Siemens mit Grossauftrag aus Ägypten

Das Bahnnetz in Ägypten wird über 2000 Kilometer lang.
Siemens-Animation/Screenshot Das Bahnnetz in Ägypten wird über 2000 Kilometer lang.

Die Zugsparte des deutschen Industriekonzerns hat mit Ägypten einen Vertrag für den Bau eines 2000 Kilometer langen Bahnsystems abgeschlossen.

Siemens werde damit in Ägypten das sechstgrösste Hochgeschwindigkeitsbahnnetz der Welt bauen, teilt der Konzern mit. Es werde 60 Städte des Landes mit Zügen miteinander verbinden, die bis zu 230 km/h schnell fahren würden. Das vollelektrifizierte Bahnnetz unterstütze Ägypten dabei, die Mobilität nachhaltiger zu gestalten und schaffe bis zu 40'000 Arbeitsplätze vor Ort.

Der Auftrag hat einen Wert von 8,1 Milliarden Euro. Laut Siemens-Chef Roland Busch ist es der grösste Auftrag in der Geschichte des Konzerns.

Easyjet streicht erneut 200 Flüge

Der britische Billigflieger Easyjet hat für die kommenden knapp zwei Wochen mehr als 200 Flüge gestrichen.

Dies sei notwendig, um einen verlässlichen Service aufrechterhalten zu können, teilte das Unternehmen mit. Pro Tag sollen bis zum 6. Juni etwa 24 Flüge vom Londoner Flughafen Gatwick betroffen sein. 

Am Donnerstag hatte Easyjet bereits wegen eines Softwarefehlers rund 200 Flüge streichen müssen. Die nun anstehenden Ausfälle sollen damit nicht in Verbindung stehen. Stattdessen sollen verschiedene Probleme wie Verzögerungen an den Flughäfen, Bauarbeiten sowie Einschränkungen in der Flugüberwachung eine Rolle spielen.

Gericht in Nepal stoppt Flughafenbau

Die Regierung in Nepal plante, mitten in einem Wald einen internationalen Flughafen zu bauen. Diese Pläne habe das höchste Gericht nun gestoppt, wie Medien im Land berichten.

Demnach ordnete das Gericht an, dass die Regierung einen anderen Ort für den Bau des internationalen Flughafens finden muss. Grund dafür sei, dass in dem ursprünglich vorgesehenen Waldstück teils bedrohte Wildtiere leben. Der internationale Flughafen ist bereits seit den 1990er-Jahren geplant.

Mehrere aufeinanderfolgende Regierungen argumentierten, der bisher angedachte Ort sei am besten für den Flughafen geeignet, weil nur wenige Menschen dort lebten und das Gelände dort flach sei.

Airbus erringt Teilsieg vor Gericht

Flugzeuge des Typs A350 stehen bei Quatar Airways bereits im Einsatz.
Keystone-SDA Flugzeuge des Typs A350 stehen bei Quatar Airways bereits im Einsatz.

Die Fluggesellschaft Qatar Airways und der europäische Flugzeugbauer Airbus streiten sich vor Gericht über die Qualität der Lackierung beim Langstrecken-Typ A350.

Ein Gericht in London entschied nun im Sinne von Airbus: Qatar Airways muss bestellte A350-Flugzeuge trotz der möglichen Lackschäden abnehmen und bezahlen, selbst wenn der Streit vor Gericht weitergeführt wird. Die Hauptverhandlung soll im nächsten Jahr stattfinden.

Qatar Airways stellt sich auf den Standpunkt, die Lackschäden könnten die Sicherheit der Flugzeuge beeinträchtigen und hat deshalb gegen Airbus Klage eingereicht. Airbus sagt, die Mängel seien nicht sicherheitsrelevant.

BMW ruft Autos zurück

Der Autohersteller BMW muss weltweit mehr als 61'000 Fahrzeuge zurückrufen, wegen eines Softwarefehlers. Betroffen sind nach Mitteilung des zuständigen deutschen Bundesamtes die Modelle X3, X4 und X5. Der Fehler könne unter anderem zum Ausfall des Motors führen.

Vergleich in UK wegen Dieselskandal

Im Diesel-Skandal hat Volkswagen in Grossbritannien einen millionenschweren Vergleich abgeschlossen. VW bezahlt 90'000 Klägerinnen und Klägern insgesamt mehr als 230 Millionen Franken. Die Klage gilt als grösste Massenklage in der Geschichte Grossbritanniens.

Keine Verträge mit Medha Servo

Der Ostschweizer Zughersteller Stadler Rail baut offenbar in Indien ein neues Werk. Das berichten mehrere lokale Medien übereinstimmend unter Berufung auf die dortige Regierung.

Stadler Rail gehe dafür eine Partnerschaft mit dem indischen Unternehmen Medha Servo Drives ein. Geplant sei demnach eine Fabrik zum Bau von Schienenfahrzeugen im indischen Bundesstaat Telangana. Es sollten knapp 130 Millionen US-Dollar investiert werden.

Schweizer Unternehmen sagte am Freitagmorgen der Nachrichtenagentur awp, es arbeite nicht mit Medha Servo Drives zusammen, man habe aber Gespräche geführt.

Einbussen bei Ferrero wegen Salmonellen

Ausgerechnet zur Osterzeit hatte der Süsswarenhersteller Ferrero 3000 Tonnen seiner Produkte zurückrufen müssen, unter anderem Kinder-Überraschungseier.

Wegen einer Verunreinigung in einer belgischen Fabrik war es zu 150 bestätigten Fällen von Salmonellenvergiftung in neun Ländern gekommen. Jetzt hat Nicolas Neykov, der Chef von Ferrero Frankreich, Stellung genommen zu dem Vorfall. Die Salmonellenfälle bei den Kinder-Schokolade-Produkten hätten zu Millioneneinbussen geführt, sagte er der Zeitung «Le Parisien».

Er hoffe, die betroffene Fabrik bald wieder mit angepassten Sicherheitskontrollen in Betrieb nehmen zu können, sagte er weiter.