Stadler Rail bald in Indonesien präsent

Der Schweizer Zughersteller Stadler Rail ist bald auch auf dem südostasiatischen Markt präsent. Man habe mit einem indonesischen Unternehmen eine Zusammenarbeitsvereinbarung unterzeichnet, teilte Stadler Rail mit.

Mit dem Vertrag sei die Bestellung von 500 S-Bahn-Wagen verknüpft und eine Option auf die Lieferung von weiteren 500 Wagen.

Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler sagte, man habe jahrelang versucht, aus Europa die asiatischen Märkte zu beliefern. Dies sei aber jeweils gescheitert. Deshalb habe Stadler Rail nun die Zusammenarbeit mit einem Unternehmen vor Ort gesucht.

Commerzbank will 2300 Stellen streichen

Die deutsche Commerzbank plant einen weiteren Stellenabbau. Die Bank will rund 4300 Stellen streichen. Das entspricht rund 10 Prozent der Belegschaft. Weil gleichzeitig an anderer Stelle rund 2000 Vollzeitstellen geschaffen werden, verbleibt unter dem Strich ein Abbau von rund 2300 Stellen. 

Ausserdem sollen rund 200 der 1000 Bankfilialen geschlossen werden, schreibt die Commerzbank. Grund seien unter anderem die Belastungen durch die anhaltend niedrigen Zinsen. 

Die Massnahmen sind noch nicht definitiv. Sie müssen noch vom Verwaltungsrat abgesegnet werden. 

Indien senkt die Unternehmenssteuern

Die indische Regierung hat eine Senkung der Unternehmenssteuern im Volumen von umgerechnet rund 21 Milliarden Franken angekündigt. Damit soll das Wirtschaftswachstum angekurbelt werden.

Finanzministerin Nirmala Sitharaman kündigte am Freitag an, der effektive Körperschaftsteuersatz solle von 30 auf rund 25 Prozent fallen und Indien damit auf das Niveau asiatischer Konkurrenten bringen.

Nach der Ankündigung legten die Kurse am indischen Aktienmarkt um mehr als 5 Prozent zu, der stärkste Tageszuwachs seit über einem Jahrzehnt.

Christoph Brand: Von Tamedia zu Axpo

Der Energiekonzern Axpo hat einen neuen Chef: Christoph Brand übernimmt die Funktion des CEO, heisst es in einer Mitteilung der Axpo.

Brand war bislang stellvertretender CEO beim Medienkonzern Tamedia. Zuvor war er von 2006 bis 2010 CEO von Sunrise. Brand folgt bei der Axpo auf Andrew Walo, der das Unternehmen verlässt.

Christoph Brand wird den Posten spätestens im Sommer 2020 antreten, wie es weiter heisst. Ab Oktober 2019 werde Verwaltungsratspräsident Thomas Sieber interimistisch für die Übergangszeit auch die operative Führung des Konzerns übernehmen.

Wickeltisch-Rückruf bei Ikea

Wegen Sturzgefahr ruft Ikea einen Wickeltisch zur Reparatur zurück. Vom Rückruf betroffen seien alle Kunden mit einer Sundvik-Kommode, wie das Eidgenössische Büro für Konsumentenfragen mitteilte. Ikea wurden drei Vorfälle gemeldet, bei denen sich ein Teil der Kommode gelöst hat und in der Folge Kinder vom Tisch gefallen sind.

SNB-Entscheid: Erleichterung und Kritik

Der Entscheid der Schweizerischen Nationalbank SNB sei ein Schritt in die richtige Richtung, schreibt die Schweizerische Bankiervereinigung. Die neue Freigrenze zeige, dass die SNB die Situation der Banken berücksichtige.

Kritischer geben sich dagegen die Gewerkschaften: Der Schweizerische Gewerkschaftsbund etwa fordert, dass die Vorsorgegelder ganz von Negativzinsen ausgenommen werden.

Kritik gibt es auch von der Industrie. Sie befürchtet, dass sich der Schweizer Franken nun aufwertet. Darunter würde die Exportwirtschaft leiden. Der Verband Swissmem appelliert an die SNB, sich mit anderen Massnahmen gegen die Frankenaufwertung zu stemmen.

OECD warnt vor tiefem Wachstum

Das Wachstum der Weltwirtschaft dürfte 2019 so tief ausfallen wie seit der globalen Finanzkrise 2008 nicht mehr. Davon geht die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD aus.

Sie rechnet für das laufende Jahr mit einem Weltwirtschaftswachstum von 2,9 Prozent. Im Vorjahr gab es ein Plus von 3,6 Prozent.

Vor allem der Handelskonflikt zwischen den USA und China belaste die Wirtschaft, so die OECD. Eine grosses Risiko sieht die OECD mit Blick auf Grossbritannien. Ein Brexit ohne Einigung könnte Grossbritannien 2020 in eine Rezession stürzen. Dies würde das Wachstum in ganz Europa reduzieren.

VW und Porsche rufen Fahrzeuge zurück

Die deutschen Autohersteller Volkswagen und Porsche rufen knapp 230'000 Fahrzeuge in die Werkstätten zurück. Das zuständige deutsche Kraftfahrt-Bundesamt teilte dazu mit, die Software zur Steuerung des Airbags benötige ein Update. Es seien in drei Fällen Airbags ausgelöst worden, ohne dass es zu Unfällen gekommen sei.