Verband lässt Russen zu

Der umstrittene Verbands-Präsident Umar Kremlew.
Imago Images/Newspix Der umstrittene Verbands-Präsident Umar Kremlew.

Der Boxweltverband IBA lässt Sportler aus Russland und Belarus wieder zu seinen Wettkämpfen zu. Das hat der Verwaltungsrat des Verbandes beschlossen. Die Sportler dieser Länder dürfen auch unter ihren Nationalflaggen antreten.

Den Entscheid hatte Verbands-Präsident Umar Kremlew, ein Russe, vor rund einer Woche angekündigt. Er sagte, dass es keine Diskriminierung aufgrund der Nationalität geben sollte.

Damit stellt sich die IBA gegen die Vorgabe des Internationalen Olympischen Komitees, Russen wegen des Angriffskriegs auf die Ukraine auszuschliessen.

Aebersold und Hubmann siegen

Simona Aebersold
Keystone/Gian Ehrenzeller Simona Aebersold

Simona Aebersold hat die Saison der Orientierungsläuferinnen mit ihrem dritten Weltcupsieg beschlossen. Die Bernerin gewann beim Weltcupfinale in Davos-Klosters über die Langdistanz.

Im Ziel distanzierte sie die zweitplatzierte Andrine Benjaminsen um rund eineinhalb Minuten. Dahinter lief mit Elena Roos eine zweite Schweizerin aufs Podest.

Auch im Männer-Rennen gab es einen Heimsieg zu bejubeln. Routinier Daniel Hubmann setzte sich nach dem Sieg in der Staffel und Rang 3 in der Mitteldistanz in der Langdistanz die Krone auf.

Valenzuela in Top 15

Albane Valenzuela
Keystone Albane Valenzuela

Die Genfer Profigolferin Albane Valenzuela hat sich auf der LPGA Tour, dem hochdotierten Circuit in den USA, zum dritten Mal in dieser Saison unter den besten 15 klassiert.

Im texanischen Irving erreichte die 24-Jährige den 11. Platz. Valenzuela liess sich Runden von 69, 71, 69 und 68 Schlägen notieren (total 7 unter Par), was ihr am mit 1,7 Millionen Dollar dotierten Turnier ein Preisgeld von rund 28'000 Dollar eintrug. In der Tour-Wertung verbesserte sich Valenzuela vom 68. auf den 61. Platz. Am Ende der Saison bekommen die besten 80 das volle Startrecht für 2023.

Claessens Gesamt-Zweite

Zoé Claessens
ARCHIV/FRESHFOCUS/RENE NIJHUIS/ORANGE PICTURES Zoé Claessens

Die BMX-Fahrerin Zoé Claessens hat den Gesamtweltcup auf dem 2. Rang abgeschlossen. Die Westschweizerin realisierte im achten und letzten Saisonrennen in Bogota/COL als Dritte ihren fünften Podestplatz.

Für Claessens ist eine aus Schweizer Sicht historische Saison erfreulich zu Ende gegangen. Im Juni gewann die 21-Jährige im niederländischen Papendal als erste Schweizer Frau überhaupt ein Weltcuprennen im BMX Racing, tags darauf doppelte die letztjährige Europameisterin nach. Mit dem Gewinn von WM-Silber bestätigte sie im Juli diesen Doppelerfolg eindrücklich.

Schweiz in Barcelona 3.

Martin Fuchs
Keystone / Constantin Zinn Martin Fuchs

Die Schweizer Equipe ist beim Nationenpreis-Final in Barcelona auf dem 3. Rang gelandet und hat damit die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2024 in Paris vorerst verpasst. Die nächste Chance folgt an der nächstjährigen EM in Mailand, wo nochmals 3 Olympia-Startplätze vergeben werden.

Besser als das Quartett mit Edouard Schmitz auf Quno, Pius Schwizer mit Vancouver, Martin Fuchs auf Conner Jei und Steve Guerdat mit Venard de Cerisy waren Belgien und Frankreich. Dank dem Sieg sicherten sich die Belgier den Quotenplatz für Olympia.

Kipruto lässt sich in London feiern

Amos Kipruto.
imago/Zuma Wire Amos Kipruto.

Der Kenianer Amos Kipruto hat bei seinem Debüt am London-Marathon gleich den Sieg errungen. Der 30-jährige WM-Dritte von 2019 gewann an der Themse vor Leul Gebresilase/ETH und Bashir Abdi/BEL in 2:04:39 Stunden.

Bei den Frauen krönte sich Yalemzerf Yehualaw in ihrem erst zweiten Marathonrennen zur jüngsten Siegerin des traditionsreichen Events, der ab kommendem Jahr wieder wie üblich im April stattfinden wird. Die 23-jährige Äthiopierin stolperte 6 km vor dem Ziel, lief aber wieder an die Spitzengruppe heran und kam nach 2:17:25 Stunden klar führend ins Ziel.

Abraham bestätigt gute Form

Tadesse Abraham.
Keystone/Jean-Christophe Bott Tadesse Abraham.

Tadesse Abraham hat zum dritten Mal nach 2016 und 2018 den Murtenlauf gewonnen. Der Genfer setzte sich bei der 88. Ausgabe des 17,17 Kilometer langen Laufs in 52:50 Minuten durch. Er distanzierte den Kenianer Erick Leon Ndiema um etwas mehr als 10 Sekunden.

Abraham erhielt erneut die Gewissheit, dass die Vorbereitung für den Marathon in New York vom 6. November stimmt. Bereits vor zwei Wochen war der 40-Jährige bei einem Halbmarathon erstmals unter einer Stunde ins Ziel gekommen. Abraham hatte zugunsten von New York auf die Leichtathletik-WM in Eugene und die EM in München verzichtet.

Hubmann wird Dritter in Davos

Simona Aebersold.
Keystone/Gian Ehrenzeller Simona Aebersold.

Daniel Hubmann hat am Weltcup-Finale von Davos in der Mitteldistanz seinen ersten Podestplatz der Saison ergattert. Er wurde hinter Kasper Fosser/NOR und Albin Ridefelt/SWE Dritter. Auf Platz 2 fehlte ihm lediglich eine Sekunde.

Bei den Frauen belegte Simona Aebersold unmittelbar vor Landsfrau Marion Aebi Platz 5. Die Bernerin war lange auf Podestkurs, verlor aber vor dem zweitletzten Posten kurzzeitig die Orientierung. Aebersold muss damit mit dem 2. Platz im Gesamtweltcup vorliebnehmen. Tove Alexandersson/SWE sicherte sich den Tages- und den Overall-Sieg.