Kaum mehr Neuwagenverkäufe in China

Nach dem Ausbruch des Coronavirus sind die Neuwagenverkäufe in China eingebrochen. Wie der chinesische Autoverband CPCA mitteilte, gingen die Verkäufe vom 1. bis 16. Februar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 92 Prozent zurück.

Waren 2019 in den ersten beiden Februarwochen noch 59 930 Autos verkauft worden, konnten die Händler demnach jetzt nur noch 4909 Fahrzeuge absetzen.

Für deutsche Hersteller wie Mercedes-Benz, Audi, BMW, Volkswagen und Porsche ist China der wichtigste Markt. Bei VW steht die China für gut 40 Prozent der Auslieferungen. Und bei der Umstellung auf Elektro-Autos sind die Konzerne auf Batteriezellen aus China angewiesen.

Batteriepass soll Kinderarbeit stoppen

Die Hersteller von Batterien wollen bis 2022 einen Batteriepass entwickeln, damit Verbraucher beim Kauf von leistungsstarken Batterien, wie sie etwa in Elektroautos verbaut werden, mehr Auskunft über die Herstellung erhalten.

So soll sichergestellt werden, dass beim Abbau von bestimmten Rohstoffen keine Kinder in den Minen arbeiten und die Betreiber Sicherheits- und Gesundheitsstandards einhalten.

Noch dieses Jahr soll ein Prototyp für den geplanten Batteriepass entstehen. Ein Jahr darauf soll eine erste Version folgen, teilte der deutsche Chemiekonzern BASF mit, der Mitglied der Global Battery Alliance ist.

Keine Kontrollen in Greyhound-Bussen

Zukünftig soll es in den Bussen der US-amerikanischen Reisefirma Greyhound keine Grenzwächter mehr geben, die nach illegalen Migrantinnen und Migranten suchen.

Greyhound hat in einer E-Mail an die Nachrichtenagentur AP angekündigt, Grenzwächtern nicht mehr zu erlauben, die Busse ohne einen Suchbefehl zu kontrollieren. Greyhound war von Menschenrechtsorganisationen dafür kritisiert worden, die Kontrollen in Grenznähe in seinen Bussen zuzulassen.

Bislang hatte Greyhound stets angegeben, man sei gesetzlich zur Zusammenarbeit mit den Behörden gezwungen. Ein Bericht von AP zeigte jedoch vergangene Woche, dass dies nicht der Fall ist.

Weitere Geldstrafe für Wells Fargo

Die US-amerikanische Grossbank Wells Fargo bezahlt erneut eine Geldstrafe wegen sogenannter Scheinkonten.

Die Bank einigte sich mit dem Justizministerium und der Börsenaufsicht auf Strafen in der Höhe von rund 3 Milliarden Dollar, wie die Behörden am Freitag bekannt gaben.

2016 hatte Wells Fargo zugegeben, dass Mitarbeiter im Namen von Kunden Scheinkonten eröffnet hatten, um firmeninterne Ziele zu erreichen. Die Bank hatte die Mitarbeiter zu den unrealistischen Vorgaben gedrängt. Wegen des Vergehens bezahlte die Bank in den USA bereits mehrfach Bussen in Millionenhöhe.

Geld für Walliser Winzer

Walliser Weinbauern erhalten nachträglich vom grössten Weinproduzenten der Region, der Provins, doch noch ausstehende Zahlungen für die Ernte 2018.

Laut Mitteilung der Provins haben die Banken dem Unternehmen entsprechende Kredite bewilligt, schreibt die Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Provins war in Zahlungsschwierigkeiten gekommen, weil die Genossenschaft verpflichtet ist, den angeschlossenen Winzern die Ernte abzukaufen. Auch wenn die eigenen Lager übervoll sind. Im ganzen Kanton Wallis sind 3200 Weinbauern Genossenschafter von Provins. 2018 lieferten sie 8100 Tonnen Trauben an Provins.

UPC Schweiz streicht rund 160 Stellen

Die Schweizer Kabelnetzbetreiberin UPC will rund 160 Stellen abbauen. Das sind rund 10 Prozent der Stellen. Eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte entsprechende Medienberichte gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Man sei bestrebt, den Abbau durch natürliche Abgänge und Massnahmen wie Frühpensionierungen zu erreichen. Entlassungen könnten allerdings nicht vermieden werden. Ein Sozialplan sei vorhanden.

Mit der geplatzten Übernahme durch Sunrise habe der Abbau nichts zu tun. UPC hat 2019 zum dritten Mal in Folge an Umsatz eingebüsst und Kunden verloren.

Sika mit mehr Umsatz und Gewinn

Der Zuger Bauchemiekonzern Sika hat 2019 Umsatz und Gewinn erneut gesteigert. Gemäss einer Mitteilung betrug der Reingewinn von Sika 758,5 Millionen Franken. Das sind 10,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Umsatz stieg um 14,4 Prozent auf 8,11 Milliarden Franken.

Tesla darf in Deutschland weiterroden

In Grünheide darf weitergerodet werden.
Keystone-SDA In Grünheide darf weitergerodet werden.

Der US-Elektroauto-Pionier Tesla kann im deutschen Bundesland Brandenburg Wald für eine Fabrik roden. Das hat das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg entschieden und eine Beschwerde des Verbands «Grüne Liga» abgewiesen.

Erst vergangene Woche hatte dasselbe Gericht nach der Beschwerde die Rodungen vorläufig gestoppt. In der Fabrik sollen ab Juli 2021 jährlich eine halbe Million Tesla-Autos produziert werden.

Weil Ende Monat die Vegetationsperiode beginnt, muss die Rodung bis dahin abgeschlossen sein. Die Behörden hatten dem vorzeitigen Beginn der Rodung zugestimmt. Die Baugenehmigung für die Fabrik steht laut dem Rundfunk Berlin-Brandenburg noch aus.