Türkei und Frankreich durch

Die Türkei und Frankreich haben in der Qualigruppe H am zweitletzten Spieltag das Ticket für die EURO 2020 gelöst. Verfolger Island holte in der Türkei nur ein torloses Remis und kann damit die Türkei und Weltmeister Frankreich auf den ersten beiden Rängen nicht mehr einholen.

Frankreich trifft am Abend zuhause auf Moldawien und kann mit einem Sieg auf Rang 1 vorstossen. 

"Einfach nach Hause bringen"

Captain Lichtsteiner blickt ebenfalls zuversichtlich auf die beiden Spiele: "Wir haben aus dieser Qualifikation gelernt. Wir haben oft gut gespielt und dann die Resultate nicht nach Hause gebracht», erklärte der 35-Jährige. «Aber wir befinden uns in einer guten Ausgangslage und müssen es einfach noch nach Hause bringen.»

Speziell im Fokus stehen wird in St. Gallen der Mönchengladbacher Zakaria, der sich in einer herausragenden Form befindet. Mit 2 Toren ist er bislang Quali-Topskorer der Schweiz. "Ich arbeite jeden Tag dafür, dass es so weitergeht", so der Genfer.

Lippi nicht mehr China-Coach

Marcello Lippi ist nach nur vier Pflichtspielen als Nationaltrainer Chinas zurückgetreten. Der 71-jährige Italiener zog damit die Konsequenzen aus der 1:2-Niederlage am Donnerstag gegen Syrien.

"Sie waren besser und verdienten den Sieg", sagte Lippi nach der Partie in Dubai, "Ich übernehme die volle Verantwortung und gebe hiermit meinen Rücktritt bekannt."

In der Asien-Qualifikation für die WM 2022 liegt China damit nach 4 Partien bereits  5 Punkte hinter den Syrern auf Platz 1.

Motorrad: Jorge Lorenzo macht Schluss

Der fünffache Weltmeister Jorge Lorenzo beendet nach dem GP von Valencia am Sonntag seine Karriere. Der 32-jährige Spanier gewann 2006 und 2007 den WM-Titel in der 250-ccm-Klasse, 2010, 2012 und 2015 wurde er Weltmeister in der MotoGP-Kategorie. Insgesamt gewann Lorenzo in seiner Karriere 68 Grand Prix.

Seit drei Jahren fuhr Lorenzo seinen Ansprüchen meist hinterher. In der letzten Saison, seiner zweiten als Fahrer von Ducati, gewann er zwar 3 Rennen. Er machte aber nicht nur mit Siegen, sondern fast so oft auch mit heftigen Stürzen und Verletzungen von sich reden, die Zwangspausen erforderten.

Berrettini siegt gegen Thiem

Der Italiener Matteo Berrettini hat sich mit einem Sieg von den ATP Finals in London verabschiedet.

In seinem dritten Spiel in der Gruppe Borg besiegte der noch sieglose Berrettini den Österreicher Domimik Thiem mit 7:6 und 6:3. Thiem hatte bereits vor dem Spiel als Halbfinalist festgestanden.

Trotz der Niederlage steht Thiem als Sieger der Gruppe Borg fest. Im Halbfinal am Samstag trifft er auf den Zweiten der Gruppe Agassi. Alexander Zverev, Rafael Nadal und Daniil Medwedew kämpfen noch um diesen Platz.

Henri neuer Coach in Montreal

Der französische Ex-Internationale Thierry Henry wird neuer Trainer des MLS-Teams Montreal Impact. Der 42-Jährige unterschrieb bei den Kanadiern einen Vertrag über zwei Jahre.

Bei seinem Einstieg als Cheftrainer war Henry vorzeitig gescheitert. Im Januar wurde er bei der AS Monaco entlassen. In Nordamerika war Henry schon als Aktiver tätig. Von 2010 bis 2014 spielte er für die New York Red Bulls.

Mit Frankreich gewann der langjährige Arsenal- und Barcelona-Stürmer 1998 den Weltmeister- und 2000 den Europameistertitel.

Starke Bilanz gegen "Kleine"

Für die Schweiz spricht vor den Spielen gegen Georgien (Nummer 90 im Fifa-Ranking) und Gibraltar (196) auch die starke Bilanz gegen vermeintlich "kleine" Gegner.

Seit 2012 haben die Schweizer 28 Quali-Partien gegen Teams aus den Lostöpfen 3 bis 6 absolviert. Daraus resultierten 24 Siege. Nur einmal - im Oktober 2014 zu Beginn der Aera Petkovic - gab es in Slowenien eine Niederlage.

Auch die ersten Duelle gegen Georgien (2:0 in Tiflis) und gegen Gibraltar  (4:0 in Sion) gewann die Nati ohne grösse Probleme.

Vier Punkte bis zur EM 2020

Der Schweizer Nati fehlen vor dem Finale der EM-Quali vier Punkte für das Ticket zur Endrunde 2020. Die Aufgabe ist durchaus lösbar: Die letzten beiden Gegner heissen Georgien (Freitag in St. Gallen) und Gibraltar (Montag). Auf dem Papier müssten zwei Pflichtsiege her.

Nati-Coach Petkovic geht voller Optimismus in die entscheidenden Partien. "Der Sieg gegen Irland hat uns die Tür geöffnet. Jetzt können wir alles selber entscheiden", schaut er voraus.

Verzichten muss die Schweiz dabei auf die verletzten Stammkräfte Schär, Shaqiri und Embolo.