China bereitet Sanktionsliste vor

Das chinesische Handelsministerium ist einen Schritt weiter mit seiner Sanktionsliste für ausländische Unternehmen und Einzelpersonen, die Chinas Souveränität und Sicherheit gefährdeten.

Das Handelsministerium in Peking hat erste Regelungen dafür vorgelegt, unter welchen Umständen eine Firma oder Person auf der Liste geführt werden soll.

Die Sanktionsliste ist eine Reaktion auf die zusätzlichen Zölle, die die USA auf Waren aus China erheben und auf die Beschränkungen für den Netzwerkausrüster Huawei. Im Mai berichtete die staatliche chinesische Zeitung "Global Times", auf der Liste könnten sich US-Unternehmen wie Apple oder Boeing finden.

Bahn soll Europas Metropolen verbinden

Der deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer hat sich bei dem angestrebten «Trans-Europa-Express» zwischen Metropolen für europäische Finanzhilfen ausgesprochen.

Es geht bei dem Konzept um schnelle und durchgehende Verbindungen mit Hochgeschwindigkeits- und Nachtzügen. Notwendig sind laut Scheuer Züge, die komfortabel ausgestattet und grenzüberschreitend einsetzbar sind: «Dafür brauchen wir ein EU-Förderprogramm», sagte der CSU-Politiker. Ausserdem sei eine digitale Plattform nötig, über die europäische Bahnverbindungen gebucht werden könnten.

Scheuer hatte das Vorhaben bereits Mitte Juni ins Gespräch gebracht.

EU will einheitliche Bezahllösung

Elektronisches Bezahlen soll in der Europäischen Union einheitlicher, schneller und sicherer werden. Bereits Ende 2021 sollen Überweisungen in Echtzeit EU-weit die Norm sein.

Hintergrund ist die rasante Entwicklung verschiedener elektronischer Bezahllösungen von der EC- oder Kreditkarte über Handy-Apps bis zur Smartwatch, die mit der Corona-Krise nochmals Schub bekommen haben.

Die EU-Kommission beklagt, der europäische Markt sei immer noch zerstückelt. Mit Ausnahme von Kreditkarten globaler Anbieter und Lösungen grosser Technologiekonzerne gebe es keine digitale Bezahllösung, die in ganz Europa in Läden und Online genutzt werden könne.

IKRK baut in Genf 95 Stellen ab

Der IKRK-Hauptsitz in Genf.
Keystone-SDA/Archiv Der IKRK-Hauptsitz in Genf.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz IKRK baut an seinem Hauptsitz in Genf 95 Stellen ab. Dabei komme es zu 60 Entlassungen, teilte das IKRK mit.

Wegen der Coronakrise müsse man Kosten sparen. Für das laufende Jahr rechnet das IKRK mit einem Defizit von 130 Millionen Franken. Vorgesehen sind bereits Einsparungen von 25 Millionen Franken. Weitere Stellen sind jedoch nach wie vor in Gefahr.

Das IKRK beschäftigt auf der ganzen Welt mehr als 20'000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Economiesuisse muss Federn lassen

Die Verbände Swiss Retail, Auto Schweiz und Avenergy, die frühere Erdölvereinigung, wollen den Dachverband Economiesuisse auf Ende Jahr verlassen. Economiesuisse bestätigte einen entsprechenden Artikel der NZZ gegenüber SRF.

Bei Auto Schweiz und Avenergy hätten die Austritte mit dem Streit um die Klimapolitik und mit den Kosten zu tun. Die Kosten für die Mitgliedschaft hängen von der wirtschaftlichen Bedeutung eines Verbandes ab. Vor allem bei Swiss Retail mit einem Umsatz von fast 20 Milliarden Franken fällt der Mitgliederbeitrag ins Gewicht.

Economiesuisse vertritt rund 20 Handelskammern und 100 Branchenverbände mit rund 2 Millionen Arbeitnehmenden.

Saudis pochen auf Öl-Förderlimits

Saudi-Arabien dringt auf die Einhaltung des vom Ölkartell Opec und seinen Partnern (Opec+) beschlossenen Förderlimits.

Bei einem Online-Treffen warnte der saudische Energieminister Abdulasis bin Salman am Donnerstag davor, mehr Öl als erlaubt zu fördern. «Versuche, den Markt zu überlisten, werden nicht erfolgreich sein», sagte er. Gerade angesichts der Folgen der Corona-Krise auf den Ölmarkt sei Disziplin geboten. Länder, die falsche Versprechungen über ihre Ölförderung machten, würden das Ziel der Allianz gefährden.

Die Vereinigten Arabischen Emirate sicherten zu, Ihre Über-Produktion vom August künftig auszugleichen.

US-Stresstest für Banken

Die US-Notenbank Federal Reserve Fed bereitet einen zweiten Stresstest für Grossbanken in diesem Jahr vor.

Eine weitere Prüfung sei wegen der anhaltenden Unsicherheit durch die Coronavirus-Pandemie notwendig, teilte die Fed mit. Die Ergebnisse sollen noch Ende 2020 veröffentlicht werden. Bei den Tests würden unter anderem zwei hypothetische Rezessionen mit unterschiedlichen Schweregraden simuliert. Die Fed will zudem bis Ende September mitteilen, ob sie Banken auch ab dem vierten Quartal weiterhin Aktienrückkäufe und die Zahlung von Dividenden untersagt.

Im Juni hatte die Fed geprüft, welche Folgen die Coronakrise auf das Kapital der Banken hat.

Medizintechnik-Firma erweitert

Das auf Hüft- und Knieimplantate spezialisierte Unternehmen Symbios Orthopaedics baut für 50 Millionen Franken eine neue Produktionsstätte in Yverdon-les-Bains/VD.

Bis 2027 will die Firma die Zahl ihrer Mitarbeiter von 150 auf 300 verdoppeln. Der Bau der 12'000 Quadratmeter grossen Anlage soll im September 2020 beginnen und Ende 2021 abgeschlossen sein, erklärten Symbios, die Stadt Yverdon und der Innovationspark Y-Parc am Donnerstag. Der Betriebsbeginn ist im ersten Quartal 2022 geplant. Das neue Gebäude wird zum Hauptsitz des Unternehmens.

Symbios ist seit 1993 in Yverdon und seit 2007 auf dem Gelände des Y-Parc ansässig.