So funktioniert die Migros-Verwaltung

Die neue Präsidentin wird der Migros-Verwaltung vorstehen, welche ihre Entscheide mit Mehrheitsbeschlüssen trifft. Die Verwaltung setzt sich aus 23 Mitgliedern zusammen, zehn externen und 13 internen Mitgliedern.

Zu den Kompetenzen der Verwaltung gehören die Festlegung der Strategie und die Ausgestaltung der Rechnungslegung sowie die Finanzkontrolle und Finanzplanung. Sie sorgt zudem für die Schaffung von leistungsfähigen Führungs- und Organisationsstrukturen innerhalb der Migros und ernennt und überwacht die Generaldirektion.

Die operative Führung delegiert die Verwaltung an die Generaldirektion.

Nold gewinnt gegen SBB-Managerin

Bei der Migros ist die Wahl um das Präsidentenamt entschieden: Die Delegiertenversammlung hat in Zürich Ursula Nold zur neuen Präsidentin der Migros-Verwaltung gewählt.

Die 49-Jährige ist seit 2008 Präsidentin der Delegiertenversammlung der Migros-Genossenschaften. Die Bernerin setzte sich mit 72 zu 27 Stimmen gegen Jeannine Pilloud, die ehemalige Chefin des Personenverkehrs bei der SBB, durch. Das Evaluationsgremium des Migros-Genossenschaftsbundes hatte die 54-Jährige als Präsidentin empfohlen.

Nold ist die erste Frau an der Spitze der Migros-Verwaltung. Sie tritt am 1. Juli die Nachfolge des zurücktretenden Präsidenten Andrea Broggini an.

Ursula Nold.
Keystone Ursula Nold.

Mehr Kinoeintritte in USA und Kanada

In den USA und Kanada sind Kinobesuche weiterhin sehr beliebt. Laut der Motion Picture Association of America (MPAA) stieg dort das Volumen der Ticketverkäufe gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent auf 11,9 Milliarden Dollar. Im Rest der Welt gingen die Erträge aus Kinoeintritten dagegen um ein Prozent auf 29,2 Milliarden Dollar zurück.

Weltweit eröffneten zahlreiche neue Lichtspielhäuser. Insgesamt stieg die Zahl der Kinos 2018 nach MPAA-Angaben um sieben Prozent auf fast 190'000.

In der MPAA haben sich die sechs grössten Hollywood-Studios zusammengeschlossen. Seit Januar 2019 ist auch Netflix Mitglied der mächtigen Lobby-Gruppe.

Bastos in Angola freigelassen

Der unter Verdacht der Geldwäscherei und Korruption festgenommene schweizerisch-angolanische Geschäftsmann Jean-Claude Bastos ist in Angola aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

Bastos hat sich laut Firmenangaben mit den angolanischen Behörden auf einen Vergleich geeinigt. Die Behörden verzichten auf Anklagen und Bastos auf Schadenersatzklagen.

Gegen Bastos wurde seit Veröffentlichung der sogenannten Panama-Papers ermittelt. Es bestand der Verdacht, er habe bei der Verwaltung des angolanischen Staatsfonds Geld veruntreut und gewaschen. Verschiedene Länder, darunter auch die Schweiz, haben gesperrte Vermögen von Bastos' Firma freigegeben.

Trump nominiert Stephen Moore für Fed

US-Präsident Donald Trump will seinen ehemaligen Wahlkampfberater Stephen Moore für einen vakanten Direktorenstelle bei der US-Notenbank Fed nominieren. Das sagte Trump zu Journalisten in Florida.

Der 59-jährige Ökonom soll Mitglied im siebenköpfigen Führungsgremium der US-Notenbank werden. Er gilt als Kritiker der US-Notenbank. So schrieb Moore in einem Kommentar im «Wall Street Journal», die Geldpolitik des Fed-Chefs Jerome Powell sei eine Bedrohung für die US-Wirtschaft.

Der US-Senat muss die Personalie bestätigen. Derzeit sind im Direktorium der US-Notenbank nur fünf von nominell sieben Posten besetzt.

Genauere Arbeitszeiterfassung

Postauto-Chauffeure sollen mehr Zeit erhalten für Arbeiten am Bus. Postauto Schweiz und die Gewerkschaften Syndicom und Transfair haben sich darauf ge- einigt, dass die Arbeitszeit der Fahrerinnen und Fahrer künftig genauer erfasst werden soll.

So soll mehr Zeit bleiben für Sicherheitschecks oder die Übergabe des Fahrzeugs. Diese Zeit sei bisher so knapp bemessen, dass viele Chauffeure zeitweise faktisch unbezahlt gearbeitet hätten, hiess es in einer Petition von Syndicom.

Die zuständigen Gremien müssen der Einigung noch zustimmen.

Boeing verliert Milliardenauftrag

Nachdem zwei Passagierflugzeuge des Typs Boeing 737 Max 8 innerhalb eines halben Jahres abgestürzt sind, verliert der US-Flugzeughersteller einen Grossauftrag: Die staatliche indonesische Fluggesellschaft Garuda hat eine Bestellung über 49 Maschinen des Typs 737 Max rückgängig gemacht.

Die Bestellung hatte einen Wert von umgerechnet rund 4,5 Milliarden Franken. Garuda teilte mit, ihre Passagiere hätten nur noch wenig Vertrauen in diesen Flugzeugtypen.

Im Oktober war eine Boeing 737 Max in Indonesien abgestürzt, vor knapp zwei Wochen eine weitere in Äthiopien. Bei den beiden Abstürzen starben insgesamt über 340 Personen.

Messebetreiberin MCH macht Verlust

Die Messebetreiberin MCH hat 2018 erneut Verlust gemacht. Das Minus betrug gut 190 Millionen Franken, nach einem Verlust von 110 Millionen Franken im Vorjahr.

Laut Mitteilung der MCH Gruppe mussten insgesamt mehr als 130 Millionen Franken auf die Messehallen abgeschrieben werden.

Die MCH befindet sich im Besitz der drei Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Zürich sowie der Stadt Zürich. Die Gruppe ist seit längerem in der Krise. Bereits im Jahr 2017 musste sie über 100 Millionen auf Messehallen abschreiben.