Umsätze: Apple und Microsoft legen zu

Gute Zahlen melden auch die beiden Technologiekonzerne Microsoft und Apple.

Microsoft machte im zweiten Quartal 16,5 Milliarden Dollar Gewinn - ein Plus von 47 Prozent. Mehr eingenommen hat das Unternehmen vor allem beim Cloud-Speicherplatz.

Und Apple hat in den letzten drei Monaten so viel Geld verdient, wie sonst nur im Weihnachtsgeschäft - nämlich knapp 22 Milliarden Dollar. Das sind 93 Prozent mehr als im Vor- jahresquartal.

Google mit Rekord-Umsatz

In den letzten drei Monaten haben Menschen vielerorts das Internet nochmal stärker verwendet - und auch Unternehmen waren kräftig online aktiv. Das sagt der Chef von Google.

Googles Mutterkonzern Alphabet hat darum im zweiten Quartal 18,5 Milliarden Dollar Gewinn gemacht. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum waren es knapp 7 Milliarden Dollar gewesen.

Google konnte in den letzten Monaten so viel Online-Werbung verkaufen wie noch nie, so das Unternehmen.

IWF korrigiert Wachstumsprognose

Die Entwicklung der Weltwirtschaft zeigt nach der Corona-Pandemie weiterhin nach oben. Der Internationale Währungsfonds IWF prognostiziert für das laufende Jahr weiterhin ein Wachstum von 6 Prozent. Im nächsten Jahr sollen es knapp fünf Prozent sein, ein halber Prozentpunkt mehr als bei der letzten Prognose.

Der IWF warnt allerdings vor grossen Unterschieden: Die Zugpferde der Weltwirtschaft seien vor allem reiche Industrieländer mit guten Impfkampagnen, allen voran die USA.

Die wirtschaftlichen Aussichten vieler ärmerer Länder hingen davon ab, ob diese genügend Corona-Impfstoff erhielten.

Bezos macht Druck auf Nasa

Beim ersten Anlauf gescheitert, bewirbt sich Jeff Bezos und sein Raumfahrt-Unternehmen Blue Origin noch einmal bei der Nasa um den Auftrag für das erste kommerzielle Mondlandegerät. Der Amazon-Gründer versucht es jetzt mit einem Geld-Angebot.

Blue Origin würde unter anderem in 2021 und 2022 die Kosten von bis zu 2 Mrd. Dollar für Entwicklung und Herstellung des Mondlandegeräts übernehmen. Das hat Bezos in einem offenen Brief an Nasa-Chef Bill Nelson angeboten.

Die Nasa hatte sich gegen Blue Origin entschieden und stattdessen Elon Musks Space X mit der Entwicklung des Mondlandegeräts beauftragt. Dagegen hatte Blue Origin mehrfach protestiert.

David Wildermuth neuer CS-Risikochef

Die Grossbank Credit Suisse hat einen neuen Risikochef. David Wildermuth werde das Amt spätestens am 1. Februar 2022 übernehmen und in seiner neuen Funktion auch Mitglied der Geschäftsleitung sein, teilte die CS mit. David Wildermuth wechsle von Goldman Sachs zur CS.

Seine Vorgängerin Lara Warner hat die CS im April verlassen, wegen der Milliardenverluste im Zusammenhang mit Krediten für Hedgefonds.

Wildermuth verfüge über 34 Jahre Erfahrung im Bankgeschäft und bringe umfassende Kenntnisse im Risikomanagement sowie Kenntnisse der Finanzdienstleistungsbranche mit, heisst es in der Mitteilung weiter.

Lindt & Sprüngli mit Umsatzwachstum

Der Schweizer Schokoladenhersteller Lindt & Sprüngli hat sich nach einem schwachen Corona-Jahr rasch erholt. Der Halbjahresumsatz ist nach Angaben des Unternehmens verglichen mit dem ersten Halbjahr 2020 um 17 Prozent auf 1,8 Milliarden Franken gestiegen. Der Reingewinn beträgt 101,6 Millionen Franken, was mehr oder weniger einer Verfünffachung gegenüber dem Vorjahreswert entspricht.

Umsatz und Gewinn stiegen auch verglichen mit dem ersten Halbjahr 2019, also vor Corona.

Lindt & Sprüngli spricht von einer deutlichen Erholung des wichtigen Ostergeschäfts, und man habe weltweit Marktanteile gewonnen.

Tesla macht 1,1 Mrd. Dollar Gewinn

Der US-Elektroautobauer Tesla hat ein weiteres Quartal mit Rekordergebnissen geschafft. Erstmals hat Tesla mehr als eine Milliarde Dollar in einem Vierteljahr verdient.

Das Unternehmen von Elon Musk verzehnfachte den Überschuss in den drei Monaten bis Ende Juni im Jahresvergleich auf 1,1 Milliarden Dollar. Das gab Tesla am Montag nach US-Börsenschluss bekannt.

Tesla brachte im abgelaufenen Vierteljahr 201'304 E-Autos an die Kundschaft und stellte 206'421 Fahrzeuge her. Das sind so viele wie seit Firmengründung 2003 noch nie in einem einzigen Quartal.

Biontech plant Malaria-Impfstoff

Kinder unter 5 Jahren sind besonders stark von Malaria betroffen.
Keystone-SDA Kinder unter 5 Jahren sind besonders stark von Malaria betroffen.

Nach dem Erfolg mit dem Impfstoff gegen Covid-19 will nun das deutsche Pharma-Unternehmen Biontech auch Impfungen für anderen Erkrankungen entwickeln.

Laut Mitteilung ist die Entwicklung eines Malaria-Impfstoffs geplant. Genauso wie bei Covid-19 soll auch hier die mRNA-Technologie zum Einsatz kommen. Der Impfstoff gegen die Tropenkrankheit soll in klinischen Studien in Afrika getestet und in einem nächsten Schritt auch vor Ort produziert werden.

Biontech schrieb zu den Kosten für die Entwicklung des Malaria-Impfstoffs von «signifikanten Investitionen», ohne konkret zu werden. Das Projekt wird von der WHO und anderen Organisationen unterstützt.