Wengen lässt TAS-Klage fallen

Urs Näpflin.
Keystone Urs Näpflin.

Nach dem Treffen mit Swiss-Ski und  Bundespräsidentin Viola Amherd hat Urs Näpflin bekanntgegeben, dass Wengen die Klage gegen den Schweizer Skiverband beim Internationalen Sportgerichtshof TAS zurückziehen werde. Diese hatten die Berner 2018 eingereicht, weil sie mit der Verteilung der TV-Gelder nicht einverstanden waren. Die Wengener hatten pro Austragung seit 2016 eine Rückzahlung von jeweils einer Million Schweizer Franken gefordert.

Parteien mit grossem Schritt

Urs Näpflin.
Keystone Urs Näpflin.

"Das ist eine grosse Erleichterung für uns. Beide Parteien haben einen grossen Schritt gemacht", freute sich Urs Näpflin darüber, dass im Streit um die Lauberhornrennen eine Lösung gefunden werden konnte.

Auch wenn keine detaillierten Angaben zur Vereinbarung gemacht worden sind, liess Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann durchblicken, dass von der öffentlichen Hand mehr Geld fliessen wird. Zudem zeigt sich Wengen bereit, beispielsweise den Hundschopf mit einem Torbogen zu vermarkten. "Wir haben begriffen, dass wir nicht nur die hohle Hand machen können", sagte Näpflin.

Lauberhornrennen gesichert

Die Lauberhornrennen finden weiterhin statt.
Keystone Die Lauberhornrennen finden weiterhin statt.

Die Skifans dürfen sich auch in Zukunft über die legendären Lauberhornrennen freuen. "Swiss Ski und das Organisationskomitee von Wengen konnten eine gemeinsame und einvernehmliche Lösung finden. Die Durchführung der Rennen ist für die kommenden Jahre sicherge- stellt", sagte Bundesrätin Viola Amherd an einer Medienkonferenz.

Auf Intervention von Sportministerin Amherd waren Urs Lehmann (Präsident Swiss-Ski), Urs Näpflin (OK-Präsident Lauberhornrennen) und Christoph Ammann (Regierungspräsident Kanton Bern) zusammengekommen. Konkrete Details über die Vereinbarung wurden keine genannt.

WM-Vergabe 2025 am 3. Oktober

Crans-Montana will die Ski-WM 2025.
Keystone Crans-Montana will die Ski-WM 2025.

Der Internationale Skiverband (FIS) hat an der Frühjahrs-Konferenz entschieden, dass die Vergabe der WM 2025 am 3. Oktober 2020 in Zürich stattfinden wird. Unter den Bewerbern ist auch der Walliser Wintersport-Ort Crans-Montana.

Zu den Herausforderern gehören Garmisch-Partenkirchen/GER und Saalbach-Hinterglemm/AUT.

Am Tag danach, dem 4. Oktober, wird der neue FIS-Präsident gewählt. Gian Franco Kasper gibt das Amt nach 22 Jahren ab. Zu den Kandidaten auf seine Nachfolge gehört mit Urs Lehmann der derzeitige Präsident von Swiss-Ski.

Findet Ski-WM erst 2022 statt?

Zielraum in Cortina d'Ampezzo.
Keystone. Zielraum in Cortina d'Ampezzo.

Die alpine Ski-WM in Italien wird voraussichtlich ein Jahr später stattfinden als geplant. Das lokale Olympische Komitee ersuchte den Weltskiverband (FIS), die für den 8. bis 21. Februar 2021 angesetzten Titelkämpfe erst im März 2022 austragen zu dürfen.

Die WM in Cortina soll aufgrund der unvorhersehbaren Entwicklung der Pandemie erst nach den Olympischen Spielen 2022 in Peking im März ausgetragen werden. Die FIS will am 1. Juli darüber entscheiden.

Cortina hatte bereits auf das Weltcup-Finale im März verzichten müssen.

Swiss-Ski krebst zurück

Lauberhornabfahrt
keystone Lauberhornabfahrt

Swiss-Ski zieht den Antrag beim Weltverband FIS, die Lauberhorn-Rennen ab der Saison 2021/22 aus dem Weltcup-Kalender zu streichen, "bis auf Weiteres" zurück. Dies teilte der Ski-Verband am Sonntag mit. Swiss-Ski hatte den Antrag letzten Mittwoch eingereicht. Es habe in den letzten Tagen viele positive Signale gegeben, hiess es.

Im Zentrum des Streits zwischen dem Verband und dem OK der Rennen in Wengen stehen in erster Linie Differenzen bezüglich der Einnahmen aus den TV-Rechten. Die beiden Parteien werden sich am Donnerstag an einen Tisch setzen und das weitere Vorgehen besprechen.

Spende für Lauberhornrennen

Der Italiener Dominik Paris während der Lauberhorn-Abfahrt.
Keystone Der Italiener Dominik Paris während der Lauberhorn-Abfahrt.

Das OK der Lauberhornrennen darf sich auf eine grosszügige Spende freuen. Der Unternehmer Jörg Moser stellt 300'000 Franken zur Verfügung. "Ich will Swiss-Ski helfen, eine für alle tragfähige Lösung für die Zukunft der Lauberhornrennen zu finden", so Moser. Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann zeigt sich erfreut über die Spende: "Wir leiten diese 300'000 Franken mit grosser Freude und Dankbarkeit nach Wengen weiter."

In den letzten Tagen war der seit 4 Jahren schwelende Streit um finanzielle Belange zwischen dem Organisationskomitee in Wengen und der Führung des nationalen Skiverbandes eskaliert.

Anna Veith beendet Karriere

Anna Veith.
Keystone Anna Veith.

Anna Veith hat am Samstag ihren Rücktritt erklärt. Die 30-jährige Österreicherin, die bis 2016 unter dem Namen Fenninger fuhr, kann auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken. Das Highlight war Olympia-Gold im Super-G 2014 in Sotschi. Hinzu kamen je ein Weltmeistertitel in der Super-Kombi, im Super-G und im Riesenslalom. Im Weltcup sammelte die 30-Jährige 15 Siege.

Veith bekundete in ihrer Laufbahn aber auch Verletzungspech. Im Oktober 2015 stürzte sie schwer und verpasste wegen einer komplizierten Knieverletzung die gesamte Saison. Anfang 2019 riss sie sich erneut das Kreuzband.