Swisscom ändert Herausgabepraxis

Reaktion auf die Berset-Mail-Affäre: Swisscom überdenkt Herausgabepraxis von E-Mails.
Keystone/Ennio Leanza (Archiv) Reaktion auf die Berset-Mail-Affäre: Swisscom überdenkt Herausgabepraxis von E-Mails.

Das Telekommunikationsunternehmen Swisscom will den E-Mail-Verkehr von Kundinnen und Kunden nicht mehr einfach so der Staatsanwaltschaft für Ermittlungen aushändigen.

Künftig solle zunächst geprüft werden, ob die Mails auf Antrag der Swisscom versiegelt werden sollen, bestätigt ein Sprecher Angaben der «NZZ am Sonntag». Dann müsse ein Zwangsmassnahmengericht darüber entscheiden, ob Staatsanwaltschaften die Mails verwenden dürfen.

Zuletzt war der Fall des ehemaligen Kommunikationschefs von Bundesrat Alain Berset in den Medien. Die Swisscom und der Bund händigten dem ausserordentlichen Staatsanwalt den ganzen Mailverkehr aus.

Foxconn steigert Umsatz deutlich

Apple-Zulieferer: Foxconn im Januar mit Rekordumsatz
Keystone/Chiang Ying-ying (Archiv) Apple-Zulieferer: Foxconn im Januar mit Rekordumsatz

Der taiwanische Apple-Zulieferer Foxconn hat im Januar einen deutlichen Umsatzanstieg verbucht.

Dieser stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um rund 48 Prozent auf ein Rekordhoch von umgerechnet 20,46 Milliarden Franken, wie der Konzern am Sonntag mitteilte. Zum Dezember legte der Umsatz um 4,93 Prozent zu. Der Hersteller von Elektronik-Komponenten profitierte dabei von der Rückkehr zur normalen Produktion nach dem Ende der Null-Covid-Politik in China.

In der Fabrik im chinesischen Zhengzhou hatten strikte Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus immer wieder zu Ausfällen in der Produktion geführt.

Nestlé-Produkte werden womöglich teurer

Konzernchef des Lebensmittelkonzern: Nestlé-Produkte womöglich teurer
Keystone/Laurent Gillieron (Archiv) Konzernchef des Lebensmittelkonzern: Nestlé-Produkte womöglich teurer

Nestlé-Produkte wie Nespresso-Kaffee oder Thomy-Senf könnten im Lauf dieses Jahres teurer werden.

Mark Schneider, der Chef des Lebensmittelkonzerns, sagte in einem Interview mit der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung», Nestlé habe die eigenen Mehrkosten noch nicht vollständig an die Konsumentinnen und Konsumenten  weitergegeben. Es werde daher weitere Preiserhöhungen geben.

Die Teuerung sei zwar nicht mehr so hoch wie 2022, aber für Nestlé bestehe aufs ganze Jahr gesehen noch ein Aufholbedarf. Auf die Frage, ob das Unternehmen die Lage ausnutze, um die Marge zu erhöhen, sagt der Nestlé-Chef, dem sei nicht so.

Swissmem fordert EU-Stromabkommen

Bundesrat soll Abkommen angehen: Swissmem-Präsident fordert EU-Stromvertrag
Keystone/Gaetan Bally (Archiv) Bundesrat soll Abkommen angehen: Swissmem-Präsident fordert EU-Stromvertrag

Der Bundesrat soll mit der EU bis spätestens im Frühling des kommenden Jahres ein bilaterales Stromabkommen abschliessen.

Das fordert Martin Hirzel, der Präsident von Swissmem, dem Branchenverband der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie, in einem Interview mit der NZZ. Er sagte, ein Stromabkommen solle vorliegen, bevor das EU-Parlament 2024 neu gewählt werde und die aktuelle EU-Kommission zurücktrete. Sonst könne es zu Problemen mit Stromimporten kommen.

Für die bei Swissmem vertretenen Branchen sei die Sicherstellung der Stromversorgung einer der wichtigsten Punkte für die Verhandlungen mit der EU, so Hirzel.

Sammelklage gegen Elon Musk abgewiesen

Keystone/John G. Mabanglo

Tesla-Aktionäre und -Aktionärinnen hatten Klage gegen Elon Musk eingereicht. Dem Tesla-Chef wurde von den Klägern Betrug vorgeworfen, die Geschworenen entschieden nun zugunsten von Musk.

In zwei Tweets im Jahr 2018 kündigte Musk an, das Unternehmen Tesla von der Börse nehmen zu wollen. Die Finanzierung dafür sei gesichert gewesen, was sich später als falsch herausstellte. Durch die Tweets seinen Schwankungen des Aktienkurses ausgelöst worden und die Kläger forderten Schadensersatz in Milliardenhöhe.

Die Geschworenen kamen im Prozess zum Schluss, dass es nicht nachgewiesen sei, dass Musk für die Verluste der Kläger verantwortlich sei.

US-Arbeitslosigkeit auf tiefem Stand

Die Arbeitslosigkeit in den USA ist Anfang Jahr auf den tiefsten Stand seit mehr als 50 Jahren gesunken. Die Arbeitslosenquote betrug im Januar noch 3,4 Prozent, nach 3,5 Prozent im Dezember, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte.

Provisorische Zahlen auf Swisscom-Seite

Die Swisscom hat aus Versehen provisorische Jahreszahlen veröffentlicht.
Keystone/Ennio Leanza Die Swisscom hat aus Versehen provisorische Jahreszahlen veröffentlicht.

Die Swisscom hat aus Versehen provisorische Zahlen zum vergangenen Jahr veröffentlicht. Die Zahlen waren während mehrere Stunden auf der Webseite des Schweizer Telekommunikationsunternehmens zu sehen.

Gemäss den Zahlen hat die Swisscom im vergangenen Jahr einen Umsatz von 11,1 Milliarden Franken gemacht. Das ist etwas weniger als 2021. Die Swisscom hat laut den provisorischen Zahlen auch weniger verdient.

Die Swisscom schreibt, sie habe eine Untersuchung eingeleitet. Die definitiven Zahlen will sie nach der Abnahme durch den Verwaltungsrat nächste Woche veröffentlichen.

Migros übernimmt Zur Rose-Apotheken

Eine Zur Rose-Apotheke in einer Migros-Filiale.
Keystone/Walter Bieri (Archivbild) Eine Zur Rose-Apotheke in einer Migros-Filiale.

Die Migros übernimmt das Schweizer Geschäft der Zur Rose-Gruppe. Sie zahlt dafür 360 Millionen Franken. Sämtliche 480 Mitarbeitende in der Schweiz würden übernommen, teilt die Zur Rose-Gruppe mit.

Bereits jetzt sind die Zur Rose-Apotheken teilweise in die Migros-Läden integriert. Insgesamt sind es acht Apotheken-Standorte sowie der Versandhandel, die übernommen werden. Die Zur Rose-Gruppe hat ihren Sitz in Frauenfeld und ist in ganz Europa tätig.

Mit der Übernahme baut die Migros ihr Standbein im Gesundheitsbereich weiter aus, erläutert SRF-Wirtschaftsredaktor Matthias Heim. Die Migros besitzt bereits die Arztpraxen von Medbase.