Regierung will Renault-Chef

Die französische Regierung will, dass der Chef des Autokonzerns Renault, Carlos Ghosn, ersetzt wird. Man habe vom Verwaltungsrat des Konzerns eine Regelung in den nächsten Tagen verlangt, sagte Wirtschaftsminister Bruno le Maire.

Ghosn ist seit rund zwei Monaten in Japan in Untersuchungshaft. Die Behörden werfen ihm vor, gegen Börsenauflagen verstossen zu haben. Ghosn bestreitet das.

Ghosn ist Architekt der Kooperation von Renault mit den japanischen Herstellern Nissan und Mitsubishi. In Japan wurde er von seinen Posten abgesetzt. Die französische Regierung besitzt bei Renault 15 Prozent der Aktien.

Andrea Orcel wird nicht Santander-Chef

Der frühere Investementbank-Chef der UBS, Andrea Orcel, wird doch nicht Chef der Bank Santander. Grund dafür seien Vergütungen, die Orcel von der UBS in Zukunft noch zugute gehabt hätte, schreibt die grösste spanische Bank in einer Mitteilung.

Bei einem Managerwechsel ist es üblich, dass der neue Arbeitgeber diese Vergütungen übernimmt. Um welchen Betrag es dabei ging, teilte Santander nicht mit.Orcel war von Santander im September zum neuen Chef ernannt worden.

Nun bleibt bei Santander der jetzige Chef im Amt.

Dänische DSV will Panalpina übernehmen

Der dänische Logistikkonzern DSV will das Schweizer Logistikunternehmen Panalpina kaufen. Die Dänen bieten 4 Milliarden Franken. Panalpina teilte mit, man werde das Angebot prüfen.  

Die Panalpina-Aktionäre würden von DSV 170 Franken pro Aktie erhalten. Das wäre 24 Prozent mehr, als die Aktie von Panalpina am Dienstagabend kostete. Ein Teil des Kaufpreise würde bar fliessen, ein Teil davon in Form von DSV-Aktien.

DSV beschäftigt weltweit 45'000 Mitarbeitende. 2017 erwirtschaftete DSV einen Umsatz von rund 10 Milliarden Euro. Panalpina beschäftigt 14’000 Mitarbeitende und macht gut 5 Milliarden Franken Umsatz.

VW und Ford verkünden Allianz

Die Autohersteller Volkswagen und Ford wollen bei leichteren Nutzfahrzeugen künftig zusammenarbeiten.

In einem ersten Schritt wollen die Unternehmen ab 2022 zusammen Transporter und mittelgrosse Pick-Up entwickeln. Das kündigten die Chefs der beiden Unternehmen an der Automesse in Detroit an. Sie seien auch offen dafür, in Zukunft weitere gemeinsame Fahrzeugprogramme in Betracht zu ziehen.

Mit der Zusammenarbeit wollen Volkswagen und Ford die Kosten senken. Nach Einschätzung von VW sind beide Hersteller im Segment der leichten Nutzfahrzeuge jeweils zu klein, um im weltweiten Markt eine Rolle spielen zu können.

Stillstand grösste Sorge der Firmen

Betriebsstillstand bleibt nach einer Umfrage der Allianz in 86 Ländern die grössten Sorgen für Unternehmen weltweit. Zum siebten Mal in Folge ist diese Sorge an der Spitze der Rangliste.

Zugenommen hat die Angst vor Hackerangriffen. Diese ist neu auf Platz 2 im Risikobarometer. Laut Allianz ist diese Sorge begründet, denn Hackerangriffe richteten inzwischen jährlich einen Schaden von über 600 Mrd. Dollar an.

Bei Unternehmerinnen und Unternehmern in der Schweiz ist die Sorge wegen rechtlichen Veränderungen grösser geworden. Dazu gehörten Handelskonflikte, Zölle oder auch der Brexit. Diese Sorge liegt in der Schweiz neu auf Platz 3, im weltweiten Ranking auf Platz 4.

Swiss Re erwartet Milliardenbelastung

Der Rückversicherer Swiss Re geht davon aus, dass ihn Naturkatastrophen im vierten Quartal 2018 rund eine Milliarde Dollar kosten werden.

Die grössten Schäden hätten die Waldbrände in Kalifornien und Taifune in Japan angerichtet, teilte Swiss Re mit. Dazu kämen im letzten Quartal Schäden in Höhe von rund 300 Millionen Dollar, die von Menschen verursacht worden seien.

Swiss Re rechnet für das ganze letzte Jahr mit Schäden von 2,9 Milliarden Dollar. Für die gesamte Branche schätzt Swiss Re die weltweiten Versicherungsschäden 2018 auf 81 Milliarden Dollar. Das sei der vierthöchste Wert gemäss eigenen Aufzeichnungen.

Flugausfälle wegen Warnstreiks

An mehreren deutschen Flughäfen wird gestreikt.
Keystone An mehreren deutschen Flughäfen wird gestreikt.

An mehreren deutschen Flughäfen hat am Dienstagmorgen das Sicherheitspersonal mit seinem Warnstreik begonnen.

Der Streik in Hamburg, Hannover und Bremen wird voraussichtlich den ganzen Tag dauern. Am grössten Flughafen Deutschlands, in Frankfurt am Main, soll bis um 20 Uhr gestreikt werden. Rund die Hälfte der 1200 geplanten An- und Abflüge wurden laut der Betreiberfirma Fraport gestrichen. Gemäss dem Flughafenverband sind rund 220'000 Passagiere von Flugstreichungen und Verspätungen betroffen.

Die Gewerkschaften Verdi und DBB fordern mit dem Warnstreik Lohnerhöhungen für insgesamt 23'000 Beschäftigte.

VW investiert 780 Mio. Franken

Der Volkswagen-Konzern will in den USA Elektroautos bauen und investiert umgerechnet rund 780 Millionen Franken in die Fertigung von Batterieautos in seinem Werk in Chattanooga.

Dort soll in drei Jahren das erste vollelektrische Modell vom Band rollen, wie Konzernchef Herbert Diess in Detroit mitteilte. Die Entscheidung, die Produktion in Chattanooga im US-Bundesstaat Tennessee anzusiedeln, sei ein wesentlicher Bestandteil der Wachstumsstrategie in Nordamerika.

US-Präsident Donald Trump hatte höhere Zölle für importierte Autos angedroht. Zudem hat VW mit den Folgen des Skandals um gefälschte Diesel-Abgaswerte zu kämpfen.