Langlauf: Tschernoussow wechselt Nation

Ilja Tschernoussow (rechts).
Keystone/Archiv Ilja Tschernoussow (rechts).

Der Russe Ilja Tschernoussow hat bei der FIS einen Nationenwechsel zur Schweiz beantragt, der diese Woche    bewilligt wurde. Der 33-jährige Langläufer hat nach der Heirat mit der   Biathletin Selina Gasparin und der   Familiengründung seinen Lebensmittelpunkt seit Jahren in der Schweiz.

Startberechtigt für die Schweiz wäre er aber erst nach der Einbürgerung. Dieses Verfahren kann erst im Sommer beginnen und wird einige Zeit dauern. Es ist daher offen, wann der Olympia-Dritte von 2014 über 50 km und WM-Bronzemedaillengewinner von 2011 über 30 km für die Schweiz an Wettkämpfen starten kann.

Langlauf: Björgen plant Comeback

Marit Björgen.
Getty Images Marit Björgen.

Marit Björgen kehrt überraschend in die Loipe zurück. Die 40-jährige Norwegerin will im kommenden Frühjahr beim legendären Wasalauf starten. "Ich bin jetzt seit zwei Jahren raus und habe es vermisst, auf ein konkretes Ziel hinzu- arbeiten", sagte Björgen gegenüber dem TV-Sender NRK.

Die erfolgreichste Winterolympionikin (15 Medaillen, 8 Mal Gold) hatte ihre Karriere im Frühjahr 2018 beendet und ist inzwischen zweifache Mutter.

Auch Starts bei anderen Distanzrennen oder den norwegischen Meisterschaften schliesst sie nicht aus.

Skispringen: Skiflug-WM neu im Dezember

Die im März wegen der Coronavirus-  Pandemie abgesagte Skiflug-WM in Planica wird vom 11. bis 13. Dezember 2020 nachgeholt. Dies beschloss die FIS an ihrem traditionellen Frühjahrs-Meeting, das per Video-Konferenz stattfand.

Ursprünglich waren die Titelkämpfe als Abschluss der vorzeitig abgebrochenen Saison 2019/20 geplant gewesen.

Von Slowenien aus wird der Tross nach Engelberg weiterreisen, wo als letztes Weltcup-Springen vor den Weihnachtsferien traditionsgemäss die Hauptprobe zur Vierschanzentournee auf dem Programm steht.

Langlauf: Einaste Chef des Männer-Teams

Dario Cologna
keystone Dario Cologna

Der Este Kein Einaste übernimmt die Verantwortung der Schweizer Weltcup-Truppe um Dario Cologna. Der 35-Jährige ist bereits seit 2018 als Männertrainer bei Swiss-Ski tätig und trainierte bislang vorwiegend die Sprinter. Jetzt gibt es aber nur noch ein Weltcup-Team. Die Rekrutierung eines zweiten Trainers für die Männer läuft noch.

Einaste folgt auf Ivan Hudac. Der Slowake ist nach 6 Jahren als Männer-Verantwortlicher neu für die Schweizer Frauen zuständig. Zudem übernimmt Hudac vermehrt Aufgaben im Bereich der Koordination über alle Trainingsgruppen hinweg.

Skispringen: Kasai im Guinness-Buch

Noriaki Kasai.
imago images Noriaki Kasai.

Japans Skisprung-Ikone Noriaki Kasai ist in das Guinness Buch der Rekorde aufgenommen worden. Der 47-Jährige erhielt den Eintrag für die meisten Weltcup-Starts: Zwischen 1988 und 2020 nahm der Oldie an 569 Einzelspringen teil.

Genug hat Kasai indes noch lange nicht. "Ich werde weiter mein Bestes geben, um diesen Rekord auszubauen", sagte Kasai nach Angaben des Ski-Weltverbandes FIS bei der Übergabe der Urkunde.

Zuvor war Kasai bereits für seine      8 Olympia-Teilnahmen und 13 WM-Starts geehrt worden. Letzten Winter blieb  Kasai erstmals ohne Top-30-Platzierung.

Langlauf: Sundby verliert Platz im Team

Martin Johnsrud Sundby
keystone Martin Johnsrud Sundby

Martin Johnsrud Sundby verliert nach 12 Jahren seinen Platz in der norwegischen Langlauf-Nationalmannschaft. "Das ist ein seltsames Gefühl. Es ist, als würde deine Frau nach 30 Jahren die Scheidung einreichen", sagte der zweifache Olympiasieger dem Fernsehsender "NRK". An seinem Saisonziel ändere sich dadurch nichts. Er peile an der WM 2021 in Oberstdorf eine Medaille an.

Der norwegische Skiverband wollte die Meldung nicht kommentieren. Sundby könnte den auch durch die Corona-Krise bedingten Einsparungen zum Opfer gefallen sein. Norwegen will sein Männer- Team von 15 auf 12 Läufer verkleinern.

Langlauf: Hediger in A-Kader abgestuft

Jovian Hediger
Keystone Jovian Hediger

Jovian Hediger büsst den Nationalmannschafts-Status ein. Der Sprinter aus der Romandie lief im vergangenen Winter einzig in Lenzerheide als Neunter in die Top Ten. Somit verbleiben Nadine Fähndrich und Laurien van der Graaff sowie Dario Cologna in der höchsten Förder-Kategorie. Das A-Kader bilden neu Hediger, Roman Furger, Jonas Baumann, Beda Klee und Jason Rüesch.

Langlauf: Livers hört auf

Toni Livers
Keystone Toni Livers

Toni Livers hat am Ostermontag seine Karriere für beendet erklärt. Der    36-jährige Langläufer vermeldete die Neuigkeit auf Instagram.

Livers, der seit 17 Jahren im Weltcup mitlief, konnte in seiner Karriere 2 Weltcup-Siege feiern. Im Februar 2007 gewann er in Davos über 15 km Skating. Zudem sicherte er sich im Dezember  2010 in La Clusaz mit der Staffel über 4 x 10 km zusammen mit Dario Cologna, Remo Fischer und Curdin Perl den Sieg.

Livers gewann auf nationaler Ebene 15 Mal Gold an Schweizer Meisterschaften und nahm an 4 Olympischen Spielen teil.