Ehemalige Six-Firma muss bezahlen

Das Bundesverwaltungsgericht BVG hat die Weko-Sanktion von sieben Millionen Franken gegen eine ehemalige Tochtergesellschaft der SIX-Group bestätigt. Bezahlen muss die Käuferin der SIX Payment Services, das französische Unternehmen Worldline.

SIX bot im Zahlungsverkehr mit Kredit- und Debitkarten verschiedene Dienstleistungen zur Abwicklung von Kartentransaktionen an. 2005-2007 kam der SIX als sogenannten Kartenakquisiteur eine marktbeherrschende Stellung zu, so das Gericht.

Dies nutzte SIX zum Nachteil von weiteren Marktteilnehmern aus. Laut BVG habe das Unternehmen ein kartellrechtliches Verhalten an den Tag gelegt.

Apple weitet Austausch aus

Das Technologieunternehmen Apple hat weiter Ärger mit den Tastaturen seiner Macbook-Laptops. Nach fortlaufenden Nutzerbeschwerden weitete der Konzern das Austauschprogramm auch auf Modelle aus 2018 und 2019 aus.

Apple hatte 2015 einen neuen, besonders flachen Tastaturmechanismus eingeführt. Das erlaubte es dem Konzern, dünnere Geräte zu bauen. Zugleich beklagten sich viele Nutzer über Tasten, die klemmen oder nicht mehr funktionieren.

Bei neuen Geräten sollen die Probleme mit der Verwendung eines neuen Materials behoben werden, wie das «Wall Street Journal» unter Berufung auf Apple berichtete.

Ex-Bankerin veruntreut Millionen

Eine ehemalige Mitarbeiterin der Grossbank Credit Suisse hat sich vor einem Gericht in den USA wegen Geldwäscherei schuldig bekannt. Die Frau war im Januar im Zusammenhang mit der sogenannten «Mosambik-Affäre» festgenommen worden.

Ihr und zwei anderen ehemaligen Mitarbeitern wird unter anderem vorgeworfen, Kredite der Bank für Entwicklungsprojekte in Mosambik in die eigene Tasche gesteckt zu haben. Gemäss Anklage geht es um rund 200 Millionen Dollar, die veruntreut wurden.

Credit-Suisse-Verwaltungsratspräsident Urs Rohner hatte im April erklärt, dass die Bank nichts vom Verhalten der betroffenen Mitarbeiter habe wissen können.

Kritiker-Listen in 7 Ländern

Der US-Saatgutkonzern Monsanto hat nicht nur in Frankreich umstrittene Listen von Kritikern geführt. Das teilt der Mutterkonzern Bayer mit. Demnach seien in sieben Ländern solche Listen erstellt worden, darunter in Deutschland, Italien und Grossbritannien.

Unklar ist laut Bayer, wie viele Politiker, Journalisten und Wissenschaftler auf den Listen standen. Es werde nun nach weiteren möglichen Listen gesucht.

Die französische Justiz nahm Anfang Monat Vorermittlungen auf, wegen des Verdachts, dass Monsanto illegale Listen mit privaten Daten von Kritikern und Befürwortern erstellt hatte.

CH-Wirtschaft schwächt sich ab

Nach einem guten Jahr 2018 dürfte die Schweizer Wirtschaft etwas weniger stark wachsen. Davon geht die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD in ihrem neusten Wirtschaftsausblick aus.

Das Schweizer Bruttoinlandprodukt BIP dürfte demnach dieses Jahr noch um 1 Prozent zulegen, im nächsten Jahr um 1,5 Prozent. Zum Vergleich: 2018 legte das BIP hierzulande um 2,5 Prozent zu. Der Grund für die Abschwächung liege in der Exportbranche, die den internationalen Handelsstreit zu spüren bekomme.

Der Welthandel dürfte sich laut OECD 2020 wieder erholen.

Berner Regierung kritisiert BKW-Löhne

Die Regierung des Kantons Bern kritisiert die Löhne der Manager beim Energiekonzern BKW.

Er beobachte die auffällige Steigerung der Topsaläre «mit Sorge» und befürchte ein Reputationsrisiko für den Berner Energieversorger, schreibt der Regierungsrat in einer Mitteilung. Der Kanton Bern ist Mehrheitsaktionär bei der BKW.

Er sei sich zwar bewusst, dass die Zunahme der Managerlöhne 2018 wesentlich durch Sondereffekte verursacht wurde. Der Verwaltungsrat solle aber das Vergütungsmodell anpassen, um künftig eine solche Entwicklung zu vermeiden, so der Regierungsrat.

Mängel bei Internetsicherheit von KMU

Viele KMU in der Schweiz haben bei ihrem Internetauftritt Verbesserungsbedarf, wie eine Auswertung des Swisscom-Verzeichnisdienstes Localsearch zeigt.

Untersucht wurden über 18'000 Webseiten. Dabei zeigte sich, dass fast jede zweite über kein SSL-Zertifikat verfügt. Dass die Daten damit unverschlüsselt übermittelt würden, stelle ein Sicherheitsrisiko dar, heisst es.

Verbesserungspotenzial gebe es ausserdem bei der Geschwindigkeit der Webseiten. Besonders die Mobile-Versionen seien mit fast zehn Sekunden durchschnittlicher Ladezeit zu langsam. Die Mängel führten dazu, dass die Webseiten bei Suchmaschinen-Ergebnissen weiter unten erschienen.

Sonova erzielt Umsatz- und Gewinnplus

Der Hörgerätehersteller Sonova ist im Geschäftsjahr 2018/19 per Ende März erneut gewachsen. Der Umsatz stieg im Vorjahresvergleich um 4,4% auf 2,76 Mrd. Franken. Grund dafür sei u.a. die Markteinführung der Phonak Marvel-Hörgeräte, hiess es in einer Mitteilung. Der Gewinn legte auf 460,2 Mio. Franken zu, nach 407,4 Mio. im Vorjahr.