 66 Prozent, verglichen mit dem Zustand vor einem Jahr. Gestiegen sind auch die Kontakte im Bereich Verbesserung und Verschönerung der Wohnung oder des Hauses.

Walter Mondale gestorben

Der ehemalige US-Vizepräsident Walter Mondale ist im Alter von 93 Jahren gestorben. Dies teilte seine Familie mit.

Mondale war von 1977 bis 1981 Stellvertreter des damaligen US-Präsidenten Jimmy Carter. 1984 versuchte er, als Kandidat der demokratischen Partei selbst US-Präsident zu werden. Allerdings scheiterte er gegen den Amts- inhaber Ronald Reagan.

In den 1990er-Jahren war Walter Mondale unter Bill Clinton US-Botschafter in Japan.

2020 eines der wärmsten Jahre überhaupt

2020 war eines der drei wärmstem gemessenen Jahre. Das hält die Weltwetterorganisation WMO in ihrem Abschlussbericht über das Klima für das Jahr 2020 fest.

Damit bestätigte sie ihre Prognose vom vergangenen Dezember. Die globale Durchschnittstemperatur lag demnach 1,2 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau. Nur 2016 war es noch wärmer. Die Werte von 2019 und 2020 lägen so dicht beieinander, dass nicht zu sagen sei, welches das wärmere Jahr war, teilte die WMO weiter mit.

Die zehn Jahre von 2011 bis 2020 waren das wärmste Jahrzehnt.

Lehrer-Entlassung war unrechtmässig

Die Genfer Justiz hat die Entlassung eines Lehrers nach einer feutcht- fröhlichen Nacht bei einer Studienreise aufgehoben. Die Entlassung als Sanktion sei übertrieben.

Der Vorfall ereignete sich im April 2019. Am letzten Abend der Studienreise nach Barcelona begab sich der Lehrer mit den beiden erwachsenen Schülerinnen in eine Diskothek. In den frühen Morgenstunden kehrte das Trio ins Hotel zurück. Dort konnten die beiden betrunkenen Schülerinnen nicht in ihr verschlossenes Zimmer zurück. Der Lehrer schlug ihnen vor, in seinem Zimmer zu schlafen.

Eine Sanktion sei da angebracht, nicht aber die Entlassung, so das Gericht.

Mars-Helikopter erstmals aufgestiegen

Der Mini-Helikopter «Ingenuity» ging auf dem Mars erstmals in die Luft.
Keystone-SDA Der Mini-Helikopter «Ingenuity» ging auf dem Mars erstmals in die Luft.

Erstmals hat ein Flugzeug auf einem anderen Planeten einen Flug absolviert. Der Mars-Helikopter «Ingenuity» stieg zu seinem ersten Testflug auf, schwebte dann auf der Stelle und landete schliesslich wieder auf der Oberfläche des Roten Planeten.

Wegen technischer Probleme war der Testflug zuvor mehrfach verschoben worden. Der Mini-Helikopter war an Bord des Nasa-Rovers «Perseverance» Ende Februar nach 203 Flugtagen und 472 Millionen zurückgelegten Kilometern in einem ausgetrockneten Mars-See gelandet.

Diesen See soll «Perseverance» in den kommenden zwei Jahren untersuchen. Dabei geht es auch um die Suche nach Spuren früheren Lebens.

Regen in Antarktis bedroht Pinguine

Wegen vermehrtem Regen könnten Pinguine erfrieren.
Keystone-SDA Wegen vermehrtem Regen könnten Pinguine erfrieren.

Entlang der Küste der Antarktis dürfte es bis zum Ende des Jahrhunderts häufiger und intensiver regnen. Das berichten Forschende mit Beteiligung der EPFL im Fachmagazin «Geophysical Research Letters».

Dramatische Folgen kann dies für die Küken von Kaiser- und Adeliepinguinen haben. Das Gefieder der Küken ist noch nicht wasserdicht, weshalb sie erfrieren können, wenn es wieder kälter wird und der Wind zunimmt, wie die ETH Lausanne mitteilte.

Gemäss der Studie werden die Anzahl der Tage sowie die Intensität der antarktischen Niederschläge deutlich zunehmen, insbesondere in Küstengebieten und auf Schelfeis.

Autonom fahrendes Auto verunfallt

In den USA sind zwei Männer bei einem Autounfall tödlich verunglückt. Gemäss vorläufigen Angaben der Polizei, befand sich niemand auf dem Fahrersitz, das Tesla-Auto fuhr autonom.

Das Fahrzeug sei am Samstagabend in Berkeley in der Nähe von Houston in Texas von der Strasse abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Einer der Männer habe auf dem vorderen Passagiersitz gesessen, der andere auf dem Rücksitz.

Es habe sich niemand auf dem Fahrersitz befunden, sagte eine Polizeisprecherin. Die Ermittlung des Unfallhergangs dauere an, zitierte das «Wall Street Journal» einen Polizeisprecher, aber: «Wir sind uns fast zu 99,9 Prozent sicher.»

AUS/NZL: Reisen sind wieder möglich

Wegen der Corona-Pandemie waren zwischen Australien und Neuseeland 400 Tage lang praktisch keine Reisen möglich. Ab Montag jedoch ist es wieder möglich, zwischen den beiden Ländern zu reisen, ohne in Quarantäne zu müssen.

Die Fluggesellschaften der beiden Länder, Qantas und Air New Zealand, berichten von einer grossen Nachfrage nach Flügen. Alle 16 Flüge pro Tag seien ausgebucht, sagte der Quantas-Chef. Air New Zealand bot für Montag gar 30 Flüge an, die laut einer Sprecherin praktisch alle ausgebucht sind.

Der Start des Reisekorridors war schon mehrere Male wegen neuen Infektions-herden in beiden Ländern verschoben worden.