Wimbledon 2020 abgesagt

Roger Federer
Keystone Roger Federer

Wimbledon 2020 findet nicht statt. Die 134. Auflage des Grand-Slam-Turniers  an der Church Road kann aufgrund der Coronavirus-Pandemie nicht stattfinden.

Diesen Entschluss fassten die Organisatoren am Mittwoch an einer Krisensitzung. Der Rasenklassiker in London hätte vom 29.6.- 12.7. stattfinden sollen. Nun findet das Turnier erstmals seit dem 2. Weltkrieg gar nicht statt.

Zeitgleich mit der Wimbledon-Absage wurde bekannt, dass die ATP- wie auch die WTA-Tour ihre Pausen vorerst bis zum 13. Juli verlängern. Damit fällt die komplette Rasensaison aus.

US-Open-Anlage umfunktioniert

Frauen-Siegerehrung bei den US Open 2019.
Keystone Frauen-Siegerehrung bei den US Open 2019.

Auf dem Gelände der US Open gibt es demnächst 350 temporäre Spital-Betten für die von der Coronavirus-Pandemie hart getroffenen Bewohner der Stadt  New York. Zudem soll eine der Küchen im Billie Jean King National Tennis Center in Flushing Meadows zur Zubereitung von täglich 25'000 Essenspaketen genutzt werden. Verteilt werden diese unter  anderem an Patienten, Helfer und  Schulkinder.

Kein Wimbledon 2020?

Bleibt in diesem Jahr wohl leer
Keystone Bleibt in diesem Jahr wohl leer

Wimbledon dürfte der nächste Grossanlass sein, der dem Coronavirus zum Opfer fällt. Der Entscheid soll noch diese Woche kommuniziert werden.

Hinsichtlich einer Verschiebung bleibt den Organisatoren wenig Spielraum. Zwar könnte man das Major-Turnier nach hinten verschieben. Ob 3 bis 4 Wochen aber tatsächlich einen Unterschied machen, ist fraglich. Zudem sind die Rasenplätze bei tieferen Temperaturen und Schatten deutlich schwieriger zu bespielen.

Gemäss dem Sender BBC ist es so gut wie sicher, dass Wimbledon 2020 ersatzlos gestrichen wird.

Wimbledon-Entscheid angekündigt

Die Wimbledon-Trophäe.
Imago Images Die Wimbledon-Trophäe.

Bei einem Krisentreffen kommende Woche soll eine Entscheidung fallen, ob das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon wegen der Corona-Krise abgesagt oder verschoben wird. Das teilte der Veranstalter AELTC mit. Spiele unter Ausschluss des Publikums werde es bei dem beliebten Rasen-Turnier aber nicht geben. Seit dem Zweiten Weltkrieg hat das Grand-Slam-Turnier immer stattgefunden.

Federers spenden eine Million

Roger Federer und seine Frau Mirka zeigen sich in der Corona-Krise solidarisch. "Mirka und ich haben persönlich beschlossen, eine Million Schweizer Franken für die am stärksten gefährdeten Familien in der Schweiz zu spenden", verkündet der derzeit verletzte Grand-Slam-Rekordsieger auf Instagram.

"Unser Beitrag ist nur ein Anfang", schrieb Federer weiter. "Wir hoffen, dass sich andere anschliessen, um noch mehr bedürftige Familien zu unterstützen. Gemeinsam können wir diese Krise überwinden! Bleibt gesund!" In diesen herausfordernden Zeiten solle niemand zurückgelassen werden, so Federer.

Roger und Mirka Federer.
Instagram Roger und Mirka Federer.

Federer folgt Bersets Aufruf

Roger Federer hat Bundesrat Alain Bersets Bestreben, die Bevölkerung im Kampf gegen das Coronavirus zum richtigen Verhalten zu bewegen, unterstützt.

Der Tennisstar sagte auf Instagram: "Wir müssen das unglaublich ernst nehmen. Es ist momentan wichtiger denn je, dass wir uns alle gegenseitig helfen."

Dem Aufruf Federers folgten wiederum Roman Josi und Wendy Holdener. Der NHL-Star meinte: "Nur zusammen können wir das Virus bekämpfen." Die Skirenn- fahrerin dankte den Berufsgruppen, deren Einsatz aktuell unerlässlich ist: «Ohne euch wären wir aufgeschmissen."

ATP und WTA greifen durch

ATP Genf
keystone ATP Genf

Die beiden Tennis-Weltverbände ATP und WTA haben am Mittwoch entschieden, sämtliche Profi-Turniere, die bis und mit 7. Juni im Kalender stehen, wegen der Corona-Krise zu verschieben.

Betroffen sind unter anderem die Masters in Madrid und Rom sowie das ATP-Turnier in Genf. Die French Open waren bereits am Dienstag verschoben worden.

Zudem gaben ATP und WTA bekannt, dass die Weltranglisten bis Anfang Juni "eingefroren" werden. Das heisst, den Spielern und Spielerinnen können in den kommenden Wochen keine Punkte aus der Wertung fallen.

Laver Cup hält an Termin fest

Der Laver Cup soll wie geplant stattfinden.
Keystone Der Laver Cup soll wie geplant stattfinden.

Die Ankündigung des französischen Tennisverbandes FFT, die French Open wegen der Corona-Krise in den Herbst zu verschieben (ab 20.9.), sorgt in der Tennis-Welt für Chaos.

In diesem Zeitraum ist auch der Laver Cup in Boston geplant. Eine Verlegung des Events kommt für die Organisatoren zum jetzigen Zeitpunkt nicht in Frage. "Wir möchten alle wissen lassen, dass wir den Laver Cup 2020 wie derzeit geplant durchführen wollen."

Die Organisatoren der US Open, die am 24.8. beginnen sollen, prüfen derzeit eine Verlegung des Turniers.