Credit Suisse unter Druck

Die Schweizer Grossbank Credit Suisse soll ihre Risikoüberwachung stärken, fordert die Ratingagentur Fitch. Sollte dies nicht geschehen, könnte die Bewertung der Bank unter Druck geraten.

Hintergrund ist, dass die CS im Zusammenhang mit Krediten an Mosambik Strafzahlungen in Höhe von einer halben Milliarde US-Dollar an die US-Aufsichtsbehörde leisten muss. Der Bank wird vorgeworfen, gegen die Geldwäscherei-Meldepflicht verstossen zu haben.

Derweil fordert eine Nicht-Regierungsorganisation in Mosambik, dass die CS dem Land sämtliche Schulden in Höhe von zwei Milliarden Dollar erlässt.

Warenpreise könnten bald steigen

Die weltweiten Lieferengpässe beschäftigen schon seit Wochen auch Schweizer Unternehmen. Wer etwas bestellt, muss sich bei vielen Produkten auf längere Wartezeiten einstellen.

Wegen der Knappheit könnten bald auch die Preise steigen, wie eine Umfrage des Wirtschaftsdachverbands economiesuisse zeigt. Das Ausmass dieser Preiserhöhungen hängt auch davon ab, wie lange die Einzelteile noch knapp sein werden und wie lange es dauert, bis Transportwege wieder frei sind.

Vier von fünf Schweizer Unternehmen kommen derzeit nicht an die Rohstoffe oder Halbfabrikate, die sie benötigen, um ihre Produkte fertig zu bauen.

Jedes fünfte Unternehmen zahlt zu spät

Unternehmen in der Schweiz zahlen jede fünfte Rechnung zu spät. Verglichen mit den letzten Jahren ist das eine Verbesserung, wie eine Berechnung des Beratungsunternehmens Dun+Bradstreet zeigt.  

Im ersten Halbjahr des aktuellen Jahres sind 19,7 Prozent der Rechnungen im Geschäftsbereich zu spät bezahlt worden. Vor einem Jahr waren es noch fast 22 und 2019 sogar 23,4 Prozent. Der durchschnittliche Zahlungsverzug beträgt 13 Tage.

Am wenigsten pünktlich mit den Zahlungen ist die Autobranche, gefolgt vom Einzelhandel und dem Gastgewerbe. Am besten wiederum ist der Wert bei den Handwerkern.

Flixbus übernimmt Greyhound

Flixbus will weiter wachsen und hat in den USA eingekauft.
Keystone-SDA Flixbus will weiter wachsen und hat in den USA eingekauft.

Die hellgrauen Greyhound-Überlandbusse in den USA gehören künftig zu Flixbus. Die Dachgesellschaft Flixmobility kauft Greyhound Lines für rund 172 Millionen Dollar, wie die beiden Unternehmen am Donnerstag mitteilen.

Greyhound ist der grösste Fernbusbetreiber der USA. Aktuell gehört er dem britischen Eisenbahn- und Nahverkehrsunternehmen Firstgroup. In den USA, in Kanada und Mexiko verkehren 1300 Greyhoundbusse, die laut Flixmobility pro Jahr von rund 16 Millionen Passagieren genutzt werden.

Flixbus ist seit 2018 in den USA vertreten. Das Geschäft von Greyhound litt zuletzt stark unter den Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie.

Auch ABB fehlen Computerchips

ABB verzeichnet eine hohe Nachfrage, kämpft aber mit Lieferschwierigkeiten.
Keystone-SDA ABB verzeichnet eine hohe Nachfrage, kämpft aber mit Lieferschwierigkeiten.

Dem Elektrokonzern ABB geht es wie  vielen Unternehmen der Schweizer Wirtschaft. Aufträge gibt es genug, aber es fehlen einzelne Komponenten.

Der Wert der Aufträge bei ABB war im dritten Quartal 30 Prozent höher als vor einem Jahr. Praktisch in allen   Bereichen gebe es eine rege Nachfrage, teilt ABB mit. Der Umsatz wächst aber wegen Verzögerungen in der Lieferkette weniger stark. Insbesondere erhält ABB zu wenige Computerchips und es mangle an Fachkräften.

Unter dem Strich wuchs der Umsatz bei ABB im dritten Quartal um 7 Prozent auf 6,4 Milliarden Franken.  

Tesla mit bisher bestem Firmenquartal

Tesla mit weiterem Rekordquartal: Fabrik bei Berlin liegt auch im Plan
Keystone-SDA Tesla mit weiterem Rekordquartal: Fabrik bei Berlin liegt auch im Plan

Für den Elektroautokonzern Tesla war das dritte Quartal dieses Jahres das bisher beste in der Firmengeschichte.

In den drei Monaten von Juli bis September erwirtschaftete der Konzern einen Gewinn von gut 1,6 Milliarden Dollar. Das ist fast fünfmal so viel wie im dritten Quartal des letzten  Jahres. Auch der Umsatz erreichte einen neuen Rekordwert. Er stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 57 Prozent auf rund 13,8 Milliarden Dollar.

Auch der Bau der Autofabrik in Grünheide bei Berlin geht dem Unternehmen nach wie geplant voran. «Wir rechnen damit, die abschliessenden Genehmigungen vor dem Ende dieses Jahres zu erhalten», hiess es im Quartalsbericht.

Paypal sei an Pinterest interessiert

US-Börse: Berichte über Kaufinteresse von Paypal lassen Pinterest-Aktie steigen
Reuters/Archiv US-Börse: Berichte über Kaufinteresse von Paypal lassen Pinterest-Aktie steigen

Die Aktien der Fotoplattform Pinterest haben nach Berichten über ein mögliches Kaufinteresse des Bezahldienstes Paypal einen Sprung nach oben gemacht.

Zum US-Handelsschluss am Mittwoch gab es ein Plus von knapp 13%. Zuvor hatten unter anderem der Finanzdienst Bloomberg und das «Wall Street Journal» berichtet, Paypal sei in Übernahmeverhandlungen mit Pinterest. Laut Bloomberg sei dabei ein Preis von 70 Dollar pro Aktie im Gespräch gewesen.

Es sei derzeit offen, ob es zu einem Abschluss komme, auch könnten sich die Bedingungen noch ändern, hiess es in den Berichten.

Bitcoin erreicht bisherigen Höchstwert

Die älteste und wichtigste Cyber-Währung, der Bitcoin, hat einen neuen Höchststand erreicht. Sie überstieg kurzzeitig die Marke von 67'000 US-Dollar und legte gegenüber dem Vortag um rund 4 Prozent zu.

Analysten sehen den Grund im gestrigen Handelsstart des ersten börsengehandelten Bitcoin-Fonds in den USA. Dieser erste Bitcoin-ETF könnte laut Fachleuten Kryptowährungen für ein breites Publikum akzeptabel machen.

Da Bitcoins etwa zur Bezahlung illegaler Waren und Dienstleistungen im Darknet und für Erpressung verwendet werden, hatte die Cyber-Währung bisher nicht den besten Ruf.

Bitcoin erreicht Höchstmarke
Keystone-SDA Bitcoin erreicht Höchstmarke