Chef von Danske Bank zurückgetreten

Der Chef des dänischen Geldinstituts Danske Bank, Chris Vogelzang, ist zurückgetreten. Das gab die Leitung der Bank am Montag in einer Börsenmitteilung bekannt.

Hintergrund seien Geldwäscherei-Ermittlungen gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber, die niederländische Bank ABN Amro. Diese muss wegen Verstössen gegen Geldwäscherei-Bestimmungen 480 Millionen Euro zahlen. Darauf haben sich Staatsanwaltschaft und Bank geeinigt.

Auch die Danske Bank war vor einigen Jahren wegen eines umfassenden Geld- wäscheskandals in der estnischen Filiale der Bank in die Schlagzeilen geraten.

Kryptowährungen verlieren an Wert

Viele Kryptowährungen sind am Sonntag massiv eingebrochen. Der Bitcoin, die älteste und bekannteste von ihnen, verlor zeitweise rund 15 Prozent an Wert.

Die nach Marktwert zweitgrösste Internetdevise Ether sank zeitweise um etwa 18 Prozent im Wert, bevor sie sich leicht erholte. Als Auslöser des Ausverkaufs wurden Gerüchte genannt, wonach das US-Finanzministerium verstärkt gegen die Verwendung von Kryptowährungen für Geldwäsche vorgehen wolle.

Der Bitcoin-Kurs fiel auf der Handelsplattform Bitstamp auf zeitweilig rund 51'540 Dollar. Erst vergangene Woche hatte die Währung ein Rekordhoch von fast 65'000 Dollar markiert.

Bio-Suisse wollte Knospe-Label light

Das Bio-Knospe-Label des Verbands Bio-Suisse soll es weiterhin vor allem in den Läden von Coop und Migros geben.

Ein Plan des Vorstands von Bio-Suisse für ein zweites und weniger strenges Label erhielt an der Delegiertenversammlung keine nötige Zweidrittelmehrheit. Produkte mit einem solchen Label hätten etwa nur zu 80 Prozent aus Rohstoffen aus Schweizer Bioproduktion bestehen müssen.

Interesse daran hatten unter anderem Aldi und Lidl, die derzeit keine Produkte mit der Bio-Knospe im Sortiment haben.

Nestlé setzt auf pflanzliche Proteine

Paul Bulcke ist Nestlé-Verwaltungsratspräsident.
Reuters Paul Bulcke ist Nestlé-Verwaltungsratspräsident.

Nestlé hat sich vorgenommen, den eigenen CO2-Ausstoss bis 2030 zu halbieren.

Bis 2050 soll es netto ein Null-Ausstoss sein. In der Samstagsrundschau von SRF legte Verwaltungsratspräsident Paul Bulcke dar, wie der weltgrösste Nahrungsmittelkonzern dieses Ziel erreichen möchte. Ein wichtiger Pfeiler sei die Suche nach Fleischersatz aus pflanzlichen Proteinen. Das Engagement in diesem Bereich kommt bei Nestlé aber nicht nur aus Sorge um die Umwelt und um das Leben von Mensch und Tier.

Bulcke erhofft sich davon auch einen finanziellen Mehrwert: «Wenn wir jetzt umweltfreundliche Produkte produzieren, ist dies das, was der Konsument erwartet - jetzt noch viel mehr als früher.»

Weniger Temporärjobs in Reinigung

Die SBB baut 130 bis 150 Temporärstellen in der Reinigung ab. Gleichzeitig sollen im selben Bereich, dem Facility Management, 30 bis 50 Stellen für interne Mitarbeitende geschaffen werden.

Das Unternehmen will damit stärker frequentierte Bahnhöfe mit eigenem Personal betreuen. Das Projekt «Compass» soll zwischen Mitte 2022 und Ende 2023 umgesetzt werden, wie SBB-Sprecher Ramon Gander gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA einen Bericht der «Schweiz am Wochenende» bestätigte.

Alle internen SBB-Mitarbeitenden würden ihre Stelle behalten und alle temporären Mitarbeitenden erhielten eine «faire Chance» auf eine Festanstellung.

Boeing weist 16 Firmen an, zu grounden

Die neuen Probleme beim Flugzeugtypen Boeing 737 Max sind offenbar weitreichender als ursprünglich angenommen. Letzte Woche hatte Boeing 16 Fluggesellschaften angewiesen, betroffene Maschinen vorsorglich zu grounden.

Grund waren mögliche Mängel am Stromversorgungssystem. Nun melden Nachrichtenagenturen, dass bei Überprüfungen neue Probleme gefunden worden seien. Die Arbeiten an Lösungen dazu liefen, heisst es weiter.

Die Boeing 737 Max ist erst seit einigen Monaten wieder für den Flugbetrieb zugelassen. 2019 waren zwei Maschinen wegen einer defekten Steuerungssoftware abgestürzt.

CH nicht mehr Währungsmanipulator

Die USA bezeichnet die Schweiz nicht mehr als Währungsmanipulatorin. Wie das Finanzministerium der USA mitteilt, gibt es keine ausreichende Beweise dafür, dass sich die Schweiz unfaire Wettbewerbsvorteile im internationalen Handel verschafft.

Allerdings erfülle die Schweiz weiter alle Kriterien für den Vorwurf der Währungsmanipulation, so das US-Ministerium.

Man bleibe mit der Schweiz in Kontakt, um besser bestimmen zu können, ob die Interventionen der Schweizerischen Nationalbank auf dem Währungsmarkt unfaire Bedingungen schafften.

Kommission für Cargo sous terrain

Ein Teil des Gütertransport in der Schweiz soll unter den Boden. Die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerats unterstützt das Projekt Cargo sous terrain, sie hiess das entsprechende Bundesgesetz gut. Geplant und finanziert wird das Projekt von einer Aktiengesellschaft.