Dokumentenmissbrauch bei Airbus?

Der Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus hat nach eigenen Angaben die deutschen Behörden über einen möglicherweise rechtswidrigen Umgang von Mitarbeitenden mit Kundendokumenten informiert.

Diese stünden im Zusammenhang mit zwei künftigen deutschen Beschaffungsprojekten, teilte das Unternehmen mit. Der Konzern soll demnach in den Besitz geheimer Akten der deutschen Bundeswehr gekommen sein.

Ein Sprecher des deutschen Verteidigungsministeriums sagte auf Anfrage, man sei von Airbus über den Vorfall informiert worden. Die Rechtsabteilung habe Untersuchungen eingeleitet.

Kündigung für 1200 GM-Mitarbeiter

1200 Mitarbeitern des Autoherstellers General Motors (GM) ist in Kanada vorübergehend gekündigt worden. Der US-Konzern begründet die Kündigungen mit einem Streik in den USA.

Im Werk im kanadischen Oshawa seien am Dienstag die Teile für die Weiterverarbeitung ausgegangen, sagte ein GM-Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters. Daher könne dort nicht weiter produziert werden.

In den USA streiken etwa 48'000 Mitarbeiter von General Motors. Sie verlangen höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Experten schätzen, dass für das Unternehmen aufgrund von Produktionsausfällen tägliche Kosten von bis zu 50 Millionen Dollar entstehen könnten.

Fed will US-Wirtschaft ankurbeln

Mit der Senkung des Leitzinses will die US-Notenbank Fed erreichen, dass Firmen wieder mehr investieren und Private mehr konsumieren.

Zwar läuft die US-Wirtschaft weiterhin rund, doch Anleger und Wirtschaftsexperten weisen seit Wochen auf Zeichen hin, wonach die US-Konjunktur nachlassen oder sich gar rückläufig entwickeln könnte, etwa wegen Präsident Trumps Handelsstreit mit China oder der unsicheren Lage im Nahen Osten, inklusive der damit verbundenen Ölförderung.

Präsident Trump hatte den von ihm eingesetzten Notenbank-Chef Jerome Powell zuletzt mehrfach kritisiert, weil die Fed den Leitzins nicht schon früher und deutlicher gesenkt hat.

Fed senkt Leitzins erneut

Die US-Notenbank Fed hat den Leitzins zum zweiten Mal in Folge um 0,25 Prozentpunkte gesenkt, um einen Konjunktureinbruch zu verhindern. Der Leitzins liegt nun in der Spanne von 1,75 bis 2,00 Prozent, wie die Federal Reserve mitteilte.

Die zweite Zinssenkung seit dem Ende der globalen Finanzkrise war von den Finanzmärkten weithin erwartet worden. Die Zentralbank geht von einer weiter «moderat» wachsenden US-Wirtschaft aus, Exporte und Investitionen seien jedoch zuletzt zurückgegangen, erklärte die Fed.

Zuletzt hatte die Fed Ende Juli den Leitzins gesenkt.

Razzien gegen illegales TV-Streaming

Ermittler in mehreren europäischen Ländern sind in einer grossangelegten Aktion gegen das illegale Streamen von Sendungen aus dem Pay-TV vorgegangen.

Rund 200 Server wurden bei den Razzien in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden vom Netz genommen. Über die Server konnten Inhalte aus dem Bezahlfernsehen unerlaubterweise und für einen sehr niedrigen Preis über das Internet angeschaut werden. Zudem wurden über 150 Paypal-Konten von Fernsehpiraten gesperrt. 

Die Europäische Justizbehörde teilt mit, wegen der Razzien sei nun bei Millionen von Nutzern solcher Angebote das illegale Fernsehsignal unterbrochen.

Schweizer nicht mehr die Reichsten

Die Einwohner der Schweiz sind nicht mehr die Reichsten weltweit. Im Global Wealth Report 2018 des Versicherers Allianz liegt die Schweiz beim durchschnittlichen Nettovermögen auf Platz zwei, neu hinter den USA.

Im Schnitt besitzt demnach jede Person in der Schweiz ein Vermögen von rund 190'000 Franken. Das sind 1,5% weniger als im Vorjahr. Auch weltweit schrumpften die Privatvermögen. Laut Allianz nahmen sie um 0,1% ab. Es ist der erste Rückgang seit elf Jahren.

Grund dafür seien die Unsicherheiten auf den Aktienmärkten, ausgelöst vom Handelsstreit zwischen den USA und China oder auch von den Brexit-Streitigkeiten.

Japan exportiert weniger nach China

Japan hat im August den neunten Monat in Folge weniger exportiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat betrug der Rückgang 8,2%. Vor allem die Nachfrage nach Autos, Autoteilen und Maschinen zur Chip-Produktion liess nach.

Die Ausfuhren nach China sanken mit 12% besonders stark. Experten führen dies auf den Handelsstreit Chinas mit den USA zurück. Dadurch verlangsame sich die chinesische Konjuktur, sagte der Chefökonom des japanischen Instituts Itochu Economic Research. 

Auch die japanischen Importe gingen im August um 12% zurück und damit so stark wie seit knapp drei Jahren nicht mehr.

Südkorea: Kontrolle für Japan-Exporte

Südkorea führt strengere Kontrollen für den Export «strategischer Güter» nach Japan ein. Japan fällt damit gemäss südkoreanischem Handelsministerium aus der Gruppe bevorzugter Handelspartner.

Für solche Länder gilt normalerweise ein beschleunigtes Exportverfahren. Südkorea reagiert mit dem Schritt auf eine ähnliche Massnahme Japans.

Im Juli hatte Tokio striktere Kontrollen für den Export von Materialien zur Chip- und Display-Produktion nach Südkorea verhängt. Hintergrund ist ein Streit der Nachbarländer über die Entschädigung koreanischer Zwangsarbeiter während Japans Kolonialherrschaft 1910 bis 1945.