Jaguare neu in höchster Schutzklasse

Asiatische Elefanten, Jaguare, ein Hai und mehrere Vogelarten sind neu Teil der höchsten Schutzklasse der UNO-Liste zur Erhaltung wandernder wildlebender Tierarten. Mitgliedsländer sollen das Töten dieser Tiere verbieten.

Vertreterinnen und Vertreter von fast 130 Staaten haben dies an der entsprechenden UNO-Konferenz in der indischen Stadt Gandhinagar beschlossen. Weitere Tierarten kamen in die zweithöchste Liste und Länder sollen für deren Schutz enger zusammenarbeiten.

Die UNO schätzt, dass in den kommenden Jahrzehnten eine Million Tier- und Pflanzenarten aussterben. Tierschützer sagen, dass der Mensch für die genannten Arten eine grosse Gefahr sei.

Ryan-Chef fordert Profiling

Männer aus muslimischen Ländern sollten vor dem Abflug strenger kontrolliert werden als andere Passagiere, schlägt der Chef der irischen Billigfluggesellschaft Ryanair vor.

Michael O'Leary sagte in einem Interview mit der britischen «Times», Bombenattentäter seien generell alleinreisende Männer muslimischen Glaubens. In Begleitung ihrer Familie seien die Männer hingegen keine Gefahr.

O'Leary spricht sich für sogenanntes Profiling aus. Er provozierte in der Vergangenheit immer wieder gezielt, um seine Firma in den Schlagzeilen zu halten. Ein Labour-Politiker nannte O'Learys Idee kurzsichtig. Der Ryan-Boss ermutige zu Rassismus.

Europäischer E-Sport-Verband gegründet

Die europäische E-Sport-Szene ist künftig in einem neuen Dachverband organisiert. 26 nationale E-Sport-Verbände und Organisationen aus Europa gehören der Esports Europe Federation EEF an, die am Freitag in Brüssel gegründet wurde.

Laut den Verantwortlichen soll der Verband dafür sorgen, die Interessen von E-Sports-Veranstaltern und -Spielern politisch besser zu vertreten.

Weltweit werden bei E-Sports-Veranstaltungen millionenhohe Preisgelder bezahlt. Meist investieren auch die Firmen, die die Computerspiele verkaufen.

«ISS funktioniert noch zehn Jahre lang»

Die ISS befindet sich seit mehr als 20 Jahren im All.
Keystone-SDA/Nasa/Archiv Die ISS befindet sich seit mehr als 20 Jahren im All.

Die Internationale Raumstation ISS kann nach Einschätzung der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos noch bis 2030 ohne Probleme im All bleiben. «Sie ist funktionstüchtig und wird ohne grosse Einwände noch zehn Jahre lang funktionieren», sagte Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin am Freitag in Moskau der Staatsagentur Ria Nowosti.

Obwohl es noch keine endgültige Entscheidung zur Zukunft der Raumstation gebe, hätten doch alle beteiligten Länder zu verstehen gegeben, dass die Arbeit dort, etwa 400 Kilometer über der Erde, bis 2028 oder sogar bis 2030 verlängert werden könnte.

Die ISS befindet sich seit mehr als 20 Jahren im All.

Paris kämpft gegen Bettwanzen

Frankreich hat der Bettwanze den Kampf angesagt. Die Regierung startete eine Kampagne gegen den Parasiten, zu der auch eine Notrufnummer gehört. «Wir können alle betroffen sein», warnte die Regierung auf ihrer Website.

Dort werden Tipps zur Vorbeugung gegen Bettwanzen-Befall und zur Bekämpfung des Insekts gegeben, das nachts in Betten kriecht.

Die Hauptstadt Paris erlebt seit Jahren eine Vermehrung der Bettwanzen. Dort gingen Schädlingsbekämpfer laut den jüngsten vorliegenden Daten im Jahr 2018 an rund 400'000 Adressen gegen Bettwanzen vor, darunter in zahlreichen Hotels. Das war ein Anstieg um einen Drittel im Vergleich mit dem Vorjahr.

64. Wiener Opernball mit einer Premiere

«Alles Walzer» hat es am Donnerstag in Wien geheissen. In der österreichischen Hauptstadt fand der traditionelle Opernball statt.

Erstmals war unter den Debütantinnen und Debütanten mit zwei Frauen aus Deutschland auch ein gleichgeschlechtliches Tanzpaar dabei. Sie eröffneten zusammen mit den weiteren 143 Paaren den eigentlichen Tanzabend in der Wiener Staatsoper.

Die 64. Ausgabe war wie stets ein rauschendes Fest, mit manch ungewohnten Akzenten. Schauspielerin Ornella Muti und Richard Lugner etwa lieferten als Tanzpaar auf dem Parkett eine perfekte Show für die rund ein Dutzend beobachtenden Kameras.

Hummerfalle legt 3000 Kilometer zurück

Eine Hummerfalle von einem US-amerikanischen Krabbenkutter ist im Südwesten Englands angespült worden. Das Schiff, das die Falle einsetzte, war 2003 vor der Küste von Massachusetts/USA, mehr als 3000 Kilometer entfernt, gesunken.

Wie die englische Zeitung «The Newport Daily News» berichtet, wurde die Falle von Freiwilligen gefunden, die den Strand säuberten.

«Wir liegen am Atlantik, also bekommen wir viel amerikanisches und irisches Treibgut», erklärte Delia Webb von der Gruppe. «Wir sammeln es, um den Schülern den Fluss der Meeresströmungen zu zeigen und wie die Verschmutzung im Ozean jahrelang anhalten kann.»

Lotsen gesucht

Bei milden Temperaturen erwachen Frösche und Molche dieser Tage aus ihrem Winterschlaf. Sie machen sich auf den Weg zu den Gewässern, in denen sie geboren wurden, um dort eigene Nachkommen zu zeugen. Auf den Strassen lauert aber Gefahr.

An manchen Orten sammeln Freiwillige die Tiere entlang von Strassen in Kübeln und tragen sie auf die andere Strassenseite. Der Verein Pro Natura rief am Donnerstag auch Schulklassen zum Mithelfen auf.

Der Tierschutz appelliert an die Autofahrer: Bei Nacht sei insbesondere in der Nähe von Gewässern und Feuchtgebieten langsames Fahren und besondere Achtsamkeit geboten.