Schweiz führend bei Gesundheitsausgaben

Kein europäisches Land gibt so viel Geld für die Gesundheit aus wie die Schweiz. Das geht aus einer Rangliste hervor, welche das europäische Statistische Amt Eurostat für das Jahr 2018 veröffentlicht hat.

Demnach hat die Schweiz 11,9 Prozent des Bruttoinlandprodukts BIP ausgegeben. Gefolgt von Deutschland, wo die Gesundheitsausgaben 11,5 Prozent des BIP ausmachten.

Im europäischen Durchschnitt machen die Gesundheitskosten laut Eurostat 9,9 Prozent aus. Am wenigsten hat gemäss dieser Rangliste Luxemburg ausgegeben. Dort flossen 5,3 Prozent des BIP in die Gesundheit.

Salesforce will Slack übernehmen

Der Software-Konzern Salesforce will mit der Übernahme des Bürokommunikationsdienstes Slack seinen bisher grössten Zukauf stemmen. Die Unternehmen haben eine Vereinbarung erzielt, bei der Slack mit rund 27,7 Milliarden Dollar bewertet wird.

Salesforce kündigte zudem an, Slack mit weiteren Funktionen ausstatten zu wollen. Der Kommunikationsdienst könnte damit zur ernsthaften Konkurrenz für Microsoft Teams werden.

Die Geschäftsleitungen beider Unternehmen haben den Milliarden-Deal bereits bewilligt. Erwartet wird, dass es im kommenden Jahr zum Abschluss der Übernahme kommt. Zuvor müssen die Behörden und Aktionäre dem Vertrag zustimmen.

US-Autoindustrie steht hinter Biden

Verschiedene Autohersteller haben dem neu gewählten US-Präsidenten Joe Biden ihre Unterstützung zugesichert. Sie stellen sich hinter Bidens Bemühungen, Abgase zu reduzieren und vermehrt auf E-Autos zu setzen.

Das gab die «Alliance for Automotive Innovation» bekannt, zu der etwa Volkswagen, General Motors oder auch Toyota gehören.

Joe Biden hat die Umstellung der US-Autoindustrie auf E-Autos zu einem zentralen Ziel seiner Amtszeit gemacht. Er will unter anderem Milliarden Dollar für den Bau von Ladestationen in den USA ausgeben.

Corona schadet der Hotellerie

Das Geschäft der klassischen Hotellerie in der Schweiz ist von Juli bis September um fast ein Drittel eingebrochen, wie Zahlen des Bundesamts für Statistik zeigen.

Ganz Anders die Situation bei den Ferienwohnungen. Dort gab es gut 2,6 Millionen Übernachtungen. 20 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Bei den Campingplätzen betrug das Plus gar rund 40 Prozent.

Diese Verschiebung hin zur sogenannten Parahotellerie habe auch damit zu tun, dass wegen der Corona-Auflagen derzeit vor allem Schweizer Gäste unterwegs seien, sagt Monika Bandi, Tourismusprofessorin an der Universität Bern.

Corona-Krise hält «Lädelisterben» auf

Wegen der Corona-Pandemie kaufen viele wieder lieber in den Quartierläden ein als in grossen Einkaufzentren, das kommt dem Kleingewerbe zugute. Zu diesem Schluss kommt eine Studie der Zürcher Kantonalbank ZKB.

Normalerweise führe eine Krise zum «Lädelisterben» in den Quartieren. Im Moment sei es aber umgekehrt, auch weil viele im Homeoffice arbeiteten, so die ZKB.

Eine Auswertung der Geschäftskunden habe gezeigt, das sich die Umsätze in der Agglomeration während des Teil-Lockdowns im Frühling teilweise mehr als verdoppelt hätten.

Nationalrat will mehr Härtefall-Gelder

Bei den Corona-Härtefallmassnahmen will der Nationalrat mehr Unternehmen berücksichtigen. Er hat die vom Bundesrat vorgesehene Umsatzschwelle gesenkt. So könnten auch Unternehmen finanziell unterstützt werden, die vor Corona mindestens einen Umsatz von 50'000 Franken erzielten. Der Bundesrat wollte die Umsatzschwelle bei 100'000 Franken.

AUT gegen Schliessung von Skigebieten

Österreichs Tourismusministerin Elisabeth Köstinger hat sich gegen die von Deutschland und Italien angeregte Schliessung von Skigebieten bis nach dem Jahreswechsel ausgesprochen.

«Wir lassen uns sicher nicht von einem anderen Land vorschreiben, wann wir was öffnen», sagte sie dem Bayerischen Rundfunk. «Wir würden ja auch nie den Vorschlag liefern, dass man in Deutschland beispielsweise die Schulen schliessen soll oder Friseurbetriebe.»

Österreich ist derzeit in einem Lockdown. Danach werde man das Land behutsam wieder hochfahren, sagte Köstinger weiter. Der Wintertourismus dürfe nicht zum Sündenbock für Corona-Infektionen gemacht werden.

Biontech beantragt EU-Zulassung

Das deutsche Unternehmen Biontech und der US-Pharmakonzern Pfizer haben die Zulassung ihres Corona-Impfstoffs bei Europäischen Arzneimittelagentur Ema beantragt. Sollte die Behörde eine bedingte Zulassung empfehlen, könnte der Impfstoff noch im Dezember eingesetzt werden, so Biontech.

Bei der Ema liegt bereits der Antrag des US-Konzerns Moderna für seinen Impfstoff. Die endgültige Entscheidung trifft die EU-Kommission, die in der Regel der Ema-Empfehlung folgt.

Biontech/Pfizer und Moderna haben auch bei der US-Arzneimittelbehörde FDA Anträge auf eine Notfallzulassung gestellt.